München
Fairness

Faire Kleidung: Der Grüne Knopf kommt im Sommer

Im Sommer soll ein neues Label eingeführt werden: der "Grüne Knopf". Gekennzeichnet sind damit Kleidungsstücke, die sozial- und umweltverträglich hergestellt wurden.
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Ob der Vorstoß des Bundesentwicklungsministers den Nähern und Näherinnen etwas bringt, ist unklar. Symbolbild: Michael Reynolds/dpa
Ob der Vorstoß des Bundesentwicklungsministers den Nähern und Näherinnen etwas bringt, ist unklar. Symbolbild: Michael Reynolds/dpa

Verbraucher sollen fair produzierte Kleidung ab dem kommenden Sommer am "Grünen Knopf" erkennen können. Das vermeldet der evangelische Pressedienst (epd). Dann soll das von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) angekündigte staatliche Gütesiegel eingeführt werden.

Minister stellt im Sommer zehn deutsche Firmen vor, die sich beteiligen

Im Juli will der Minister zehn deutsche Firmen vorstellen, die bei der Aktion mitmachen und als erste mit dem Nachhaltigkeitssiegel an den Markt gehen, wie er am Samstag im Bayerischen Rundfunk (BR) sagte.

Schon in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Entwicklungsminister ein staatliches Gütesiegel für fair produzierte Kleidung angekündigt. Der "Grüne Knopf" soll als Produktionssiegel gewährleisten, dass Kleidung sozial- und umweltverträglich hergestellt wurde.

Der Entwicklungsminister kündigte im BR darüber hinaus an, im kommenden Halbjahr ein Aktionsbündnis gegen Kinderarbeit, Menschenhandel und Zwangsarbeit ins Leben zu rufen. Ausbeuterische Kinderarbeit zur Herstellung oder Gewinnung von Ressourcen müsse ausgeschlossen werden, sagte Müller. Das sei durch internationale Vereinbarungen längst beschlossen, es werde aber nicht vollständig umgesetzt und kontrolliert.

Vorhaben wird kritisch gesehen

Deutsche Hersteller hatten den geplanten "Grünen Knopf" in der Vergangenheit kritisiert. Ein neues nationales Siegel ändere so gut wie nichts an den Bedingungen in den Entwicklungsländern, hieß es vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Das entwicklungspolitische Südwind-Institut in Bonn wandte ein, dass ein "Grüner Knopf", der anfangs nur Teile der textilen Kette umfassen und auf privaten Standards beruhen würde, nicht ausreichend sei

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