Anlass sind Greenpeace-Testergebnisse, wonach McDonald's in Deutschland in der Hähnchenmast gentechnisch verändertes Tierfutter einsetzen lässt. Die Aktivisten kritisierten zudem, dass die Firma Auskunft verweigere, woher das Hähnchenfleisch genau stammt, wie die Tiere gehalten werden und wie hoch der Antibiotikaeinsatz ist.

Die Fastfoodkette erklärte dazu auf Anfrage, es würden nur Produkte und Zutaten verwendet, die höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllten. "Unsere Produkte enthalten keine deklarationspflichtigen gentechnisch veränderten Zutaten", hieß es. Das gelte auch fürs Fleisch. "Allerdings können wir nicht garantieren, dass die Tiere, deren Fleisch wir verwenden, wirklich ausschließlich mit gentechnisch unveränderten Futtermitteln gefüttert worden sind."

Hintergrund sei, dass die Lieferanten der Hähnchenprodukte seit 2014 nicht länger ausreichend nicht gentechnisch veränderte Futtermittel zu "vertretbaren Konditionen" garantieren können. "Daher mussten wir unsere ehemals freiwillige Selbstverpflichtung zu gentechnisch unverändertem Tierfutter nach 14 Jahren aufgeben." Damit folge McDonald's "der gängigen Praxis im Markt".