• Gesundheitsminister ruft zu Muttertagsbesuchen auf 
  • Begründung: Viele Impfungen und kaum mehr Infizierte in Heimen 
  • Holetschek fordert von Pflegeinrichtungen "mehr Gemeinschaftserlebnis"
  • Das sind die Regeln für den Muttertag in bayerischen Heimen 

Holetschek mit Muttertagskracher: Pflegeeinrichtungen sollen "mehr Gemeinschaftserlebnis" ermöglichen. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich mit einem ungewöhnlichen Appell an die Pflegeeinrichtungen in Bayern gewandt. Mit Blick auf den Muttertag (09.05.2021) ließ Holetschek über eine Pressemitteilung vom 08.05.2021 verkünden, dass die Heime die "Besuchsmöglichkeiten nutzen" sollten. 

Der Muttertag rufe "uns die Bedeutung von Kontakten in Erinnerung", wird Holetschek zitiert. Weil die Corona-Zahlen sinken, appelliere er an die Einrichtungen, "unter Einhaltung der AHA-L-Schutzregeln wieder mehr Gemeinschaftserlebnis zu ermöglichen". Es gelte nun, "Schritte zur Normalität zurückfinden." Besuchsbeschränkungen würden nicht mehr bestehen, so Holetschek und auch "das gesellige Leben in den Einrichtungen" sei wieder möglich. 

CSU-Gesundheitsminister zum Muttertag: "Deutliche Entspannung der Lage"

Das gelte zum Beispiel für Gruppenangebote, religiöse Zusammenkünfte in Hauskapellen und Cafeteria-Besuche. "Selbstverständlich liegt es dabei in der Verantwortung der Einrichtungen, wie und unter welchen Bedingungen sie diese Möglichkeiten nutzen", so Holetschek weiter. Der CSU-Politiker verweist darauf, dass sich mittlerweile deutlich weniger Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mit Corona infizieren würden. 

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Dies liege vor allem daran, dass Pflegende einen "vorbildlichen Einsatz" geleistet hätten und die Impfungen weiter voranschreiten würden. Dies alles habe "zu einer deutlichen Entspannung der Lage" geführt. Am 03.05.2021 seien noch im gesamten Freistaat 394 Bewohner von Alten- und Pflegeheimen positiv auf das Coronavirus getestet. Am 05.01.2021 seien es noch 6.949 gewesen, so Holetschek. 

Durch die Impfpriorisierung hat mittlerweile der größte Teil der Bewohner jener Einrichtungen einen vollständigen Impfschutz erhalten. Doch trotzdem kommt es auch in Franken immer wieder zu Corona-Ausbrüchen - trotz Impfung. Aber welche Regeln gelten eigentlich für den Muttertagsbesuch in Pflegeeinrichtungen in Bayern - und worauf sollte ich Acht geben?

Muttertag in Bayern: Diese Corona-Besuchsregeln gelten am Sonntag

In vollstationären Pflegeeinrichtungen, ambulant betreuten Wohnheimen sowie Seniorenresidenzen und Altenheimen gelten weiterhin verschärfte Besuchsregeln in Bayern. Besucher müssen eine FFP-2-Maske tragen und 1,5 Meter Abstand halten. Auch Besucher, die vollständig geimpft sind, brauchen einen Schnelltest oder einen PCR-Test, den sie auf Verlangen nachweisen müssen. Sie können den Schnelltest auch bei sich selbst (Laientests) in der Einrichtung durchführen. 

Das müssen die Besucher von Pflegeeinrichtungen allerdings unter Beaufsichtigung tun. Jede Einrichtung braucht ein behördlich  genehmigtes Hygienekonzept. Dafür ist bereits seit Ende März die Beschränkung auf einen Besucher pro Tag in den Pflegeeinrichtungen weggefallen. Letztlich haben aber die Einrichtungen selbst das Hausrecht und können über ihre Besuchsmodalitäten bestimmen. So verlangt das Karl-Heller-Stift in Röthenbach an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) zum Beispiel, dass Besucher konkrete Termine per Telefon vereinbaren. Ebenso sind keine Dauerbesuche erlaubt und Geschenke dürfen nur zu bestimmten Zeiten abgegeben werden. 

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