Ist endlich eine Entspannung der bayerischen Corona-Lage in Sicht? Die Covid-Zahlen im Freistaat sinken zumindest auf mehreren Ebenen. Nachdem die 7-Tage-Inzidenzen seit rund zwei Wochen eine deutliche Abwärtstendenz zeigen, macht sich dies inzwischen auch auf den Normal- und Intensivstationen bemerkbar, wie aus am Freitag (5. August 2022) veröffentlichten Zahlen hervorgeht. So meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Inzidenz von 484. Vor zwei Wochen war sie mit 958,3 noch fast doppelt so hoch.

Bei den Inzidenzzahlen gehen Experten allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Corona-Lage in Bayern: So sieht es an den Kliniken aus

Auch mehrere Indikatoren für die Situation in Krankenhäusern weisen derzeit deutlich nach unten: So sind die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeldete Hospitalisierungen im Zusammenhang mit Corona binnen sieben Tagen auf 1056 gesunken. Vor zwei Wochen hatte der Wert, der auch Normalstationen mit einschließt, noch knapp unter 1500 gelegen. Das war höher als auf dem Höhepunkt der Delta-Welle, die die Intensivstationen überlastet hatte.

Auch die Zahl der Corona-Patienten auf bayerischen Intensivstationen sinkt inzwischen wieder. Das bundesweite Intensivregister meldete am Freitagmorgen einen Wert von 216. Ende Juli hatte der Wert noch vorübergehend bei mehr als 280 gelegen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der aktuell selbst mit dem Coronavirus infiziert ist, warnt aber weiterhin vor allem vor der hochansteckenden Omikron-Variante.

Von Entspannung kann auf den Intensivstationen jedoch nicht gesprochen werden - hier dürfte sich allerdings auch der Personalmangel bemerkbar machen. Stand Donnerstag meldeten 71 bayerische Intensivstationen eingeschränkten Betrieb, in 51 war er teilweise eingeschränkt.

Bestseller: Corona-Selbsttests bei Amazon ansehen

Regulären Betrieb meldeten 53 Intensivstationen. Noch Ende Juli hatten die Zahlen allerdings ein gutes Stück schlechter ausgesehen: Damals meldeten 87 Intensivstationen eingeschränkten Betrieb.

Zudem gibt es inzwischen in Bayern nur noch eine einzige kreisfreie Stadt mit einer Inzidenz über 1000. Doch auch in Kaufbeuren sind die Werte zuletzt deutlich gesunken und liegen mit 1088 nur noch relativ knapp über dieser Grenze.

Mehr zum Thema: 3-Stufen-Plan und Comeback der Maskenpflicht - Diese Corona-Regeln sollen ab Oktober gelten

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.