Auf viele bayerische Gemeinden kommt in den nächsten Jahren Streit um die ungeliebten Straßenausbaubeiträge zu, die die Kommunen von den Anliegern kassieren. Denn nach den Zahlen des Innenministeriums sind viele der in den 1970er Jahren gebauten Ortsstraßen in den nächsten Jahren erneuerungsbedürftig, da sie das Ende ihrer Nutzungsdauer von bis zu 40 Jahren erreichen.

Den Finanzierungsbedarf schätzt das Ministerium auf 200 bis 300 Millionen Euro im Jahr. Diese Zahlen legte das Ressort von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei einer Landtagsanhörung in München vor.

Derzeit haben 1492 der über 2000 bayerischen Gemeinden eine Satzung, die es ihnen erlaubt, die Anlieger an den Kosten des Straßenausbaus zu beteiligen. Mancherorts flattern den Hausbesitzern fünfstellige Gebührenbescheide ins Haus, wie mehrere der geladenen Fachleute bei der Anhörung sagten.