Corona-Lockerungen ab Montag - was sich in Bayern alles ändert: Nachdem Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs sich bereits am Mittwoch (03.03.2021) auf eine verlängerten, aber weniger strengeren, Lockdown geeinigt hatten, zieht auch das bayerische Kabinett nach. Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat am Donnerstag (04.03.2021) bekannt gegeben, wie genau die Lockerungen in Bayern umgesetzt werden.

Die Öffnungen sollen in Stufen passieren und werden zum größten Teil vom Inzidenzwert des jeweiligen Landkreises beziehungsweise der Stadt abhängig gemacht. Für die Lockerungen ab Montag (8. März 2021) sind die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag (7. März 2021) maßgeblich. Einen Überblick, in welchen fränkischen Regionen welche Regeln gelten, finden Sie hier.

Lockdown in Bayern gelockert: Diese Regeln gelten seit dem 8. März

Die folgenden Regeln ändern sich jedoch ab Montag (08.03.2021) unabhängig von der Inzidenz.

  • Kontaktbeschränkung: Private Treffen sind ab Montag, dem 8. März, wieder mit mehr Leuten erlaubt. Ein Haushalt darf sich dann wieder mit einem weiteren Haushalt treffen, maximal dürfen es jedoch nur fünf Personen sein. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
    Ausnahmen: In Regionen mit einer Inzidenz unter 35 pro 100.000 Einwohnern darf sich ein Haushalt sogar mit zwei weiteren Haushalten (also insgesamt drei Haushalte) treffen, solange die Gesamtzahl nicht über zehn Personen liegt. Sobald der Schwellenwert überschritten wird, gilt wieder die Regel mit einem weiteren Haushalt. Überschreitet ein Landkreis oder eine Stadt drei Tage in Folge den Inzidenzwert von 100, darf sich ein Haushalt wieder nur mit einer weiteren Person treffen.

  • Buchhandel: Nach Friseuren und Gartenmärkten dürfen ab 8. März auch die Buchhandlungen wieder öffnen. Sie zählen ab sofort als Geschäfte des täglichen Bedarfs und dürfen mit entsprechendem Hygienekonzept öffnen. Die maximale Kundenanzahl im Geschäft ist auf einen Kunden je 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und darüber hinaus einen Kunden je 20 Quadratmeter beschränkt. Gleiches gilt auch für Büchereien, Archive und Bibliotheken.

Corona-Lockerungen abhängig vom 7-Tage-Inzidenzwert

Alle weiteren Lockerungen, die am Montag in Kraft treten, richten sich nach der Inzidenz der jeweiligen Region. Denn diese sind maßgeblich für die Lockerungen ab Montag. Die Inzidenzwerte von 35, 50 und 100 geben vor, welche Regelungen gelten. "Wird ein maßgelblicher Inzidenzwert (35, 50, 100) an drei Tagen in Folge über- oder unterschritten, gelten ab dem zweiten Tag nach der Über- oder Unterschreitung die inzidenzwertabhägigen neuen Regelungen" heißt es seitens des bayerischen Gesundheitsministeriums. Ist dies erfolgt, sei es Aufgabe der Kreisverwaltungsbehörden über die weiteren Entwicklungen zu informieren. 

In Städten und Landkreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 gilt Folgendes:

  • Einzelhandel: Der Einzelhandel darf ab 8. März wieder öffnen. Die maximale Kundenanzahl ist dabei auf einen Kunden je 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und bei einer Verkaufsfläche über 800 Quadratmeter auf einen Kunden je 20 Quadratmeter begrenzt.

  • Kultur: Museen, Galerien, botanische Gärten, Zoos und Gedenkstätten dürfen wieder eröffnen.

  • Sport: Kontaktfreie Sportarten dürfen draußen wieder in kleinen Gruppen ausgeübt werden, auch auf Außensportanlagen. Die Gruppengröße ist auf maximal zehn Leute begrenzt.

Regionen mit Inzidenzwerten zwischen 50 und 100 dürfen in den folgenden Bereichen lockern:

  • Einzelhandel: Die Geschäfte dürfen Termine zu Shopping ("Click&Meet") anbieten. Dabei darf sich im Laden ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter aufhalten. Die Termine müssen im Voraus gebucht werden und die Kontaktnachverfolgung muss möglich sein.

  • Kultur: Museen, Galerien, botanische Gärten, Zoos und Gedenkstätten dürfen öffnen, Besucher müssen jedoch auch hier vorher einen Termin buchen. Die Kontaktnachverfolgung muss ebenfalls möglich sein.

  • Sport: Einzelsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten ist im Freien - auch auf Außensportanlagen - erlaubt. Für Kinder bis 14 Jahren ist Sport in Gruppen mit bis zu 20 Kindern wieder erlaubt. Auch hier gilt: nur im Freien oder auf Außensportanlagen.

Für alle Lockerungen gilt eine "Notbremse". Steigt also in einem Landkreis oder einer Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz "maßgeblich" über den Schwellenwert von 50, gelten die Corona-Regeln für Gebiete mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100. Steigt der Inzidenzwert über 100, gelten wieder die bisherigen Maßnahmen - sprich: Geschäfte müssen schließen, nächtliche Ausgangssperren und die Ein-Personen-Regel für private Treffen treten wieder in Kraft.

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Weitere Öffnungsschritte, wie zum Beispiel die Öffnung der Außengastronomie, werden erst ab dem 22. März möglich sein.

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