Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark an. Mit 1159 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag sie am frühen Donnerstagmorgen (27. Januar 2022) um 91 über dem Wert des Vortages, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Treiber des Anstiegs waren 34.193 weitere gemeldete Infektionen seit Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg um 29 auf 20391.

Deutschlandweit gab es am Donnerstag erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Erstmals seit Beginn der Pandemie stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 1000. 

Nur noch zwei Landkreise in Bayern mit Inzidenz von unter 500 - beide liegen in Franken

Die höchste Inzidenz in Bayern gibt es derzeit mit 2112 in Dachau. Es ist der erste Landkreis, der die Marke von 2000 überspringt. Dahinter folgen die Städte Rosenheim mit 1835,2 und München mit 1830,1. Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Landkreisen Coburg mit 429,7 und Hof mit 489,8. Es sind auch die einzigen Landkreise in Bayern, in denen die Inzidenz noch unter 500 liegt. Die höchste Inzidenz Frankens weist der Landkreis Fürth mit einem Wert von 1503,9 auf. 

Auch in den Krankenhäusern kommt die neue Corona-Welle inzwischen an. Mit Stand Mittwoch hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 549 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen gemeldet, das sind 43 Prozent mehr als vor einer Woche. Die Zahl der belegten Intensivbetten stagniert seit einigen Tagen, nachdem sie seit Anfang Dezember gefallen war.

Mit laut bundesweitem Intensivregister 334 Betten (Stand Donnerstag 07.05 Uhr) ist sie aber nicht einmal bei einem Drittel des Höchststandes in der Delta-Welle. Typischerweise gibt es allerdings eine Zeitverschiebung zwischen dem Verlauf der Inzidenzen und dem der Krankenhaus- und Intensiveinweisungen.

red/dpa