Mehr als ein Viertel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen 8426 Neuinfektionen für den Freistaat an (Stand: 3.12 Uhr).

In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 30.643 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 640 - vor einer Woche hatte sie bei 525,7 gelegen.

Neuer Höchstwert in Corona-Pandemie in Deutschland

Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 386,5 - ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet - 27 davon in Bayern.

Die Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern zuletzt bei 9,1 (Stand: 21. November, 8.00 Uhr). Pro 100.000 Einwohner gab es also statistisch innerhalb von sieben Tagen 9,1 Patienten, die wegen Corona in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Ungeimpfte (14,1) waren demnach deutlich häufiger darunter als Geimpfte (2,9).

Jetzt sogar Holetschek für Impfpflicht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kann sich angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen eine allgemeine Impfpflicht vorstellen.

«Ich war immer eigentlich ein Gegner einer Impfpflicht», sagte er am Montagmorgen dem Deutschlandfunk. «Ich glaube aber inzwischen, (...), dass wir relativ schnell über dieses Thema sprechen müssen.»

Eine Impfpflicht werde nicht heute und morgen helfen, aber sie sei der Weg aus der Pandemie. «Ich persönlich bin inzwischen als Ultima Ratio tatsächlich für diese allgemeine Impfpflicht.» Darüber müsse relativ schnell in Berlin gesprochen werden - es brauche eine bundeseinheitliche Lösung.

Ab Mittwoch gelten in Bayern bereits verschärfte Maßnahmen