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Mietpreise: So teuer ist Wohnen in Bayern

Eine Auswertung von Mietpreisen in ganz Deutschland zeigt: Die Mieten steigen - und das vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Vier der 20 teuersten deutschen Städte liegen in Bayern. Und das birgt Probleme für Alleinerziehende und Haushalte an der Armutsgrenze.
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Deutschlandweit sind die Mieten in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Gerade in Bayern und Baden-Württemberg sind sie besonders hoch. Symbolbild: Fotolia
Deutschlandweit sind die Mieten in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Gerade in Bayern und Baden-Württemberg sind sie besonders hoch. Symbolbild: Fotolia
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Aus einer Auswertung der bundesweiten Mietspiegeldaten im Auftrag der Linksfraktion im Bundestag geht hervor, dass die Mieten in Bayern weiterhin am teuersten sind. Für die Studie hat der Stadtforscher und ehemalige Berliner Staatssekretär Andrej Holm die Mieten in mehr als 300 deutschen Städten untersucht.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten laut der Studie bundesweit um 11,4 Prozent gestiegen. Haushalte an der Armutsgrenze und Alleinerziehende könnten sich in den meisten Städten keine Wohnung zum Durchschnittspreis mehr leisten, sagte Holm am Donnerstag.

Mietpreise sind in Bayern am höchsten, in NRW und Ostdeutschland geringer

Nirgendwo in Deutschland ist die Monatsmiete für eine Wohnung oder ein Haus höher als in München: 10,45 Euro war hier im vergangenen Jahr (2018) der durchschnittliche Quadratmeterpreis für die Mieter. Insgesamt liegen vier der 20 teuersten Städte Deutschlands in Bayern. Neben der Landeshauptstadt sind dies noch Dachau (9,62 Euro/Quadratmeter), Germering (9,48 Euro) und Erding (8,23 Euro). Bundesweit liegt der Durchschnittspreis für den Quadratmeter bei 6,92 Euro.

Besonders günstig wurden Wohnungen dagegen im nordrhein-westfälischen Warstein mit 4,64 Euro pro Quadratmeter vermietet.Tendenziell sind Städte in NRW und den ostdeutschen Bundesländern günstiger, in Baden-Württemberg und Bayern hingegen auffallend teuer.

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Die Auswertung des ersten Quartals 2019 lässt allerdings hoffen: Zum ersten Mal seit 2005 sanken die Neuvertragsmieten in Deutschland leicht. Gemessen am Schlussquartal 2018 fielen demnach die Mieten in neu abgeschlossenen Verträgen um 0,3 Prozent.