Tödliche Flutwelle in der Höllentalklamm: In der Höllentalklamm am Fuße der Zugspitze kam es nach Starkregen am Montag (17.08.2021) zu einer schlimmen Flutwelle. Mehrere Menschen wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Bei einem riskanten Rettungseinsatz konnten acht Menschen gerettet werden, zwei blieben jedoch vermisst. Eine Frau aus Lichtenfels konnte nur noch tot aus dem Fluss geborgen werden. Ihr 34-jähriger Lebensgefährte aus dem Landkreis Coburg wird noch vermisst. Eine erneute Suche über eine Woche nach der Katastrophe verlief erfolglos.

Update vom 25.08.2021, 15.45 Uhr: Erneuter Suchaktion erfolglos eingestellt

Die erneute Suche nach einem Vermissten nach der Flutwelle an der Höllentalklamm ist am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen. Sieben Einsatzkräfte, darunter geschulte Schluchtenwanderer, hätten den Hammersbach unterhalb der Klamm am Mittwochvormittag rund drei Stunden lang abgesucht, seien aber nicht fündig geworden, sagte eine Polizeisprecherin.

Weitere Suchaktionen seien ohne neue Hinweise vorerst nicht mehr geplant: "Es ist alles abgesucht, was den Klammbereich betrifft."

Bei der Flutwelle an der Klamm am Fuß der Zugspitze war am Montag vergangener Woche eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handelt. Acht Menschen waren nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm gerettet worden, sie waren teils von den Wassermassen eingeschlossen worden.

Update vom 25.08.2021, 10.15 Uhr: Suche nach Vermisstem aus Kreis Coburg geht weiter

Einsatzkräfte setzen am Mittwoch die Vermisstensuche nach der Flutwelle an der Höllentalklamm fort. "Die Suche läuft gerade", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen (25.08.2021). Das Team habe sich um 8.00 Uhr getroffen, neue Erkenntnisse gebe es bislang nicht. Die zunächst für Montag geplante Suche war wegen hoher Pegelstände nach dem Regen am Wochenende verschoben worden.

Für die Einsatzkräfte ist die Suche im unwegsamen Gelände der Klamm nicht ungefährlich. Auch Canyoning-Teams der Bergwacht sind im Einsatz, wie der Einsatzleiter der Bergwacht Hans Steinbrecher unserem Portal sagte. "Das ist eine komplizierte Angelegenheit, die Leute müssen sich über Klettergurte immer wieder absichern."

Bei der Flutwelle an der Klamm am Fuß der Zugspitze war am Montag vergangener Woche eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Die Polizei ging zuletzt davon aus, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handelt. Acht Menschen waren nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm gerettet worden, sie waren teils von den Wassermassen eingeschlossen worden.

Update vom 23.08.2021, 13.30 Uhr: Vermisstensuche nach Mann aus Oberfranken nach Flut im Höllental verschoben

Die für Montag geplante Vermisstensuche ist verschoben worden. "Es hat am Wochenende viel geregnet und die Pegelstände von Flüssen und Bächen sind noch zu hoch, als dass man neu suchen könnte", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Montag. Eine erneute Suche sei nun im Lauf der Woche geplant. Dafür werde ein Team mit im Schluchtenwandern geschulten Fachkräften zusammengestellt.

Bei der Flutwelle an der Klamm am Fuß der Zugspitze war am Montag vergangener Woche eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Die Polizei ging zuletzt davon aus, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handelt. Acht Menschen waren nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm gerettet worden, sie waren teils von den Wassermassen eingeschlossen worden.

Update vom 19.08.2021, 15.30 Uhr: Tödliche Flutwelle - vermisster Lebensgefährte kommt aus Coburg

Bei der Flutwelle an der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze ist eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen.

Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handele, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag mit. Die Identität der am Dienstag tot aus den Fluten geborgenen Frau habe sich durch rechtsmedizinische wie auch kriminaltechnische Untersuchungen bestätigt.

Update vom 19.08.2021: Suche nach vermissten Begleiter der Frau aus Lichtenfels eingestellt

Drei Tage nach der Flutwelle in der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze haben die Rettungskräfte am Donnerstag (19. August 2021) die Suche nach einem Vermissten nicht mehr aufgenommen.

Die Hoffnung, ihn lebend zu finden, gehe gegen null, hieß es bei der Polizei. Bei einer tot aus den Fluten geborgenen Frau soll es sich um eine 33-Jährige aus Lichtenfels in Oberfranken handeln. Vermutet wird, dass es sich bei der zweiten noch vermissten Person um ihren Begleiter oder Freund gehandelt haben könnte.

Die Ermittler sind nun dabei, den genauen Unfallhergang in dem Wandergebiet nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu rekonstruieren, wie der Pressesprecher des Polizeiprädidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag, am Donnerstag sagte. Noch immer sei nicht ganz klar, wie sich das Unglück ereignete.

Am Mittwoch hatten Helfer viereinhalb Stunden lang erneut das Gebiet abgesucht. "Es gab ein paar Stellen, an denen man gemeint hat, es könnte ein menschlicher Körper im Wasser sein", sagte Sonntag. An einer Stelle etwa sei ein Schatten gesichtet worden. Die Suche blieb ohne Erfolg. An den Vortagen waren teils über 150 Retter im Einsatz.

Am Montagnachmittag war nach schweren Regenfällen eine Flutwelle durch die Höllentalklamm und das darüber liegende Tal gerauscht. Augenzeugen zufolge sollen zwei Personen - wohl eine Frau und ein Mann - auf einer Holzbrücke oberhalb der Klamm gestanden haben, als die Welle kam. Beide seien in den Fluten verschwunden. Acht Menschen waren nach dem Unglück weitgehend unverletzt gerettet worden.

Update vom 18.08.2021: Tote aus der Höllentalklamm wahrscheinlich aus Lichtenfels

Bei der tot aus der Höllentalklamm geborgenen Frau handelt es sich laut den Ermittlern aller Wahrscheinlichkeit nach um eine 33-Jährige aus Lichtenfels in Oberfranken. Eine Obduktion soll die Identität noch zweifelsfrei klären, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Mittwoch (18.08.2021).

Eine Vermisstenmeldung passe sehr genau auf die Tote. Die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen gehe derzeit davon aus, dass es sich um die 33-Jährige handele. Das Ergebnis der Obduktion werde voraussichtlich am Donnerstag vorliegen.

Die Frau war am Dienstagmorgen tot aus dem Wasser geborgen worden. Nach einer weiteren vermissten Person suchen die Rettungskräfte weiterhin - allerdings seit Mittwoch mit kleineren Suchtrupps. Acht Menschen waren am Montagabend nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerettet worden.

Ursprüngliche Meldung vom 17.08.2021: Tote Frau nach Flutwelle in Höllentalklamm geborgen

Eine Frau ist nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze tot aus den Fluten geborgen worden. Die Suche nach einer weiteren verletzten Person wurde nun vorerst eingestellt. Alle relevanten Bereiche seien mehrfach abgesucht worden, jedoch ohne Erfolg, sagte ein Polizeisprecher. Sollte sich die Person noch in der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen befinden, gebe es angesichts der seit dem Unglück verstrichenen Zeit und der großen Wassermassen wenig Hoffnung, sie lebend zu finden. 

Acht Menschen waren am Montag (17. August 2021) nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkrichen gerettet worden. Die beiden zuletzt noch Vermissten hatten laut Polizei auf einer Holzbrücke über dem Hammersbach am oberen Ausgang der Klamm gestanden - die Beamten bezogen sich auf Augenzeugen. Die Brücke wurde demnach von der Flutwelle weggerissen.

Die Staatsanwaltschaft München II habe Vorermittlungen eingeleitet, um zu prüfen, ob eine Straftat im Raum stehe, sagte die Sprecherin der Behörde, Andrea Mayer. Im Raum stehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung. Gegen konkrete Personen richteten sich die Überprüfungen bisher aber nicht.

Verdacht der fahrlässigen Tötung

Bei der toten Frau handele es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine der beiden vermissten Personen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag (17. August 2021). Die Identität der Frau war zunächst unklar. Sie war gegen 8.30 Uhr leblos im Wasser gesichtet worden. Einsatzkräfte der Canyoning-Gruppe von Bergwacht und Polizei bereiteten daraufhin ihren Einsatz vor und bargen den Körper aus dem Wasser.

Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Die weiteren Untersuchungen zur Identität und zu den Todesumständen übernehmen Beamte der Kriminalpolizei.

Ein Polizeihubschrauber und Drohnen unterstützen am Dienstagvormittag die Suche und sicherten Helfer ab. Am Montagabend war eine Mure am Eingang der Klamm niedergegangen. Auch am Dienstag führte die Klamm viel Wasser - ein nicht ungefährlicher Einsatz. Die Retter waren laut Polizei teils mit Fahrzeugen in die Nähe von oberhalb der Klamm liegenden Hütten gelangt, um von dort aus weiter vorzudringen.

Suche mit Hubschrauber und Drohnen

Dutzende Kräfte waren auch am Dienstag im Einsatz - am Vortag waren es mehr als 150 Helfer gewesen. Auf Brücken unterhalb der Klamm und auch entlang der Loisach, in die der Hammersbach mündet, wurde nach Hinweisen wie Kleidungsstücken Ausschau gehalten. Dem Vernehmen nach überraschte die Wucht der Flutwelle auch Ortskundige und Einheimische. Der rasante Anstieg des Baches sei nicht üblich. Regen ist zudem in den Bergen nicht unbedingt ein Grund, auf einen Ausflug zu verzichten.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Sonntagnachmittag vor unwetterartigen Entwicklungen im Alpenraum gewarnt. In der Nacht zum Montag sei eine Vorabinformation für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit der Möglichkeit von bis zu 40 Litern Regen pro Quadratmeter und Stunde herausgegeben worden. Im Laufe des Montagnachmittags sei dann vor starken Regenfällen und Gewittern mit geringeren Regenmengen von bis 25 Litern gewarnt worden.

Nach der Flutwelle saßen zunächst mehrere Dutzend Menschen in oberhalb gelegenen Hütten - den Knappenhäusern und der Höllentalangerhütte - fest. Von dort brachten Helfer der Bergwacht am Dienstag 108 Menschen sicher ins Tal.

Die Höllentalklamm durchwandern jedes Jahr Zehntausende Menschen. Die Schlucht mit Wasserfällen und steilen Felswänden ist dabei nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern ein beliebter Weg hoch zu Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze.

red/dpa