In Gebieten mit besonderem Gefahrenpotential wird die Bevölkerung im Notfall nicht nur durch Rundfunkdurchsagen gewarnt, sondern auch durch Sirenen und Lautsprecherfahrzeuge. Zweimal im Jahr findet in Bayern ein landeseinheitlicher Sirenenprobealarm statt, teilt das Bayerische Innenministerium mit. Daran kann sich jede Kommune beteiligen, die über entsprechende Sirenen verfügt.
 


Die wichtigsten Sirenentöne

Bayern hat mit der Verordnung über öffentliche Schallzeichen die Bedeutung der in Bayern gebräuchlichen Sirenensignale festgelegt. Die beiden wichtigsten Signale sind:

Alarmierung der Feuerwehr: Dreimal in der Höhe gleichbleibender Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden Dauer, mit je zwölf Sekunden Pause zwischen den Tönen.


Warnung der Bevölkerung: Auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer.


Warnung auch per KATWARN

In manchen Städten wie Nürnberg oder Bayreuth werden die Bürger auch über das KATWARN-System informiert. Sie erhalten eine Meldung mit der Bezeichnung "Probealarm".

Bei KATWARN handelt es sich um eine App für iOS, Android und Windows Phone. Sie sendet Nutzern eine Nachricht, um sie über Katastrophenfälle und Einsätze in ihrem Umfeld zu informieren. Über die App können die Menschen auch angewiesen werden, wie sie sich etwa bei einer Bombenwarnung oder bei Giftgasalarm zu verhalten haben.

Wer keine App herunterladen will, kann auch per SMS oder E-Mail gewarnt werden. Für den SMS-Dienst sendet man das Stichwort "KATWARN" und seine Postleitzahl an die Nummer 0163 755 88 42. Für Warnmeldungen per SMS und E-Mail schickt man das Stichwort "KATWARN", seine Postleitzahl sowie seine E-Mail-Adresse an die Nummer 0163 755 88 42.

In Nürnberg nutzen allerdings nur etwa 12.000 Einwohner KATWARN. "Wir würden uns da mehr Menschen wünschen, die das Katwarn-System nutzen", so Stefan Lauber, Sachgebietsleiter Bevölkerungsschutz bei der Nürnberger Berufsfeuerwehr, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Nürnberger Berufsfeuerwehr hat das vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelte System seit rund zwei Jahren im Einsatz. In Bayern nutzen außerdem noch die Kreise Altötting, Aschaffenburg, Fürth und Deggendorf sowie die Stadt München Katwarn.

Das System habe sich erst jüngst bei einem Brand im Nürnberger Hafengebiet bewährt. Bewohner in den benachbarten Stadtteilen seien dort auch mit Katwarn-Warnungen dazu aufgefordert worden, die Fenster ihrer Wohnungen geschlossen zu halten, berichtete Lauber. Auch bei der Evakuierung ganzer Straßenzüge während der Entschärfung von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg sei das System sinnvoll. Dazu müssten aber viel mehr Menschen die Katwarn-App auf ihr Smartphone laden. Bei Alarm löse Katwarn einen Warnton aus und liefere zugleich Informationen und Hinweise, wie sich die Betroffenen verhalten sollten.


Folgende Kommunen und Landkreise nehmen am bayernweiten Sirenen-Probelarm am 21. Oktober um 11 Uhr teil:
 


Sirenen-Probealarm in Oberfranken

Landkreis Bamberg:
Stadt Baunach

Landkreis Kulmbach:
Gemeinde Himmelkron
 


Sirenen-Probealarm in Mittelfranken:


Landkreis Erlangen-Höchstadt:
Stadt Höchstadt a.d.Aisch (FortunaKulturfabrik, OT Saltendorf-Bösenbechhofen, Förtschwind-Greuth, Medbach-Kieferndorf)
Gemeinde Adelsdorf
Markt Eckental (Feuerwehrgerätehaus Forth)
Markt Heroldsberg (Feuerwehrgerätehaus und Rathaus)
Stadt Herzogenaurach, (Feuerwehrgerätehaus und Feuerwehrgerätehaus Höfen-Zweifelsheim)

Landkreis Nürnberger Land:
Gemeinde Engelthal
Gemeinde Happurg
Gemeinde Henfenfeld
Stadt Hersbruck
Gemeinde Pommelsbrunn
Stadt Ansbach

Landkreis Fürth:
Markt Cadolzburg (nur Kernort und Ortsteile Seckendorf, Roßendorf, Greimersdorf, Egersdorf, Wachendorf, Steinbach)
Stadt Oberasbach
Gemeinde Obermichelbach
Gemeinde Puschendorf
Markt Roßtal (nur Weitersdorf und Groß- und Kleinweismanndorf)
Stadt Stein
Gemeinde Tuchenbach
Stadt Erlangen
Stadt Fürth
Stadt Nürnberg
 


Sirenen-Probealarm in Unterfranken:

Landkreis Aschaffenburg:
gesamter Landkreis

Landkreis Bad Kissingen:
Gemeinde Aura a.d. Saale
Stadt Bad Kissingen (mit OT Albertshausen, Amtshausen, Garitz, Hausen, Kleinbrach, Poppenroth, Reiterwiesen, Winkels)
Markt Elfershausen (mit OT Engenthal, Langendorf, Machtilshausen, Trimberg)
Markt Euerdorf (mit OT Wirmsthal)
Gemeinde Fuchsstadt
Stadt Hammelburg (mit OT Diebach, Feuerthal, Gauaschach, Morlesau,Obererthal, Obereschenbach, Pfaffenhausen, Untererthal, Untereschenbach, Westheim)
Markt Maßbach (mit OT Poppenlauer, Volkershausen, Weichtungen)
Gemeinde Oerlenbach (mit OT Ebenhausen, Eltingshausen, Rottershausen)
Gemeinde Ramsthal
Gemeinde Rannungen
Markt Sulzthal
Gemeinde Thundorf (mit OT Rothausen, Theinfeld)

Landkreis Würzburg
alle Sirenen im Landkreis

Landkreis Kitzingen:
alle Sirenen, die mit der Steuerung für das Schallzeichen zur Warnung der Bevölkerung ausgerüstet sind.

Landkreis Haßberge:
Gemeinde Aidhausen (nur OT Aidhausen)
Gemeinde Gädheim
Stadt Haßfurt
Gemeinde Knetzgau
Stadt Königsberg
(Stadtteile Römershofen und Holzhausen)
Gemeinde Rauhenebrach (OT Geusfeld)
Gemeinde Riedbach
Gemeinde Theres
Gemeinde Wonfurt

Landkreis Main-Spessart:
Stadt Arnstein
Stadt Karlstadt (nur Ortsteil Heßlar)
Markt Thüngen,
Gemeinde Eußenheim, (nur Ortsteile Bühler, Hundsbach, Münster und Obersfeld)
Gemeinde Retzstadt

Landkreis Miltenberg:
Markt Elsenfeld mit Ortsteilen (Gemeinden Eichelsbach und Rück Schippach)
Stadt Erlenbach a. M. mit Ortsteilen (Gemeinde Mechenhard, Streit)
Stadt Obernburg a. M. mit Ortsteilen (Gemeinde Eisenbach)

Landkreis Schweinfurt:
alle Sirenen im Landkreis
Stadt Aschaffenburg (eine Sirene auf Gelände Firma "Transgas")
Stadt Schweinfurt (alle Sirenen im Stadtgebiet)