Mit der Rückkehr zum Wechselunterricht wird aus Sicht des Landesschülersprechers in Bayern die Gesundheit von Schülern und Lehrern riskiert. «Die Politik spielt hier mit dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Umfeld», kritisierte Moritz Meusel im Gespräch mit dem «Fränkischen Tag» (Freitag). «Das geht zu weit. Wir sind doch keine Versuchskaninchen.»

Die Schulen für Absolventen wieder zu öffnen sei «voreiliger Aktionismus» gewesen, sagte Meusel. Die meisten Schulen könnten den Unterricht nicht für die Daheimgebliebenen live übertragen. «Unter den gegenwärtigen Bedingungen kommen die im Unterricht gut mit, die vor Ort in der Schule sind. Die Schüler daheim haben das Nachsehen.»

Wie geht es weiter in den Schulen?

Ein guter Distanzunterricht sei bei den Infektionszahlen «die einzige vernünftige Reaktion», betonte Meusel. Auch Erwachsene sollten nicht mehr täglich ins Büro fahren. «Wenn Schüler zu Hause lernen, dann sollte man von Erwachsenen verlangen können, im Homeoffice zu arbeiten.»

Seit vergangenem Montag befinden sich Abschlussklassen in Bayern wieder im Wechselunterricht. Alle anderen Schüler lernen weiter von zu Hause aus. Wie es für Schulen und Kitas ab dem 15. Februar weitergeht, soll laut Kultusministerium erst wenige Tage vorher entschieden werden.

Wegen hoher Infektionszahlen gilt in einigen Regionen aber auch für Abschlussklassen weiter Distanzunterricht - beispielsweise in Stadt und Landkreis Hof, in Bayreuth und im Landkreis Lichtenfels.