Die britische Band Muse hat am Freitagabend das neue Festival "Rockavaria" im Münchner Olympiapark als Headliner eröffnet. Frontmann Matthew Bellamy und seine Band waren der erklärte Höhepunkt am ersten Festivaltag, der entspannt und mit viel Sonne begonnen hatte. Doch ausgerechnet beim Muse-Auftritt regnete es. Die Musiker wurden von Tausenden Rockfans im Olympiastadion gefeiert. Der ein oder andere Platz auf den Rängen blieb zwar leer, die Stimmung war trotzdem gut.

Zuvor waren unter anderem Paradise Lost, The Hives und Incubus bei dem Festival aufgetreten. In der Olympiahalle standen später noch Limp Bizkit auf dem Programm.

Die Veranstalter rechnen mit rund 45.000 Besuchern pro Tag. Mehr als 60 Bands sollen bis zum Sonntagabend auf den insgesamt drei Bühnen im Olympiastadion, der Olympiahalle und am Olympiasee stehen. Die weiteren Highlights: Metallica, Kiss und Faith No More. Es gebe eine "klare Ausrichtung auf den Rock- und Metal-Bereich", sagte Christian Diekmann, Vorstand der Konzertagentur Deag vor Beginn des Festivals.

Die Deag hatte das Festival gemeinsam mit "Rock im Revier" in der Veltins-Arena auf Schalke und "Rock in Vienna" in Wien ins Leben gerufen. 120.000 Besucher werden nach Veranstalterangaben insgesamt bei den drei Festivals erwartet.

Ursprünglich sollten die Rock-Spektakel in München und auf Schalke zeitgleich mit den Klassikern "Rock am Ring" und "Rock im Park" laufen, die ein Wochenende später auf dem Eifel-Flugplatz Mendig (erstmals nicht mehr am Nürburgring) und auf dem Nürnberger Zeppelinfeld stattfinden.