Die durchgeknallte Millionärsfamilie Geiss , die ihr Leben auf RTL II zur Schau stellt, steht vor einem großen Problem. Sie, Carmen Geiss (47), will ein weißes Auto, er, Robert Geiss (48), ein gelbes. Weil auf dem Spiel ein gelbes Auto ist. Die Farbe des Autos sagt viel über die Geissens. Dass es ein Spiel über die Familie gibt, sagt viel über den Spielzeugmarkt.


Die Idee, die Geissens als Spiel anzubieten, ist noch keine zwei Wochen alt. Und schon steht es auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Spiele müssen immer schneller entwickelt werden, sagt Ossi Hertlein, der Geschäftsführer der Simba-Dickie-Gruppe in Fürth. "In einem irrsinnigen Tempo", sagt er.

Und mit der gleichen Geschwindigkeit sind sie wieder aus den Regalen verschwunden. "Leider."

Die Regeln auf dem Brettspielmarkt sind knüppelhart. 2010 gab es bundesweit 550 Neuheiten, im letzten Jahr waren es 1200. Tendenz steigend. Die Auflagen bei neuen Spielen bewegen sich höchstens bei 5000 Stück. Umso hilfreicher, wenn TV-Prominenz in hochhackigen Lederstiefeln und mit dickem Brillantring bei der Vermarktung hilft. Die Geissens starten spielerisch bei 20.000 Stück.

Es ist eben trendy. Figuren aus dem Fernsehen und dem Kino.

Neben den exotischen Millionären gibt es heuer wieder ganz alte Bekannte aus dem Fernsehen: Cowboy und Indianer. Von Playmobil. Ist das nicht schrecklich altmodisch? "Eine Gratwanderung", gibt Bernhard Hane zu, Entwickler bei dem Fürther Unternehmen. Aber jetzt im Fasching, was sind die häufigsten Kostüme?, fragt er und sagt: "Cowboy und Indianer." Geissens hin oder her.