Potsdam
Erinnerung

Die Asche einer verstorbenen Person in einen Diamanten pressen lassen: Vorstoß gestoppt

Der Wunsch in Deutschland besteht, die Asche der Verstorbenen in ein Kreuz oder einen Diamanten pressen zu lassen. Doch der Vorstoß im Landtag in Brandenburg nun erneut gestoppt.
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In einem Regal eines Bestatters steht eine Urne. Nach Vorschlägen für ein neues Bestattungsgesetz in Brandenburg könnten künftig Diamanten aus Teilen der Totenasche hergestellt werden.  Foto: Sophia Kembowski/dpa
In einem Regal eines Bestatters steht eine Urne. Nach Vorschlägen für ein neues Bestattungsgesetz in Brandenburg könnten künftig Diamanten aus Teilen der Totenasche hergestellt werden. Foto: Sophia Kembowski/dpa
In ganz Deutschland bleibt es Angehörigen verboten, aus der Asche von Toten einen Diamanten zur Erinnerung pressen zu lassen. Ein Vorstoß in Brandenburg, so etwas zu erlauben, wurde am Mittwoch gestoppt. Der Landtag in Potsdam lehnte mit knapper Mehrheit einen Gesetzentwurf der Landesregierung ab. Bei einer Zustimmung wäre Brandenburg das erste deutsche Bundesland gewesen, in dem möglich gewesen wäre, einen Teil der Asche zu Schmuck zu verarbeiten.


Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte den Vorstoß damit begründet, dass sich Angehörige zunehmend solche Erinnerungen an die Verstorbenen wünschten. Da dies bislang verboten sei, müssten die Angehörigen Umwege in Kauf nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Das Pressen von Diamanten sei die Ausnahme, betonte Schröter während der Debatte: "Es geht eher um Asche in einem Kreuz an einer Halskette."

Dagegen erklärten Abgeordnete mehrerer Fraktionen, im Hinblick auf Respekt und Würde dürften aus toten Menschen keine Dinge gemacht werden. Die Abstimmung war von den Fraktionen freigegeben worden, weil es sich um eine Gewissensentscheidung handele. Für das weitere Verbot der Entnahme von Totenasche stimmten 40 Abgeordnete, 31 stimmten dagegen. 6 Abgeordnete enthielten sich.

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