Nach langem Tauziehen auch innerhalb der CSU billigte der Landtag am Dienstagabend eine entsprechende Gesetzesänderung. Allerdings stimmte die schwarz-gelbe Koalition nicht geschlossen zu: Neun CSU-Abgeordnete enthielten sich. SPD, Grüne und Freie Wähler stimmten mit Nein.

Bereits vom Jahr 2014 an wird das Mindestalter für die Wählbarkeit auf 18 Jahre gesenkt. Zudem reicht es für eine Wahl zum Landrat künftig aus, dass der Bewerber dort einen Zweitwohnsitz angemeldet hat. Bisher war verlangt worden, dass der Bewerber dort den "Schwerpunkt der Lebensbeziehungen" hat.

Eine unter anderem vom Landkreistag geforderte stufenweise Anhebung der Altersgrenze für Landräte und Oberbürgermeister - im Jahr 2014 auf 66 Jahre und im Jahr 2020 dann auf 67 Jahre - war in der CSU/FDP-Koalition mehrheitlich auf Ablehnung gestoßen. Unter den neun CSU-Abgeordneten, die sich enthielten, waren aber dem Vernehmen nach einige, die sich für diese Stufenlösung stark gemacht hatten. Die anderen lehnten die Aufweichung in Richtung Zweitwohnsitz ab.