In Bayern überschreiten immer mehr Landkreise die 1000er-Marke der Sieben-Tage-Inzidenz. Auch eine fränkische Region hat den Grenzwert bereits geknackt, ein weiterer Landkreis steht kurz davor.

Für Freitagmorgen (21. Januar 2022) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) eine bayernweite Inzidenz von 755,0 und 25.014 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Seit dem Vortag gibt es zudem 30 neue Todesfälle in Bayern, die im Zusammenhang mit einer Infektion registriert wurden.

Inzidenz in Bayern: München erreicht erstmals vierstelligen Wert

Zum ersten Mal in der Pandemie erreicht München eine Inzidenz von über 1000: Am Freitagmorgen lag der Wert der bayerischen Landeshauptstadt bei 1153. Am Vortag betrug die Inzidenz laut RKI noch 986,4. Auch weitere bayerische Landkreise liegen über dem Grenzwert: Die derzeit höchste Inzidenz in Bayern verzeichnet Dachau mit 1288,1, direkt dahinter liegt Ebersberg mit 1178,4. Die Ingolstädter Inzidenz liegt seit Freitag ebenfalls im vierstelligen Bereich und beträgt nun 1023.

Doch auch ein unterfränkischer Landkreis zählt zu den Corona-Hotspots: In Schweinfurt beträgt die Inzidenz nun 1005, 3, während sie am Vortag noch bei 845,9 lag und somit stark angestiegen ist. Würzburg folgt knapp dahinter mit 992,5 und steuert damit ebenfalls auf den Schwellenwert zu. Die bayernweit niedrigsten Inzidenzen haben aktuell Coburg und Kronach.

Trotz der Überschreitung des Grenzwertes werden die geltenden Corona-Maßnahmen in den betroffenen Regionen nicht verschärft. Die Hotspot-Regelung besagte, dass Landkreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 einen Lockdown verhängen müssen. Diese Reglung gilt derzeit aber nicht mehr.

Deutschlands Inzidenz knackt erstmals 700er-Marke

Die vom RKI gemeldete bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an, am Vortag hatte der Wert noch bei 638,8 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 140.160 Corona-Neuinfektionen.

Das RKI erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. "Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt", schreibt das RKI im Corona-Wochenbericht vom Donnerstagabend (20. Januar 2022). Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es hieß.

Meldedaten bleiben laut Bericht "für das Management und Entscheidungen über Maßnahmen vor Ort während der Omikron-Welle weiter von hoher Bedeutung". Sie seien aber nicht allein zu betrachten, sondern zusammen mit Erkenntnissen aus weiteren Überwachungssystemen zu akuten Atemwegserkrankungen. Die Krankheitsschwere werde somit bedeutsamer für die Lage-Einschätzung.

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Daher werden im Bericht nun zusätzlich mehrere Inzidenz-Schätzungen zu Covid-19-Patientinnen und Patienten mit Krankheitssymptomen unterschiedlicher Schwere ausgewiesen. Beispielsweise wurde für die zweite Woche 2022 geschätzt, "dass in etwa 0,4 bis 1,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre und 0,5 bis 1,1 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren an Covid-19 mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung erkrankte". Auch Inzidenzen von Arztbesuchen und Krankenhausbehandlungen vor dem Hintergrund von Covid-19 werden entsprechend geschätzt. Diese Angaben speisen sich aus verschiedenen Quellen, etwa auf Angaben aus der Bevölkerung zu Arztbesuchen.

mit dpa

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