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Franken
Corona-Krise

Wann öffnen die fränkischen Bierkeller wieder?

Nach wochenlanger Zwangspause sollen die Corona-Auflagen auch für die Gastronomie gelockert werden. Doch wann genau öffnen Restaurants, Bierkeller & Co. eigentlich wieder?
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Bald sollen auch Bierkeller & Co. nach der Corona-Pause in Bayern wieder öffnen. Symbolfoto: Vanessa Schneider
  • Ausgangsbeschränkungen in Bayern ab 6.Mai aufgehoben, Kontaktbeschränkungen gelten weiter
  • Bierkeller, Restaurants und Hotels  dürfen schrittweise wieder öffnen
  • strengere Auflagen für Innengastronomie

In Bayern werden die Corona-Maßnahmen in den kommenden Wochen gelockert.  Auch die Gastronomie und Tourismus werden stufenweise wieder hochgefahren. Die neuesten Entwicklungen zum Thema im kompakten Überblick bei inFranken.de.

Update vom 05.05.2020, 15.50  Uhr: Lockerungen für Bierkeller, Gaststätten und Hotels

Nach wochenlangem Stillstand darf ab 18. Mai auch die Gastronomie in Bayern wieder hochfahren. Das gab Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz am Dienstag (05.05.2020) bekannt. Ab dem 18. Mai dürfen zunächst nur Bierkeller, Biergärten und die Außenbereiche von Lokalen geöffnet werden. Dort sei die Ansteckungsgefahr laut Söder am geringsten.

In der darauffolgenden Woche ab dem 25.Mai dürfen auch die Innenbereiche der Gaststätten in Betrieb genommen werden. Hier gelten allerdings strenge Auflagen: die Zahl der Gäste wird beschränkt und zum Betreten oder auch für den Weg zur Toilette sollen Masken getragen werden. Sowohl in den Innenbereichen, als auch in Biergärten und Bierkellern, muss der weiterhin geltende Mindestabstand eingehalten werden.  Die neuen Hygienevorschriften sollen streng kontrolliert werden.

Ab dem 30. Mai dürfen Hotels in Bayern ebenfalls wieder öffnen, Wellnessbereiche müssen jedoch bis auf Weiteres geschlossen bleiben. 

Update vom 04.05.2020, 14.00 Uhr: Wann öffnen die Bierkeller und Biergärten wieder?

In Zeiten der Corona-Krise treffen die derzeitigen Maßnahmen der Staatsregierung insbesondere die Gastronomie. Zahlreiche Unternehmen in der Branche schicken ihre Beschäftigten bereits in Kurzarbeit.

Der "Hotel- und Gaststättenverband" fordert, dass ein "stufenweises 'Wiederhochfahren' beschlossen werden" müsse. Angela Inselkammer, Präsidentin des Verbandes, schlägt im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch (6. Mai 2020) Alarm: "Die schockierenden Arbeitsmarktzahlen belegen die dramatische Situation unserer Branche."

Nachdem in Österreich die gastronomische Branche wieder hochgefahren und in Bayern bereits diskutiert wird, wann und wie Hotels, Restaurants sowie Bierkeller öffnen sollen, seien einheitliche Standards nötig: "Betriebe sollen öffnen dürfen, wenn und soweit sie die definierten Standards einhalten können, unabhängig von willkürlich gewählten Abgrenzungen wie Betriebsgrößen oder Öffnungszeiten", so Inselkammer. Neben den Wiederöffnungsterminen sollen am Mittwoch auch mögliche Hilfsfonds für die Gastronomie diskutiert werden.

In Niedersachsen öffnet die Branchen bereits am kommenden Montag (11. Mai 2020) die Türen. Diese Maßnahme kritisiert die Gewerkschaft "Nahrung-Genuss-Gaststätten". "Der Schutz von Beschäftigten und Gästen muss bei der Öffnung des Gastgewerbes höchste Priorität haben. Dazu gehört auch, dass die Hygiene- und Schutzmaßnahmen schon vor der Wiedereröffnung von den Behörden kontrolliert werden", prangert Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der "NGG", an.

"Nur so kann bei den Gästen Vertrauen geschaffen werden" - Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der "NGG"

Wenn Gäste befürchten müssten, sich bei einem Restaurant- oder Bierkellerbesuch mit dem Coronavirus anzustecken, würden sie nicht kommen, so der Gewerkschaftler. 

Erstmeldung vom 02.05.2020, 07.30 Uhr: Aiwanger will Biergärten im Mai öffnen

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will Wirtschaften, Bierkeller sowie -gärten und Außenbereiche der Gastronomie in der Corona-Krise so bald wie möglich wieder öffnen. Schon Mitte Mai soll es so weit sein, wenn es nach ihm geht. Das sagte Aiwanger gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Unter Einhaltung gewisser Auflagen und Regeln sei dies möglich, so der stellvertretende Ministerpräsident und Chef der Freien Wähler: Gastronomie sei systemrelevant.

Gastronomie in Bayern: CSU reagiert genervt auf Aiwangers Vorstoß

Laut Aiwanger müssten die Tische lediglich weit genug auseinander stehen und die Bedienung müsse eine Maske tragen. Die Gäste sollten sich nach Möglichkeit aus dem Weg gehen.

"Dann ist das für mich verantwortbar, darstellbar und dann kann man öffnen." Markus Söder zeigte sich irritiert vom Vorpreschen seines Stellvertreters. Aiwanger stehe als Wirtschaftsminister und Parteivorsitzender natürlich unter Druck, auch von Verbänden, die ihm nahestünden.

Aiwanger agiere "tollpatschig"

Noch deutlicher wurde die Opposition: Der Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, Ludwig Hartmann, nannte Aiwangers Agieren "tollpatschig", der Wirtschaftsminister verhalte sich nicht wie ein Mitglied der Regierung, sondern "wie einer, der im Orchester mitspielen möchte und zeitgleich die Konzertkritik schreiben möchte. Das funktioniert einfach nicht. Ich glaube, er muss da seine Rolle finden."

Auch Aiwangers Forderung nach einer "Ersatzwiesn" stieß bei CSU und Opposition auf Unverständnis und erntete viel Kritik. Der Wirtschaftsminister müsse offenbar „seine Rolle noch finden“.

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tu/ry