Flossenbürg
Vermisstensuche

Monika Frischholz: Taucher suchen nach Leiche - ergebnislos und dennoch mit neuen Erkenntnissen

42 Jahre nach dem Verschwinden der damaligen Schülerin Monika Frischholz suchen Ermittler erneut nach ihrer Leiche. Taucher waren am Montag im Einsatz - ergebnislos. Trotzdem habe die Aktion Erkenntnisse gebracht.
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Bereits seit 1967 ist Monika Frischholz verschwunden: Nun suchen die Ermittler am Montag (13. Mai 2019) erneut nach ihrer Leiche.  Foto: Aelxander Auer/dpa
Bereits seit 1967 ist Monika Frischholz verschwunden: Nun suchen die Ermittler am Montag (13. Mai 2019) erneut nach ihrer Leiche. Foto: Aelxander Auer/dpa

Update vom 13.05.2019, 18.53 Uhr: Tauscher beenden Einsatz ergebnislos

Polizeitaucher haben eine erneute Suche nach der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz vorerst beendet, ohne Hinweise auf die Schülerin zu entdecken.

Sieben Spezialisten waren am Montag in einem Weiher nahe dem oberpfälzischen Flossenbürg im Einsatz. Hinweise auf das Verschwinden des Mädchens hätten die Ermittler nicht gefunden, teilte die Polizei am Abend mit. Es sei allerdings auch darum gegangen, mögliche Ablageorte der Leiche auszuschließen. Insofern habe die Aktion die Ermittler ein Stück weitergebracht, hieß es.

 

 

Update vom 13.05.2019: Polizeitaucher suchen nach Monika Frischholz

Seit den frühen Morgenstunden des Montags (13. Mai 2019) suchen zahlreiche Kräfte der Polizei erneut nach Monika Frischholz. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz bekannt gab, überprüfen die Beamten einen Ablageort der Leiche. Dazu sind Taucher der Bereitschaftspolizei aus dem mittelfränkischen Nürnberg vor Ort.

Die Suche erstreckt sich seit 9 Uhr in der Früh erneut auf das Waldstück in der Nähe von Waldkirch im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Die Ermittler hoffen weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung, um den Fall zu klären. Etwaige Hinweise können unter 0961/401-291 abgegeben werden.

Update am 15.04.2019: Grabungen bringen keine Hinweise auf Vermisste

Bei erneuten Grabungen auf der Suche nach der seit gut vier Jahrzehnten vermissten Monika Frischholz in der Oberpfalz haben Ermittler mutmaßliche Tierknochen und Stofffetzen entdeckt. Es sei am Montag aber nichts gefunden worden, was "auf den ersten Blick" in Zusammenhang mit dem Verschwinden der Schülerin stehen könnte, sagte ein Polizeisprecher.

Die Einsatzkräfte hatten einen Abschnitt bei Flossenbürg nahe der Stelle untersucht, an der sie schon vergangene Woche gegraben hatten. Die Knochenteile sollen nun rechtsmedizinisch untersucht werden. Zudem prüfen die Ermittler Hinweise von Zeugen.

Update am 12.04.2019, 8 Uhr: Wohnung wurde durchsucht

Im Fall der seit 42 Jahren vermissten Monika Frischholz aus der Oberpfalz hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. Das teilte das Polizeipräsidium am Donnerstagabend in Regensburg mit. Wo sie sich befindet und ob die Ermittler etwas gefunden haben, blieb offen. Bei den Beamten seien zudem über zehn neue Hinweise eingegangen. Diese müssten sorgfältig ausgewertet und abgearbeitet werden. "Zum Inhalt dieser Hinweise können mit Blick auf das laufende Verfahren keine näheren Angaben gemacht werden", hieß es.

Bisher habe sich kein dringender Tatverdacht gegen eine Person ergeben. Auch eine Festnahme habe es nicht gegeben. "Darüber hinausgehende Auskünfte können aus Verfahrensgründen nicht gegeben werden", hieß es weiter.

Update am 09.04.2019, 10 Uhr:

Am Fundort des vergrabenen Autos geht die Suche nach der Leiche einer seit Jahrzehnten vermissten Schülerin weiter. Am Dienstagmorgen setzte die Polizei ihre Grabungen fort, wie ein Sprecher sagte. Nach neuen Zeugenhinweisen vermuten sie, den Ablageort gefunden zu haben. Am Montag gruben sie einen alten VW Käfer aus, der aber nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens stehen muss, wie der Polizeisprecher betonte.

Seit Montag heben Ermittler am Rande der beschaulichen Gemeinde eine 50 Quadratmeter große Fläche aus. Dort vermuten sie die Leiche des Mädchens. Etwa 20 Beamte suchen am Dienstag das abgesteckte Areal an einem Waldrand ab, auch drei Bagger sind im Einsatz. Die Fläche, die sich die Polizei vorgenommen hat, wird etwa zwei Meter tief ausgehoben. Warum sie genau hier sucht, verrät sie aus taktischen Gründen nicht.

Die Suche soll in den kommenden Tagen weitergehen. Ob es sich bei der Grabungsstelle tatsächlich um den Ablageort der Leiche handele, sei unklar. "Es ist möglich." Und genau diese Möglichkeit lässt die Menschen in dem 1500-Einwohner-Ort hoffen. Im Dorf gibt es noch viele, die Monika und ihre Familie persönlich kannten.

Auch wenn Monikas Verschwinden sehr lange her ist - die Menschen in Flossenbürg hat diese traurige Geschichte nicht losgelassen. Die Diskussionen über den Fall hätten in dem Ort nie geendet, sagt Bürgermeister Thomas Meiler (CSU). Es sei bedrückend gewesen, "jetzt sehen die Menschen Licht am Horizont und hoffen, mit dem Thema abschließen zu können".

Dass wieder ermittelt werde und zahlreiche Einwohner erneut vernommen worden seien, störe die Menschen aber nicht - im Gegenteil: "Jeder will dazu beitragen, dass der Fall aufgeklärt wird", betont Meiler. Das bestätigt Polizeisprecher Florian Beck: "Wir wollen wirklich noch mal alles versuchen, um das Verschwinden aufzuklären."

Update am 08.04.2019, 15 Uhr:

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurde ein im Waldboden vergrabenes Auto entdeckt. Das Auto liege wohl schon mehrere Jahrzehnte dort und sei verrottet. Die Beamten sollen es bereits freigelegt haben. Ob die Ermittler in dem Wrack die sterblichen Überreste der vermissten Monika Frischholz vermuten, dazu wollte sich ein Polizeisprecher dem BR gegenüber zunächst nicht äußern. Ob der Fund tatsächlich im Zusammenhang mit dem vermissten Mädchen steht, sollen weitere Untersuchen am Wagen und der Grube zeigen.

Polizei wird nicht aufgeben

Ob die Beamten durch die Grabungen die Leiche der Schülerin oder Beweismittel tatsächlich finden wird, sei im Moment komplett offen, hieß es weiter. "Wir wissen noch nicht, was uns erwartet", sagte Kriminalhauptkommissar Armin Bock. "Egal jedoch, wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!"

Den bisherigen Ermittlungen zufolge verließ die Schülerin am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus. Durch Zeugenaussagen der damaligen Zeit, aber auch durch neue Hinweise, konnte die Polizei den Fußweg des Mädchens in Teilen nachverfolgen. Nähere Auskünfte über die Erkenntnisse, die zum Grabungsort geführt haben, möchte die Polizei mit Blick auf das laufende Verfahren nicht gegeben.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, bat die Polizei um "sachdienliche Hinweise" zur Aufklärung des Mordes. Vom Bayerischen Landeskriminalamt war eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt worden - für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen. Sie soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben, wie es hieß.

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