Markus Söders Tochter Gloria-Sophie Burkandt bezeichnet die Kritik am Aufzug ihres Vaters bei der Begrüßung von US-Präsident Joe Biden als überzogen. "Die Kritik an seinem Outfit war überhaupt nicht gerechtfertigt. Ich war stolz, dass er das getragen hat", sagte sie der Bild-Zeitung. Offenbar war sie selbst auch nicht ganz unschuldig daran: Die blaue Krawatte, die ihr Vater trug, "glaube ich, habe ich ihm sogar geschenkt. Da war ich noch stolzer drauf. Die ist sehr fein".

Besagte blaue Krawatte hatte Ministerpräsident Söder mit einem Janker - eine Trachtenjacke aus gewalkter Schafwolle mit Knöpfen aus Horn und andersfarbigen Stoffkanten - und einer beigefarbenen Hose getragen. In dieser Aufmachung hieß er Biden vor dem Beginn des G7-Gipfels auf Schloss Elmau am Münchner Flughafen willkommen und hatte und damit den Spott etlicher Internetnutzer auf sich gezogen.

Söder wurde scharf kritisiert: Er habe zerlumpt ausgesehen und hätte so nicht vor die G7-Chefs treten sollen

"Der schaut vielleicht zerlumpt aus", kommentierte eine Nutzerin, deren Meinung sich viele andere anschlossen. Söder selbst reagierte darauf relativ gelassen. Er bezeichnete das öffentliche Tragen von Trachten als Teil der bayrischen Lebenskultur und fügte hinzu: "Mag sein, dass dem einen oder anderen das nicht so gefällt – also allen Gästen, die da waren, hat es super gefallen."

mit dpa