Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat beim letzten EM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn Farbe bekannt. Der CSU-Politiker trug auf der Tribüne der Münchner EM-Arena am Mittwochabend eine Corona-Schutzmaske in Regenbogenfarben. "Klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung und für Freiheit und Toleranz. Auch an der Staatskanzlei wird heute Abend eine Regenbogenfahne gehisst", schrieb er dazu bei Twitter.

Zuvor hatte er sich bereits enttäuscht gezeigt über das UEFA-Verbot einer Regenbogen-Stadionbeleuchtung. "Schade, dass die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben leuchten darf. Das wäre ein sehr gutes Zeichen für Toleranz und Freiheit gewesen", schrieb Söder am Dienstag bei Twitter. "Wir müssen uns stark machen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung."

Regenbogen: UEFA lehnt Münchner Antrag ab

Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte zuvor einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, die Arena in Regenbogenfarben zu erleuchten. Damit sollte gegen ein Gesetz protestiert werden, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und vor kurzem vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.