München
Wiesn

Oktoberfest 2018: Veranstalter und Polizei ziehen Bilanz

Das Oktoberfest hat in diesem Jahr bei bestem Wetter wieder mehr Gäste angelockt als in den Vorjahren.
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Das Oktoberfest hat in diesem Jahr bei bestem Wetter wieder mehr Gäste angelockt als in den Vorjahren.  Foto: Matthias Balk/dpa
Das Oktoberfest hat in diesem Jahr bei bestem Wetter wieder mehr Gäste angelockt als in den Vorjahren. Foto: Matthias Balk/dpa

Nach Schätzung der Festleitung kamen rund 6,3 Millionen Gäste - das waren rund 100 000 Besucher mehr als 2017, obwohl das Fest diesmal zwei Tage kürzer war. Trotz der gestiegenen Besucherzahl ging die Zahl der Straftaten um knapp neun Prozent zurück.

"Es war ein Superwiesn", sagte der Wiesnchef und zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Sonntag zum Abschluss des Festes. Die Gäste tranken wie im Vorjahr 7,5 Millionen Liter Bier, brachten aber einen deutlich besseren Appetit mit: Beim Essen wie auch bei den alkoholfreien Getränken gebe es nach erster Schätzung etwa zehnprozentige Zuwächse, sagte Schmid. Das passe zu der etwas veränderten Besucherstruktur: Es seien mehr Familien gekommen - und auch die Generation 60 plus habe verstärkt mitgefeiert.

Die Polizei registrierte weniger Sexualdelikte, weniger Taschendiebstähle und weniger Maßkrugschlägereien, allerdings wurden mehr Beamte verletzt. Ein Todesfall nach einem Faustschlag vor einem Zelt überschattete das Fest - es sei jedoch ein sehr tragischer Fall gewesen, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins.

Neben tragischen Vorfällen gab es auch kuriose - manche werden sich womöglich nie auflösen.

Neben Hunderten Kleidungstücken, Geldbörsen, Ausweisen, Handys, Schlüsseln und Brillen wurden im Fundbüro nämlich auch zwei Eheringe abgegeben - und zwar von einem Ehepaar.

Der Fund löste bei der Festleitung Rätselraten aus: "Die haben also beide ihre Ringe abgelegt, warum auch immer", sagte Wiesnchef Josef Schmid (CSU), der am Sonntag zum Abschluss des Volksfestes Bilanz zog. "Wer weiß, ob sie danach noch ein Paar waren."

Ansonsten wurde kurz vor Schluss des Volksfestes doch noch das Fundstück abgegeben, das erstaunlicherweise in fast keinem Jahr fehlte: Ein Gebiss.