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Klimawandel

"Franken beginnt zu verdursten": Söder mit eindringlicher Warnung

Bayerns Ministerpräsident Söder warnt: "Franken beginnt zu verdursten." Damit spricht der CSU-Chef ein globales Problem an.
 
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Landeshauptstadt München. Archivfoto: Sven Hoppe/dpa

Die vergangenen Wochen und Monate waren vor allem von einer Thematik geprägt: Corona. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder trat regelmäßig vor die Öffentlichkeit, um neue Maßnahmen der Krise zu verkünden. Aufgrund seiner Pandemie-Strategie für Bayern wurde Söder unter anderem als Kanzlerkandidat Nummer Eins gehyped. 

Dass der Bayerische Ministerpräsident nicht nur Corona-Thema auf der Agenda sieht, zeigte er am Mittwoch (16. September 2020), indem er den Klimawandel im Landtag ansprach. Söders Fokus lag dabei auf der Wasserversorgung des Freistaates. "Wasser wird für Bayern eine echte Herausforderung", sagte er. Die Versorgung werde zum existenziellen Problem, so Söder weiter. 

Söder warnt: "Der Klimawandel sorgt für große Herausforderungen in Bayern"

Eine Expertenkommission solle sich dem Thema annehmen, wie er ankündigte. Der Klimawandel stelle Bayern vor "große Herausforderungen", betonte Söder. Im Süden gebe es zu viel Wasser, im Norden zu wenig. "Franken beginnt zu verdursten", erklärte der gebürtige Nürnberger.

Söder Lösungsansatz: "Wir brauchen mehr Nachhaltigkeit: schonender Umgang mit unserem Grundwasser, ein Wassernetz für Bayern und Wasserspeicher vor Ort." Eine Art "Aquäduktsystem", schwebe ihm vor. 

Zum Hintergrund: Die öffentliche Wasserversorgung ist prinzipiell Aufgabe der Kommunen "im eigenen Wirkungskreis". Die "Pflichtaufgabe" wird in Paragraf 50 des Wasserhaushaltsgesetzes definiert.