Testpflicht, Maskenpflicht, Abstände halten - diese Grundregeln begleiten viele Freibäder in den Sommer 2021. Doch wie stellt sich die Situation vor Ort genau dar? Und welche Voraussetzungen müssen herrschen, damit Freibäder überhaupt öffnen? Am 7.Juni sind im Freistaat noch weitreichendere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Was bedeutet das für die bayerischen Freibäder?

Freibad in Bayern: Diese Regeln gelten bei einer Inzidenz unter 50

Bei einer stabilen 7-Tage- Inzidenz unter 50 ist ein Freibadbesuch in Bayern jetzt auch wieder ohne negativen Testnachweis möglich.

Diese Regeln gelten im Detail:

  • Besucher müssen kein negatives Testergebnis mehr vorlegen
  • Freibäder müssen nicht zwingend Terminbuchungen im Voraus anbieten (viele Freibäder behalten die Terminbuchung aber bei)
  • Mindestabstand gilt weiterhin: Pro 10 Quadratmeter dürfen Freibadbetreiber einen Besucher einlassen
  • Maskenpflicht gilt laut 13 Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) überall dort, wo kein Mindestabstand eingehalten werden kann
  • Freibadbetreiber müssen eigene Hygiene- und Schutzkonzepte zwingend einhalten 

Freibad-Öffnungen bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100: 

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 50 dürfen die bayerischen Freibäder ebenfalls geöffnet bleiben. Aber es gelten im Freistaat strengere Regelungen beim Freibadbesuch:

  • Besucher müssen einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen (Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein)
  • Genesene und vollständig Geimpfte sind (ab dem 15. Tag nach der Zweitimpfung) von der Testpflicht ausgenommen. Aber: Es muss ein Nachweis beim Einlass vorgelegt werden
  • Ansonsten gilt: Auch bei einer Inzidenz über 50 müssen sich Freibäder an ihre eigenen Hygiene- und Schutzkonzepte halten 

Inzidenz über 100: Freibäder bleiben geschlossen

Seit 7. Juni gilt: Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 greift die Bundesnotbremse auch in Bayern eins zu eins, es gibt keine bayerischen Sonderregelungen. Das betrifft auch die Bäder im Freistaat. Liegt die 7-Tage-Inzidenz an drei Tagen nacheinander über 100, dann tritt am übernächsten Tag die Notbremse in Kraft. Das heißt: Freibäder bleiben geschlossen. 

Für den Freistaat gibt es im Fall der Freibad-Öffnungen keine gesonderten Regeln. Jedes Bad muss deshalb eigene Hygiene- und Schutzkonzepte erstellen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Darüber hinaus hat die  "Deutsche Gesellschaft für das Badewesen" einige Regeln bekannt gegeben, die für alle deutschen Freibäder gelten sollen. Demnach sind folgende Maßnahmen vorgesehen

  • Warteschlangen: Für längeres Anstehen soll es Abstandsmarkierungen geben, sodass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Lediglich eine Person darf an der Kasse stehen. Das gilt nicht nur für den Eingang, sondern auch für den gastronomischen Bereich, wo beispielsweise Pommes verkauft werden. 
  • Anzahl der Besucher: Die Besuchermenge soll überwacht werden. Die Anzahl an Badegästen, die gleichzeitig im Freibad sein dürfen, soll durch das Personal begrenzt werden. Bademeister sollen die Badenden zählen und gegebenenfalls das Becken sperren. Hier gilt: 75 Prozent des Beckens kann genutzt werden. Im Schwimmer-Bereich dürfen demnach bis zu 52 Personen gleichzeitig im Wasser sein. In einem Nichtschwimmerbecken betrifft dies maximal 44 Personen. 
  • Hygiene: Flächen und Gerätschaften sollen "sehr häufig" durch das Personal gereinigt und desinfiziert werden. Dazu zählen unter anderem Handgriffe und Türklinken. Dennoch gilt unter den Badenden natürlich eine gewisse Vorsicht, davor Dinge wahllos anzufassen. 
  • Husten und Niesen: Die Badegäste werden dazu angehalten in die Armbeuge zu niesen und husten. 
  • Duschen: Bevor Gäste das Bad betreten können, sollen sie sich gründlich mit Seife beziehungsweise Duschgel abwaschen oder abduschen. 
  • Umkleiden: Sammel-Umkleiden bleiben geschlossen. Einzel-Umkleiden können hingegen genutzt werden.

Mehrere Freibäder in Franken haben seit Pfingsten bereits ihre Tore geöffnet. Hier können Sie in Franken bereits ins Freibad gehen.

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