• Neue Corona-Regeln in Bayern gelten seit 01.07.2021
  • Was gilt bei Inzidenz unter 50 und was bei einer Inzidenz über 50?
  • Inzidenzwert von 25 entscheidend für Regelungen an Schulen
  • Alle Regelungen und Maßnahmen im Überblick

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben sich die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus und damit auch die Regeln für die Bürger häufig verändert. Deutschlandweit einheitlich sind die Regelungen nicht, was es für die Menschen nicht gerade leichter macht. Auch die Corona-Regeln in Bayern haben sich immer wieder geändert. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten, auch wenn Städte und Landratsämter Änderungen der Regeln vor Ort jeweils umgehend bekannt geben und auch regionale Medien darüber informieren. Und auch wenn man die aktuelle Inzidenz in seiner Region kennt, heißt das nicht automatisch auch, dass einem alle dazu passenden Regeln klar sind. Deshalb zeigen wir Ihnen hier kurz und knapp, welche Corona-Regeln bei welcher Inzidenz gelten. 

Corona-Regeln in Bayern: Das gilt seit dem 1. Juli

Seit dem 01.07.2021 gelten die aktuellen Corona-Regeln in Bayern. Grundlage für die Regeln ist die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Die Regelungen sind weiterhin von der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region abhängig. Wie hoch die Inzidenz aktuell in Ihrer Region in Franken ist, können Sie in unserer Karte nachschauen. Maßgeblich für die derzeit gültigen Corona-Maßnahmen ist der Inzidenz-Wert 50. Liegt eine Region unter diesem Wert, gelten lockere Regeln. Bei einer Inzidenz von 50 oder mehr, gelten schärfere Regeln. Doch auch der Inzidenzwert von 25 ist wichtig - etwa für die Regeln an bayerischen Schulen.

Mit dem 1. Juli 2021 ist die sogenannte Bundesnotbremse ausgelaufen, die auch maßgeblich für Bayern war, wenn eine Region eine Inzidenz von 100 geknackt hatte. Sollten einzelne Landkreise oder kreisfreie Städte in Bayern künftig wieder eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 aufweisen, gelten dort die bayerischen Regeln.

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Das sind die aktuellen Corona-Regeln bei einer Inzidenz von 50 oder mehr

  • FFP2-Maskenpflicht: Die FFP2-Maskenpflicht gilt unter anderem im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel.
  • Allgemeine Kontaktbeschränkung: 10 Personen aus maximal drei Haushalten dürfen sich treffen. Kinder unter 14 Jahren (aus den zugelassenen Haushalten) zählen nicht mit.
  • Veranstaltungen und Gottesdienste: Versammlungen, öffentliche Festivitäten und vergleichbare Veranstaltungen sind untersagt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Diese sind:
    • Versammlungen im Sinne des Grundgesetzes 
    • Gottesdienste und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften
    • Öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass mit von Anfang an klar begrenzter und geladener Personenanzahl möglich mit maximal 25 Personen innen und 50 Personen im Außenbereich (bei öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Genesenen und Geimpften) mit negativem Test.
  • Schulen: Präsenzunterricht mit Mindestabstand beziehungsweise Wechselunterricht mit mindestens zwei Tests pro Woche. Maskenpflicht für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5. Dabei müssen medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken getragen werden. Im Sportunterricht entfällt die Maskenpflicht.
  • Kindertagesstätten: An Kitas herrscht eingeschränkter Regelbetrieb - mit kindgerechten Testangeboten. 
  • Handel und Geschäfte: Groß- und Einzelhandel sind geöffnet.
  • Märkte: Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel, die keinen Volksfestcharakter haben, sind zulässig. 
  • Dienstleistungen: Körpernahe Dienstleistungen sind - mit Kontaktdatenerhebung - erlaubt.
  • Gastronomie: Die Innen- und Außengastronomie kann von 05 Uhr bis 01 Uhr öffnen. Ein negativer Test ist ggf. erforderlich. Reine Schankwirtschaften (zum Beispiel Bars) bleiben im Innenraum geschlossen. Sie dürfen nur ihre Außenbereiche öffnen. Weiter gelten die Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht sowie Kontaktdatenerhebung. 
  • Hotellerie, Beherbergung: Beherbergungsbetriebe können Gäste mit negativem Test aufnehmen. Ein neuer negativer Test ist weiterhin alle 48 Stunden erforderlich.
  • Freizeiteinrichtungen: Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen können mit Infektionsschutzkonzept öffnen. Es muss ein negativer Test vorgelegt werden. 
  • Kulturelle Veranstaltungen: Veranstaltungen in Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos oder dergleichen sind zulässig. Unter freiem Himmel dürfen bis zu 1500 Besucher teilnehmen (maximal 200 Stehplätze mit Mindestabstand, sonst feste Bestuhlung). In Gebäuden ist die Besucherzahl abhängig von den zulässigen Sitzplätzen, maximal sind 1000 Besucher erlaubt (einschließlich Geimpfter und Genesener). Ein negativer Test ist notwendig. 
  • Wirtschaftsnahe Veranstaltungen: Kongresse und Tagungen werden unter den gleichen Voraussetzungen wie kulturelle Veranstaltungen zugelassen.
  • Sport: Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) innen und außen mit negativem Test ohne feste Gruppenobergrenzen möglich. Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 1500 Zuschauern und negativem Test erlaubt (maximal 200 Stehplätze mit Mindestabstand, ansonsten feste Sitzplätze). In Sportstätten wie zum Beispiel Fitnessstudios gilt eine FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird.

Das sind die aktuellen Corona-Regeln bei einer Inzidenz bis 50 

  • FFP2-Maskenpflicht: Die FFP2-Maskenpflicht gilt weiterhin unter anderem im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel.
  • Allgemeine Kontaktbeschränkung: 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten dürfen sich treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.
  • Veranstaltungen und Gottesdienste: Versammlungen, öffentliche Festivitäten und vergleichbare Veranstaltungen sind weiter untersagt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Diese sind:
    • Versammlungen im Sinne des Grundgesetzes 
    • Gottesdienste und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften
    • Öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass mit von Anfang an klar begrenzter und geladener Personenanzahl möglich mit maximal 50 Personen innen und 100 Personen im Außenbereich (bei öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Genesenen und Geimpften).
    • Messen sollen ab 1. August wieder möglich sein. Teilnehmer an Präsenz-Messen müssten aber genesen, geimpft oder negativ auf Corona getestet sein. Die Messeveranstalter müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.
  • Schulen: Präsenzunterricht für alle Schularten - mit mindestens zwei Tests pro Woche. Achtung: Sonderregelung nach Inzidenz 
    • Bei Inzidenz unter 25: Maskenpflicht am Platz entfällt für alle Schüler.
    • Bei Inzidenz 25 und mehr: Maskenpflicht für Grundschüler und Grundstufe der Förderschulen entfällt.
  • Kindertagesstätten: Kindertagesbetreuungen sind geöffnet - mit kindgerechten Testangeboten.
  • Handel und Geschäfte: Groß- und Einzelhandel sind geöffnet.
  • Märkte: Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel, die keinen Volksfestcharakter haben, sind zulässig. 
  • Dienstleistungen: Körpernahe Dienstleistungen sind - mit Kontaktdatenerhebung - erlaubt.
  • Gastronomie: Die Innen- und Außengastronomie kann von 05 Uhr bis 01 Uhr öffnen. Reine Schankwirtschaften (zum Beispiel Bars) dürfen nur ihre Außenbereiche öffnen. Weiter gelten die Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht sowie Kontaktdatenerhebung. 
  • Hotellerie, Beherbergung: Beherbergungsbetriebe können Gäste mit negativem Test bei Anreise aufnehmen.
  • Freizeiteinrichtungen: Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen können mit Infektionsschutzkonzept öffnen. Die Testpflicht entfällt. 
  • Kulturelle Veranstaltungen: Veranstaltungen in Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos oder dergleichen sind zulässig. Unter freiem Himmel dürfen bis zu 1500 Besucher teilnehmen (maximal 200 Stehplätze mit Mindestabstand, sonst feste Sitzplätze). In Gebäuden ist die Besucherzahl abhängig von den zulässigen Sitzplätzen, maximal sind 1000 Besucher erlaubt (einschließlich Geimpfter und Genesener).  
  • Wirtschaftsnahe Veranstaltungen: Kongresse und Tagungen werden unter den gleichen Voraussetzungen wie kulturelle Veranstaltungen zugelassen.
  • Sport: Sport jeder Art ist ohne Personenbegrenzung innen und außen möglich. Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 1500 Zuschauern und negativem Test erlaubt (maximal 200 Stehplätze mit Mindestabstand, ansonsten feste Sitzplätze). In Sportstätten wie zum Beispiel Fitnessstudios gilt eine FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird.

Sonderregelungen für Geimpfte und Genesene

Vollständig Geimpfte oder Genesene werden negativ getesteten Personen gleichgestellt. Geimpfte und Genesene werden bei den Regeln zur Kontaktbeschränkung und bei der Begrenzung bei privaten Veranstaltungen (und nur bei denen) nicht mitgerechnet. Lesen Sie dazu auch: Geimpft oder genesen - wie weise ich das nach?

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