Das geht aus Ermittlungsunterlagen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg hervor, die der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg vorliegen. Dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammten, schlossen die Ermittler den Unterlagen zufolge weitgehend aus.
In einer "Fallanalyse" eines baden-württembergischen LKA-Beamten von Ende Januar 2007 für die Nürnberger Soko "Bosporus" heißt es: "Alle neun Opfer hatten Kontakte zu einer Gruppierung, die ihren Lebensunterhalt mit kriminellen Aktivitäten bestreitet und innerhalb derer zudem ein rigider Ehrenkodex bzw. ein rigides inneres Gesetz besteht." Möglicherweise seien die Opfer getötet worden, weil sie den "Ehrenkodex" verletzt hätten oder sich aus laufenden Geschäften hätten zurückziehen wollen. Inzwischen machen die Sicherheitsbehörden die rechtsextreme Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) für die Morde verantwortlich. dpa