Beim ersten Anflug von Frühling mitten im Winter sind die Menschen in ganz Bayern nach draußen geströmt. Die Polizei meldete in vielen Ausflugsregionen zwar viel Verkehr - aber der Massenandrang blieb größtenteils aus.

Nicht so auf der Walhalla in Donaustauf bei Regensburg. Weil der Andrang dort groß war, ist die Gedenkstätte gesperrt worden. Viele Menschen hätten keine Masken getragen und keinen Corona-Abstand gehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Das Wahrzeichen sei am Samstagnachmittag dicht gemacht worden. Anwohner hatten sich über Falschparker beschwert, die teils Privatwiesen zugeparkt hatten. Die Polizei sprach von einem "wahren Verkehrschaos", bis zu 250 Besucher tummelten sich im sonnigen Außenbereich der Walhalla.

Riesen-Andrang auf der Walhalla - Wahrzeichen bei Regensburg für Besucher gesperrt

Wegen der vielen Menschen sei es unmöglich gewesen, Abstände einzuhalten, auch Masken seien nicht getragen worden, so die Polizei. Daher habe man sich zusammen mit der Bayerischen Schlösserverwaltung entschieden, das Gelände bis Montag zu sperren. Die Polizei kontrollierte am Sonntag verstärkt. Trotz Sperrung  waren am Sonntag einige Ausflügler unterwegs und umgingen die Absperrung. Allerdings war statt Traumwetter Hochnebel angesagt.

Die Walhalla gehört zu einem der bekanntesten Wahrzeichen in Bayern. König Ludwig II. hatte sie zwischen 1830 und 1842 erbauen lassen. In dem Nachbau eines griechischen Tempels sind zahlreiche Büsten deutscher und europäischer Geistesgrößen ausgestellt.

Am Parkplatz zum Großen Arber im Bayerischen Wald war am Sonntag auch einiges los. "Der Parkplatz ist restlos überfüllt, aber nicht gesperrt", teilte die Polizei mit. Die Polizei in der Oberpfalz registrierte zwar, dass mehr Leute als sonst unterwegs waren. "Aber es ist nirgends etwas signifikant aus dem Ruder gelaufen." Ähnliches vermeldete die Polizei im Allgäu oder in Oberbayern. Am Alpenrand genossen Menschen noch die letzten Eisschollen auf Seen - am Samstag paddelten zwei Männer zum Beispiel am Staffelsee durch das teils noch zugefrorene Wasser. Am Kirchsee schritten Badende über das Eis.

Leute verteilen sich: Keine Besucher-Hotspots in Unterfranken

In Unterfranken machten die Beamten eine leichte Entspannung im Vergleich zu den tollen Tagen des Winterspaßes aus. Als noch viel Schnee gelegen sei, sei viel mehr los gewesen, weil die Menschen auf die Berge rauf seien. Jetzt scheine es sich mehr zu verteilen.