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Corona-Krise

Corona-Lockerungen in Bayern: Was ist erlaubt?

Die Kontaktbeschränkungen werden nach und nach gelockert. Alle wichtigen Corona-Lockerungen in Bayern finden Sie im Überblick bei inFranken.de.
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Coronavirus - Bayern Kabinettssitzung
Im Freistaat Bayern sind seit dem Pfingstsamstag neue Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Foto: Peter Kneffel/dpa
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Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Bayern: Zwar hat das Coronavirus unser Leben nach wie vor im Griff. Doch nach und nach sind immer mehr Lockerungen vorgesehen, um das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder hochzufahren.

Welche Corona-Beschränkungen werden in Bayern gelockert? Ein Überblick

Wichtig: Das Tragen eines Mundschutzes in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eingehalten werden, um diese Lockerungen verwirklichen zu können. 

Alle wichtigen Corona-Lockerungen und weitere Informationen rund um das Coronavirus in Bayern finden Sie hier im Ticker von inFranken.de.

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Update vom 03.06.2020,11.55 Uhr: Ab Juli sollen alle Kinder wieder in die Kitas 

Alle Kinder sollen in Bayern wieder in Kindergärten und Krippen dürfen - und zwar bis Anfang Juli. Sofern die Infektionszahlen nicht wieder ansteigen, sollen die Kinder in zwei Schritten wieder zurück in die Kitas dürfen. Im ersten Schritt können Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden, ab dem 15. Juni 2020 wieder in ihre Kitas gehen - genauso wie Kinder, die am Übergang von Krippe zu Kindergarten stehen. Diese Kinder eingeschlossen, wären das rund 80 Prozent der Kinder.

Ab dem 1. Juli 2020 sollen dann auch die letzten Kinder wieder in die Kita dürfen. 

Update vom 02.06.2020, 11 Uhr: Gastronomie öffnet bis 22 Uhr

Ab dem 2. Juni darf die Speise- und Außengastronomie in Bayern einheitlich bis 22 Uhr geöffnet haben. So sah es zumindest der ursprüngliche Corona-Fahrplan vom 26. Mai vor. In der Praxis durften Außengastronomien aber schon seit dem 29. Mai bis 22 Uhr öffnen. Grund dafür war der Eilantrag eines Gastronomen am Verwaltungsgericht Augsburg. Die Staatsregierung zog daraufhin die Öffnungslockerungen vor, um einen Flickenteppich zu vermeiden.

Für Bars und Gastronomie, die auf den reinen Getränkeausschank ausgerichtet ist, gibt es dagegen noch keine Perspektive. Freibäder, Schwimmbadanlagen im Freien und Fitnessstudios dürfen dann ab 8. Juni wieder öffnen.

Update vom 31.05.2020, 6.20 Uhr: Lockerungen der Corona-Beschränkungen: Was ändert sich noch in Bayern?

Während seit dem 30. Mai 2020 einige Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten sind, sind auch für den 8. Juni einige Änderungen in Aussicht. Seit Samstag dürfe Reisewillige in Bayern wieder in Hotels, Pensionen oder auch auf Campingplätzen im Freistaat übernachten. Zudem haben Freizeitparks wieder geöffnet. In Ausführlichkeit lesen Sie die aktuellen Änderungen im Update vom 30. Mai in diesem Ticker.

Für den 8. Juni 2020 (Montag) sind ebenfalls bereits Änderungen der Corona-Maßnahmen angekündigt worden. Wie das bayerische Staatsministerium mitteilt, öffnen ab diesem Tag die Freibäder und Außenanlagen von Badeanstalten wieder. Zudem entfällt die Einschränkung des Trainingsbetriebs von "Individualsportarten". Auch das Reha-Training ist dann wieder erlaubt. Fitnessstudios und Indoorsportstätten können ebenfalls wieder den Betrieb  aufnehmen. 

Update vom 30.05.2020, 06.10 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern - was sich ab Samstag ändert 

Ab Samstag (30. Mai 2020) treten erneute Corona-Lockerungen in Bayern in Kraft: Das bayerische Kabinett verkündete zuletzt, was sich ab den Pfingstferien ändert. 

Folgende Corona-Lockerungen treten ab dem 30. Mai 2020 in Bayern in Kraft: 

  • Tourismus-Branche: Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Ferienwohnungen sowie Campingplätze dürfen ab Samstag (30. Mai 2020) wieder Gäste empfangen. Dabei gelten allerdings strenge Vorschriften, insbesondere was die Hygiene angeht. In allen gemeinschaftlich genutzten Räumen muss beispielsweise ein Mundschutz getragen werden. Davon ausgenommen ist der Außenbereich. 

    Reisebusse dürfen ebenfalls wieder Fahrten anbieten. Allerdings sind keine Gruppenreisen möglich. "Es dürfen nur Individualbuchungen erfolgen", teilt die Staatsregierung im Kabinettsbericht mit. 

  • Freizeitaktivitäten: Freizeitparks öffnen wieder. Beispielsweise hält das "Freizeitland Geiselwind" in Unterfranken 22 Neuheiten im Park bereit. Aber auch andere Freizeitaktivitäten sind wieder möglich. Kultur- und Stadtführungen werden angeboten, auch die bayerischen Schlösser, wie die Würzburger Residenz öffnen wieder. Die Schlösser können allerdings erst wieder ab dem 2. Juni 2020, also nach dem Pfingstwochenende, besichtigt werden. Diese Regeln sollten Sie bei Ihrem Besuch in einem Freizeitpark jedoch beachten. 
    Die Bergbahnen/Seilbahnen und die Fluss- beziehungsweise Seenschifffahrt nehmen ebenfalls den Betrieb wieder auf.

  • Bildung: Die Volkshochschulen (VHS) öffnen wieder ab dem 30. Mai 2020. Auch ähnliche Anbieter bieten wieder Kurse an. Unter speziellen Auflagen dürfen wieder "Präsenzangebote" stattfinden. 

Update vom 29.05.2020, 14.00 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern - das ist ab Freitag erlaubt 

Die Restaurants durften ihre Innenplätze bisher bis 22 Uhr öffnen. Nun darf auch die Außengastronomie bis 22 Uhr in Bayern betrieben werden. Die Bayerische Staatsregierung zog nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg die eigentlich für Dienstag (2. Juni 2020) geplante Verlängerung der Öffnungszeiten für alle gastronomischen Außenbereiche vor.

Das gab Staatskanzleichef Florian Herrmann am Freitag (29. Mai 2020) bekannt. Grund für die Entscheidung sei, dass man einen Flickenteppich an Öffnungszeiten in Bayern verhindern wolle. 

Update vom 26.05.2020, 13.45 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern - Söder nennt neue Details

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstagmittag (26. Mai 2020) neue Details der Corona-Krise in Bayern bekannt gegeben - unter anderem neue Lockerungen im Freistaat. Alles Wichtige im Überblick: 

  • Corona-Tests: Bayern spricht eine Testgarantie für Menschen mit "Sars-CoV-2"-Symptomen aus. Der Test soll innerhalb von 24 Stunden stattfinden und innerhalb von 48 Stunden ein Ergebnis zeigen. Für besonders kritische Bereiche, wie den Pflege- und Gesundheitsbereich (Pfleger, etc.) oder den sozialen Bereich (Lehrer, etc.), soll es in Zukunft Reihentests geben. 

  • Corona-Lockerungen: Ab dem 8. Juni sollen Fitnessstudios und Schwimmbäder in Bayern wieder öffnen. Zudem sollen Kinos, Theater und Konzertveranstaltungen ab dem 15. Juni wieder öffnen. Die Regeln für Freibäder finden Sie hier. 

  • Schulen und Kitas: Nach den Pfingstferien will die Staatsregierung Bilanz im Bildungssektor ziehen. Söder sagte, dass ein schulischer Regelbetrieb nach den Sommerfeien vorstellbar sei. Bedingung sei allerdings, dass es keine zweite Coronavirus-Welle gebe. 

  • Corona-Vorsorge: Bayern legt in Zukunft in halbjährlichem Abstand materielle Vorräte für den Freistaat an. Grund dafür ist, dass man auf eine mögliche zweite Corona-Welle vorbereitet sein will, betonte Söder. Die Vorsorgemaßnahmen beziehen sich insbesondere auf die Anschaffung von Schutzmasken oder Handschuhen sowie die Ausstattung der Behörden. 

Hier finden Sie den Live-Ticker zum nachlesen:

++ 13.35 Uhr: Auf die Frage hin, falls Thüringen die Corona-Maßnahmen lockern würde, antwortet Söder als mögliche Reaktion von Bayern: Die Kommunen, insbesondere die "Hot-Spots", in welchem die Corona-Infektionszahlen besonders hoch sind, müssten enorm unterstützt werden (personell und finanziell) -  auf bayerischer und thüringischer Seite. Beispielsweise ist der Kreis Sonneberg in Thüringen aktuell betroffen. Dieser befindet sich an der Grenze zu Franken.

Mit "Rat und Tat" werde man zur Seite stehen, so der 53-Jährige . Söder sprach von "gezielter Hilfe" durch Material und Testkapazitäten: Rein finanzielle Hilfen schloss der Ministerpräsident vorerst aus. 

+ 13.32 Uhr: Nun folgen Fragen von Journalisten

++ 13.30 Uhr: Für den kulturellen Bereich stellt die Staatsregierung ein Unterstützungsprogramm bereit: "Das ist ein guter Tag für Kunst und Kultur in Bayern", so Sibler. 

++ 13.28 Uhr: Sibler betont, dass die Wiederöffnung der Kinos, Theater und Konzerte ab dem 15. Juni 2020, sehr wichtig sei. Dort gelte ebenfalls eine Mundschutz- und Maskenpflicht. 

++ 13.25 Uhr: Nun spricht Bernd Siebler, Minister für Wissenschaft und Kunst

++ 13. 22 Uhr: Aiwanger betont zudem, dass die Mehrheit der Anträge für Wirtschaftshilfen bereits bearbeitet sei. Allerdings kommen tägliche neue Anträge herein, so der Minister. 

++ 13.18 Uhr: Die bisherige Öffnung der bayerischen Gastronomie laufe "sehr gut", so Aiwanger. 

++ 13.17 Uhr: Jetzt spricht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

++ 13.16 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident warnt vor "Hoppla-Hopp-Orgien", wie in Thüringen. Wer einen "Paradigmenwechsel" anstrebe, müsse sich im Klaren sein, dass sich dies auf die gesamte Bundesrepublik auswirken könne, so Söder. 

++ 13.14 Uhr: Söder betont außerdem, dass man sich bei den wirtschaftlichen Hilfen auf der Zielgerade befinde. Zentral sei seiner Meinung nach, dass es eine Lösung auf Bundesebene müsse, sagt Söder. 

++ 13.12 Uhr: Ab dem 8. Juni 2020 sollen alle Fitnessstudios in Bayern öffnen. Dies gilt auch für Schwimmbäder, wie Freibäder. Dafür sollen bestimmte Bedingungen gelten. 

++ 13.11 Uhr: Konzerte, Kino- und Theatervorstellungen dürfen unter bestimmten Bedingungen nach den Pfingstferien stattfinden. 

++ 13.10 Uhr: Schulen und Kitas: Nach den Pfingstferien will die Staatsregierung Bilanz ziehen.  Es sei vorstellbar, dass nach den Sommerferien wieder Normalbetrieb in den Bildungseinrichtung herrsche, so Söder. Bedingung dafür sei, dass es keine zweite Corona-Welle gebe. 

++ 13.09 Uhr: Bayern legt ab sofort verpflichtende Notreserven an Schutzmasken, Handschuhen und Schutzmäntel an. Dies geschieht, um auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet zu sein.

++ 13.07 Uhr: Bayerische Gesundheitsämter werden personell aufgestockt - 1000 neue Stellen

++ 13.06 Uhr: Wer ab sofort in Bayern Corona-Symptome zeigt, soll innerhalb von 24 Stunden getestet werden. Dafür spricht Söder eine Garantie aus. Innerhalb von maximal 48 Stunden soll das Ergebnis des Tests vorliegen. 

++ 13.05 Uhr: Neuigkeiten aus dem Gesundheitsbereich: Menschen aus besonders kritischen Bereichen, wie dem Pflege- und Klinikbereich und dem sozialen Bereich , sollen regelmäßig getestet werden.

++ 13.04 Uhr: Die Bayerische Staatsregierung lehnt schnelle Reise- und Urlaubsmöglichkeiten ab, betont Söder. Dabei zieht er das Beispiel von Österreich heran, bei der zahlreiche Infizierte nach Bayern kamen. Deshalb appelliert Söder an die Bundesregierung, diese Grundsatzentscheidung zu überdenken. 

++ 13.02 Uhr: Söder erteilt dem Thüringer Modell eine klare Absage

++ 13.00 Uhr: 0,017 Prozent der bayerischen Bevölkerung ist aktuell mit dem Coronavirus "Sars-CoV-2" infiziert. "Die bayerischen Zahlen sind stabil. Wir wollen diese Stabilität aber nicht gefährden", sagt Söder dazu.

++ 12.58 Uhr: Pressekonferenz hat begonnen, Ministerpräsident Markus Söder spricht nun

++ 12.55 Uhr: Thematisch soll es insbesondere um Corona-Massentests für besonders gefährdete Berufsgruppen gehen. 

++ 12.45 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußert sich im Nachgang der Kabinettssitzung am Dienstagmittag (26. Mai 2020). Die Pressekonferenz können Sie hier bei inFranken.de im Live-Ticker verfolgen. 

Update vom 26.05.2020, 11.45 Uhr: Söder mit neuen Details zu Corona-Lockerungen in Bayern

Die Bayerische Staatsregierung äußert sich am Dienstagmittag (26. Mai 2020) zu weiteren Lockerungen und Details der Corona-Krise im Freistaat. Dabei sollen vor allem neue Testkapazitäten im Vordergrund stehen. Konkret soll es dabei um besonders gefährdete Personen aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich gehen, die regelmäßig getestet werden sollen. Das soll ebenfalls Erzieher und Lehrer betreffen, unabhängig davon, ob sie Corona-Symptome zeigen oder nicht. 

Zum Thema Lockerungen warnte Ministerpräsident Söder im Vorfeld der Pressekonferenz: "Jeder, der glaubt, Corona sei vorbei, ist im besten Fall naiv", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. "Wir wollen Erleichterungen, aber besonnen, ruhig, nicht hektisch und überstürzt und, deswegen setzen wir den bayerischen Kurs der Umsicht eindeutig fort", fügte er hinzu. 

Den Vorstoß Thüringens nannte der 53-Jährige ein "völlig falsches Signal". Bayern könne die von Ministerpräsident Ramelow angedachten Maßnahmen nicht akzeptieren, so Söder.

Update vom 25.05.2020, 06.00 Uhr: Neue Corona-Lockerungen - das ist ab Montag in Bayern erlaubt

Ab Montag (25. Mai 2020) gelten neue Corona-Lockerungen in Bayern: Alle Gaststätten dürfen erstmals seit Beginn der Krise ihre Innenräume für Gäste öffnen, wenn sie Essen und Trinken servieren - und zwar von 6 bis 22 Uhr. Bars oder Lokale, die nur auf den Getränkeausschank ausgerichtet sind, müssen noch geschlossen bleiben. 

Dabei gelten folgende Regeln: 

  • Masken- beziehungsweise Mundschutzpflicht, solange man nicht am Tisch sitzt
  • 1,5 Meter Mindestabstand zu Menschen, die nicht zur eigenen Gruppe (maximal zwei Hausstände/Haushalte) zählen
  • Pro Gruppe müssen die Personalien eines Gastes aufgenommen werden
  • Gäste werden an Tischen platziert

Durch die Hygiene-Regeln, die bereits seit vergangenem Montag (18. Mai 2020) für die Außenbereiche der Gastronomie gelten, fallen große Kapazitäten für die Gastwirte weg.

Corona-Lockerungen: Diese Kindergärten öffnen in Bayern

Neben der Gastronomie gibt es auch im Bildungsbereich entscheidende Lockerungen. Einige Kindergärten öffnen ab Montagmorgen wieder. Konkret bedeutet das für die Ausweitung der Notbetreuung: Vorschulkinder sowie deren Geschwisterkinder dürfen wieder in die Kindergärten, da dadurch keine neuen Infektionsketten entstehen würden. Außerdem dürfen in Großtagespflege-Einrichtungen maximal zehn Kinder von zwei bis drei Tagespflegepersonen betreut werden. Kinder, die sich im letzten Jahr vor dem Grundschuleintritt befinden, dürfen zurückkehren. Waldkindergärten öffnen wieder komplett. 

Update vom 22.05.2020, 20.00 Uhr: Freibäder dürfen wieder öffnen

Wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Freitagabend (22. Mai 2020) bekanntgab, dürfen Freibäder ab dem 8. Juni in Bayern wieder öffnen. Mehr dazu in unserer Meldung zum Thema Freibäder in Bayern.

Update vom 19.05.2020, 15.10 Uhr: Bayerisches Kabinett gibt weitere Lockerungen bekannt

Am Dienstagvormittag (19.05.2020) hat das bayerische Kabinett über weitere Lockerungen in bestimmten bereichen beraten. Folgende Änderungen wurden in einer anschließenden Pressekonferenz verkündet:

Grenzwert im Frühwarnsystem auf 35 herabgesetzt

Das Kabinett hat den Grenzwert für Neuinfektionen auf 35 pro 100.000 in sieben Tagen herabgesetzt. Bund und Länder hatten sich ursprünglich auf den Wert von 50 geeinigt. "Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben", begründete Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) die Verschärfung. Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

Je nach Ausbruchsgeschehen werde dann in unterschiedlichen Stufen ein Plan entwickelt, wie die Ansteckungen wieder minimiert werden könnten. Dazu gehöre das Aufspüren von Kontaktpersonen, gegebenenfalls die Quarantäne von bestimmten Einrichtungen oder die Verlegung von Menschen aus geschlossenen Einrichtungen bis hin zur Schließung von Geschäften oder im schlimmsten Fall auch allgemeinen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen.

Basketball und Fußball

Die Basketball-Bundesliga (BBL) soll ihre Saison mit zehn Teams zu Ende bringen können, teilte Herrmann mit. Das Finalturnier soll in München stattfinden.

Außerdem dürfen im Fußball die dritten Ligen, der DfB-Pokal und die Frauen-Fußball-Bundesliga in Bayern wieder starten.

Hotels, Campingplätze und Freizeitparks

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wie bereits festgelegt am 30. Mai unter strengen Hygienekonzepten wieder öffnen, so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW). Hotels dürfen alle Zimmer belegen.

Freizeitparks dürfen ab dem 30. Mai ebenfalls wieder eröffnen. 

Kindergärten und Kitas

Die Notbetreuung soll schrittweise weiter ausgeweitet werden. Eine Perspektive sei man Eltern und Kindern schuldig, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU), denn "Kinder brauchen Kinder".

Ab dem 25.05. soll die Notbetreuung für folgende Gruppen ausgeweitet werden: Vorschulkinder sowie deren Geschwisterkinder dürfen wieder in die Kindergärtenen, da dadurch keine neuen Infektionsketten entstehen würden. Außerdem dürfen in Großtagespflege-Einrichtungen maximal zehn Kinder von zwei bis drei Tagespflegepersonen betreut werden. Waldkindergärten und andere nicht an Gebäude gebundene Kindergärten dürfen ab diesem Tag ebenfalls wieder besucht werden.

Der Gesundheitsschutz stehe weiterhin an oberster Stelle: Feste Gruppen sollen mit festem Personal gebildet werden, sodass es zwischen diesen keine Berührungspunkte gibt. Für Kinder mit Krankheitssysmptomen gelte weiterhin ein "absolutes Betretuungsverbot". 

Ab dem 15.06. sollen Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden, wieder in den Kindergarten zurückkehren.  Krippenkinder, die am Übergang zum Kindergarten stehen, sollen wieder aufgenommen werden. Schüler der 2. und 3. Klassen sollen wieder  in Horten betreut werden. Für die Sommermonate appelliert Trautner an die Einrichtungen, zumindest eine eingeschränkte Betreuung zu ermöglichen.

Pflege- und Seniorenheime

Der geltende Aufnahmestopp für Pflege- und Seniorenheime sowie für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung  soll ab dem 25.05. aufgehoben werden. Allerdings bestehe eine Verpflichtung zu individuellen Schutz-Konzepten, so Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Schlösser 

Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung sollen ab 30. Mai auch wieder öffnen dürfen. Außerdem sollen der touristische Bus- und Bahnverkehr, Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt starten können.

Fitnessstudios

Zur Öffnung von Fitnessstudios gebe es laut Aiwanger noch kein Konzept.

Update vom 18.05.2020, 14.41 Uhr: Einreisen nach Bayern ist ohne Quarantäne möglich 

Nach mehreren anderen Bundesländern hat auch Bayern die Quarantäne-Regeln für Einreisende geändert. Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich seit dem Wochenende nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Montag erklärte. "Bayern hat seine Verordnung entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarungen geändert."

Bis dato hatten sich Menschen, die etwa aus einem europäischen Nachbarland nach Bayern einreisten, noch für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Dies sollte die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Die Bundesländer hatten sich vergangene Woche nach Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt darauf verständigt, die Regeln zu lockern. Einige hatten die Quarantäne-Vorgaben schon aufgehoben. 

Update vom 17.05.2020, 07.30 Uhr: Wie geht es ab Montag weiter?

Wochenlang sind Stühle und Bänke in den Biergärten und Bierkellern leer geblieben. Damit ist ab Montag Schluss. Zumindest Gastronomie mit Außenbereich darf wieder öffnen. Auch immer mehr Schüler kehren in die Klassenräume zurück. Was sich in Bayern ab Montag und danach alles ändert - ein Überblick.

Gastronomie und Hotellerie

  • Wer darf ab Montag wieder öffnen? Zunächst darf die Gastronomie im Außenbereich öffnen - also Biergärten, Wirtsgärten oder Freischankflächen. Allerdings muss schon um 20.00 Uhr zugesperrt werden. Eine Woche später dürfen die Wirte dann die Innenbereiche bis 22.00 Uhr öffnen. Beherbergungsbetriebe müssen sich voraussichtlich noch bis zum Pfingstwochenende gedulden.
  • Sitzt man dann alleine und mit Mundschutz am Tisch? Nein, am Tisch darf der ansonsten vorgeschriebene Mundschutz abgelegt werden. Zudem dürfen laut Branchenverband Dehoga Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, in der Küche ist dies nur dann vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Kann man einfach wieder so in die Wirtschaft? Eine Reservierung ist laut Dehoga sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Zudem werden eintreffende Gäste vom Personal platziert und ihre Personalien und Telefonnummern aufgenommen. Letzteres soll sicherstellen, dass im Fall des Falles Infektionsketten nachvollzogen werden können.
  • Ist genügend Platz? Das wird gerade bei den Außenflächen auch vom Wetter abhängen, wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert erklärt. Auch in den Gasträumen wird es wegen des Mindestabstands wohl weniger Platz geben. Zumindest bei Freischankflächen haben Geppert zufolge einige Kommunen bereits Entgegenkommen signalisiert, wenn Wirte sie erweitern wollen.
  • Sind Restaurants und Gaststätten damit gerettet? «Wenn die Betriebe wieder an den Start gehen, ist der Überlebenskampf noch nicht beendet», sagt Geppert. «Denn dann entstehen auch wieder Kosten, die erstmal erwirtschaftet werden müssen.»

Schulen

  • Wer darf ab Montag wieder zurück in die Klassenzimmer? Am Montag geht es auch für die unteren Klassen wieder los. Das heißt für die Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück. Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Seit Ende April sind die Abschlussklassen wieder zurück, ihnen folgten die Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, sowie die vierten Klassen.
  • Was ist mit den anderen Schülern? Für sie beginnt der Präsenzunterricht erst nach den Pfingstferien Mitte Juni. Für die mittleren Klassen der Grundschulen soll es laut Kultusministerium aber – je nach Möglichkeit vor Ort – ein freiwilliges pädagogisches Begleitangebot geben.
  • Findet der Unterricht dann wieder wie gewohnt statt? Die Stundenpläne sind verschlankt und meist auf die Kernfächer reduziert. Oft fallen Fächer wie Sport, Musik oder Kunst aus. Der Unterricht soll zudem in geteilten Lerngruppen stattfinden, die sich wochenweise oder auch tageweise abwechseln. In Wochen ohne Präsenzunterricht sollen die Schüler dann wieder von zu Hause lernen.

Grenzen

  • Wie sind die Regelungen an den Grenzen? Fünf wegen Corona geschlossene Grenzübergänge zwischen Bayern und Österreich wurden bereits am Mittwoch wieder geöffnet. An zwei weiteren Kontrollstellen wurden die Öffnungszeiten laut Bundespolizei verlängert beziehungsweise angepasst. Zudem sind elf Grenzübergänge wieder für Land- und Forstwirte passierbar. Kontrollen soll es auch weiterhin geben, ab Samstag werden sie aber vorsichtig gelockert. Bis Mitte Juni ist das Einreisen in die Nachbarländer allerdings weiterhin nur für Berufspendler oder aus «triftigen Gründen» erlaubt. Am 15. Juni soll die Grenze zwischen Österreich und Deutschland dann wieder vollständig geöffnet werden - voraussichtlich ohne Kontrollen.

Demonstrationen

  • Wie geht Bayern mit Demonstrationen während der Corona-Pandemie um? Der Freistaat will ein neues Konzept für Versammlungen in Corona-Zeiten erarbeiten. Ziel ist, auch bei Demonstrationen das Infektionsrisiko so gering wie nur möglich zu halten. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betont, es gebe überhaupt keinen Zweifel an dem hohen Wert des Versammlungsrechts. «Aber alle Freiheiten haben natürlich auch Grenzen: Die Grenzen sind dort, wo man andere in Gefahr bringt, wo man andere bedroht.» Hintergrund sind Demonstrationen am vergangenen Wochenende, bei denen Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz nicht mehr eingehalten wurden. Wann das neue Konzept vorgestellt werden wird, steht noch nicht fest.

Lockerung der Kultur-Szene in Planung - aber mit Vorsicht

Auch wenn andernorts Kinos und Theater allmählich wieder öffnen - in Bayern dauert es noch etwas. «Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München. Er setzt auf einen langsamen Kultur-Neustart, ohne jedoch konkrete Daten zu nennen. «Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht.» Die Mehrzahl werde wohl eher erst ab den Sommerferien oder sogar erst im Herbst folgen. Gleichzeitig betonte Söder den Wert von Kultur. Gerade in Zeiten von Fake News und Verschwörungstheorien sei sie nicht nur systemrelevant, sondern gesellschaftserhaltend - und «ein Erbauungsprogramm für uns alle, das wir dringend brauchen».

Der Freistaat vergrößert nun den kulturellen Rettungsschirm. Statt 90 Millionen Euro wie bislang soll er nun 200 Millionen Euro umfassen. Kulturschaffende wie Künstler, Musiker, Schauspieler und Theaterleute sollen Hilfen bekommen, ebenso wie Theater, Kinos und andere Kultureinrichtungen. Auch Gruppierungen wie Blaskapellen oder Chöre sollen unterstützt werden, auch Berufe wie Maskenbildner oder Techniker. Geld, das viele im Kultur- und Kunstbereich dringend benötigen. Manche müssen schon in normalen Zeiten sehen, wie sie über die Runden kommen. Weil nun Gagen für Auftritte oder das Geld für Eintrittskarten wegfallen, sind viele in ihrer Existenz bedroht.

Tatsächlich sind die Aussagen zu einer Öffnung von Kinos, Theatern und Clubs bislang noch vage. Die Kulturminister der Bundesländer arbeiten unter Vorsitz des bayerischen Kulturministers Bernd Sibler (CSU) an einem Konzept für ein Anfahren des Kulturbetriebs, über das am 20. Mai entschieden werden soll.

«Sowas wie ein Rockkonzert - Beispiel - ist nach allen menschlichen Erfahrungen eher in sehr späteren Zeitachsen zu sehen als jetzt, was weiß ich, "Don Carlos"», sagte Söder. «Da muss man in Stufen agieren.» Sibler rechnet zudem bei einer Wiedereröffnung der Spielstätten im Herbst immer noch mit Einschränkungen. «Wir werden nicht den 1000-Leute-Saal komplett voll haben». Eine weitere denkbare Maßnahme sei eine «Personalisierung von Tickets». Damit will man nachvollziehen, wer die Veranstaltung besucht hat.

Das Wichtigste: Der Schutz vor Ansteckung. Söder kündigte strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. «Das Modell der Kirchen könnte da ein ganz gutes Modell sein.» Dort gelten in Innenräumen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht.

So ist die Kultur in Deutschland momentan ein Flickenteppich - hier erlaubt, dort noch geschlossen. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) forderte deshalb für Kinos ein bundesweit einheitliches Vorgehen. «Wir brauchen einheitliche Starts», sagte sie. «Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können.» Sie halte darum «ein abgestimmtes Vorgehen» der Bundesländer «für absolut sinnvoll»

 

Für Fragen haben die Behörden folgende Telefonnummern bereitgestellt:

  • Bayerische Staatsregierung, Bürgertelefon zum Thema Coronavirus: 089/122220 - Montag bis Donnerstag: 08-18 Uhr, Freitag: 08-16 Uhr
  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege: 09131/6808-5101 - Montag-Freitag: 08-17 Uhr, Samstag-Sonntag: 10-16 Uhr

 

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