Was verdient eigentlich ein Erzieher?
Zu Beginn seiner Tätigkeit (Berufseinsteiger) bekommt er laut TVöD-SuE ein monatliches Gehalt von 2367 Euro brutto. Nach einem Jahr erreicht er in der Entgelttabelle die Stufe 2, diese umfasst 2590 Euro. Insgesamt gibt es sechs Stufen (nach der Anzahl der Arbeitsjahre). Der Verdienst auf der sechsten Stufe beträgt 3290 Euro. Die Gehaltsstufe erreicht er nach 16 Jahren.

Um was geht es den Erziehern vor allem?
Sie wollen anders eingruppiert werden. Der TVöD weist die Berufe einzelnen Entgeltgruppen zu. Sozial- und Erziehungsberufe sind in Gruppen von S 2 bis S 18 eingeteilt. Den Erziehern ist die Entgeltgruppe S 6 zugewiesen. Sie wollen aber künftig nach der Gruppe S 8 bezahlt werden.
Das Einstiegsgehalt beträgt hier 2478 Euro.

Was regt die Erzieher sonst noch auf?
Wer eine neue Stelle antritt, was bei den in der Regel befristeten Verträgen keine Seltenheit ist, muss mit Lohneinbußen rechnen. Krasses Beispiel: Übernimmt ein Erzieher eine leitende Tätigkeit, wird er zwar höher eingruppiert. Gleichzeitig gilt (mangels Erfahrung in dieser Position) für ihn aber auch nur die Stufe 1 dieser Entgeltgruppe. Er verdient am Ende weniger als vorher!

Geht es Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen besser?
Nein. Die dort geltenden AVR-Gehaltstabellen orientieren sich am TVöD. Und Mitarbeitern ist sogar das Streiken untersagt.