Auch beim letzten Bayerischen Impfgipfel am Dienstag (30.03.21) verkündete Söder, dass "Impfen, impfen, impfen" das Gebot der Stunde sei. Allerdings bleiben die Probleme mit der Impfstoff-Logistik und vor allem die Furcht vor möglichen Nebenwirkungen. Auch das Chaos rund um den Corona-Impfstoff Astrazeneca sei schwierig. "Toll ist die ganze Entwicklung [mit Astrazeneca] nicht", gestand Söder in der Presseerklärung nach dem Impfgipfel.

Gegen über dem BR sagte er: "Wenn es wissenschaftliche Empfehlungen gibt, die sagen, für bestimmte Altersgruppen kann etwas nach den neuesten Erfahrungen nicht verimpft werden, dann gilt das natürlich zu beachten. Da darf es kein Risiko geben."  Seiner Ansicht nach sei es wichtig, das Astrazeneca-Vakzin über die Hausärzte zu verimpfen, "denn die haben die beste Einschätzung beim Patienten, ob es gefährlich sein könnte oder nicht."

Söder äußert sich zu Astrazeneca-Beben

Am Dienstagabend (30.03.21) beschlossen die Gesundheitsminister zusammen mit Angela Merkel in einer Sondersitzung, dass der Impfstoff Astrazeneca nur noch an Personen ab 60 Jahren verimpft werden soll.

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Grund dafür war das vermehrte Aufkommen von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin. Auch Karl Lauterbach hat seine Meinung bezüglich des Impfstoffes mittlerweile geändert und unterstützt die neue Empfehlung der STIKO.

"Besonders toll ist die ganze Sache nicht", sagte Söder zu der Entwicklung um Astrazeneca in der Sendung Rundschau des Bayerischen Rundfunks. Dennoch bleibe auch dies ein Impfstoff für große Teile der Bevölkerung. 

Söder für mehr Flexibilität bei Astrazeneca: Wer will, soll geimpft werden

Söder hatte bereits vor Bekanntwerden des teilweisen Impfstopps erklärt: "Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will und wer es sich traut, der soll auch die Möglichkeit haben", sagte der CSU-Chef.

Astrazeneca funktioniere nicht so, wie die meisten gehofft hätten", sagte Söder. "Bei Astrazeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten. Und das spürt man auch ehrlicherweise in der Wahrnehmung draußen", betonte er.

Trotz der Turbulenzen soll das Impftempo in Bayern erhöht werden, mit deutlich höherer Flexibilität bei der Handhabung der Priorisierungen. Bereits jetzt werde erfolgreich entlang der tschechischen Grenze in sogenannten Ring- und Riegelimpfungen ein Ausbreiten der Pandemie bekämpft - in Teilen außerhalb der vom Bund vorgegebenen Impfreihenfolge.

Ab April in zehn Modellregionen Betriebsimpfungen - darunter Adidas und Puma

Ab April sollen in rund zehn Modellprojekten Reihenimpfungen in Betrieben hinzukommen, sagte Söder. Verschiedene Betriebe, darunter die Sportartikelhersteller Adidas und Puma, hatten angeboten, ihre Beschäftigten durch die Betriebsärzte selbst zu impfen. Auch hier würde die Impfreihenfolge außer Kraft gesetzt werden müssen. "Da geht es dann nicht nach Alter, sondern der gesamte Betrieb wird durchgeimpft." Nach den Betriebsärzten sollen Impfstraßen in Kliniken eingerichtet werden, um eine maximale Verbreitung zu erreichen.

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Bis Anfang Mai sollen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Derzeit würden täglich rund 40.000 Impfdosen im Freistaat verabreicht. Gleichzeitig müsse aber das Infektionsgeschehen niedrig gehalten werden, um die Wirkung des Impfens auf die Pandemie nicht zu verwässern.

Neben den Impfzentren, wo bis zu 70.000 Impfungen täglich möglich seien, würden von Mittwoch an auch die niedergelassenen Ärzte mitimpfen, sagte Söder am Dienstag in München. Begonnen werde zunächst mit 1635 Praxen und 33.000 Dosen. Nach Ostern sollen alle 8000 Hausarztpraxen einsteigen. 

Bisher seien rund 70 Prozent der über 80-Jährigen in Bayern geimpft. 80 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen hätten bereits Erst- und Zweitimpfung verabreicht bekommen. Auch über 60 Prozent des Personals in den Heimen sei geimpft, sagte Söder. "Die Alten- und Pflegeheime sind nicht komplett aber weitgehend immunisiert", sagte Söder.

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