Der Sprengmeister hat rund 30 Minuten für die Entschärfung benötigt. Um 12.20 wurde er beauftragt, mit der Entschärfung zu beginnen. Ein Kranwagen hebt die Bombe aus dem Krater. Danach soll sie nach Feucht in die ehemalige Muna gebracht werden. Die Straßensperrungen sind nun aufgehoben, die U-Bahnlinien U2, U21 und U3 haben den Betrieb wieder aufgenommen.

Ab 9 Uhr wurde die Umgebung an der Ausfallstraße Bayreuther Straße evakuiert. Rund 1600 Anwohner in einem Umkreis von bis zu 300 Metern mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Einsatzkräfte haben insgesamt 155 Personen aus ihren Wohnungen geholt. Sechs Wohnungstüren mussten dabei von den Trupps geöffnet werden. In der Betreuungsstelle sind 40 Personen. 29 Personen von ihnen wurden mit einem VAG-Bus dorthin gebracht. Eine Person musste liegend dorthin transportiert werden.

Das Gebiet der Evakuierung reicht vom östlichen Teil der Pirckheimerstraße und der Martin-Richter-Straße im Norden über die westlichen Enden der Ludwig-Feuerbach-Straße und der Feldgasse im Osten bis zur Stuckstraße im Süden und der Veillodter- und Hoppertstraße im Westen.

Sperrung von Gasleitungen


Die N-Ergie sperrte zur Sicherheit die Gasversorgung in folgenden Anwesen: Bayreuther Straße 25, 27, 27a, 29, 29a, 31 Pirckheimerstraße 126, 128, 130, 132, 134 Wurzelbauerstraße 2, 12 Veillodterstraße 29, 33. Die Gaszufuhr steht erst wieder zur Verfügung, nachdem die N-Ergie nach der Entschärfung jede Leitung auf eventuelle Lecks untersucht hat.

Es kann daher sein, dass die Gasleitungen erst im Lauf des heutigen Nachmittags, vielleicht auch erst am morgigen Freitag, 14. September 2012, offen sind. Das Service-Telefon der N-Ergie ist unter der Rufnummer 09 11 / 26 39 84 erreichbar. Außerdem gibt es Auskünfte unter der Rufnummer 01 80 / 2 71 36 00 (6 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Mobilfunk maximal 42 Cent pro Minute).

Öffentlicher Nahverkehr


Wegen der Entschärfung der Fliegerbombe an der Bayreuther/Ecke Veillodterstraße verkehrten die U-Bahnen seit 9 Uhr mit folgender Einschränkung:

U2 und U21 hielten ab dem Beginn der Evakuierung um 9 Uhr nicht mehr an der Station Rennweg. Damit soll verhindert werden, dass es während der Evakuierung zu zusätzlichem Fußgängerverkehr rund um das Evakuierungsgebiet kommt.

Für die relativ kurze Zeitspanne der tatsächlichen Entschärfung, die gegen 12 Uhr vorgesehen war, konnten die U2 und U21 und die U3 auch das Evakuierungsgebiet nicht mehr unterfahren. Die U-Bahnen verkehrten nicht mehr ab 11.45 Uhr. In dieser Zeit pendelten U2/U21 im Norden zwischen den Haltestellen Flughafen und Schoppershof. Im südlichen Abschnitt verkehrten U2 und U21 bis zum Rathenauplatz und kehrten von dort wieder zurück Richtung Langwasser.

Die U3 wurde geteilt. Sie pendelt zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Maxfeld sowie zwischen Rothenburger Straße und Gustav-Adolf-Straße.Es wird in dieser Zeit kein Ersatzverkehr eingerichtet. Sobald die Bombe entschärft ist, können die U-Bahnen wieder normal verkehren. Stadt Nürnberg und Verkehrs AG bitten um Verständnis.

Nicht vergleichbar mit München


Die Stadt Nürnberg hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das bis 15 Uhr geschaltet bleibt. Für Betroffene wurde ein Bürgertelefon geschaltet (Rufnummer 643 75-8 88). Als Aufenthaltsort stehen Räumlichkeiten in der Berufsschule 12, Sulzbacher Straße 40, zur Verfügung. Wer nicht mobil ist, wird von Rettungskräften begleitet.

Der Blindgänger wurde am Mittwoch gegen 14.00 Uhr bei einer Überprüfung durch ein Sprengkommando gefunden. Die Bombe habe einen Aufschlagzünder, betonte der Sprecher. Sie sei daher nicht vergleichbar mit der, die Ende August in München bei der kontrollierten Sprengung erhebliche Schäden an Gebäuden verursachte. Dort war ein chemischer Zeitzünder eingebaut, der sich nicht mehr entfernen ließ.

Eine Karte des Evakuierungsbereichs finden Sie auf www.nuernberg.de