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Bamberg als Vorbild: Kommen Alkoholverbote jetzt in ganz Bayern?

Bayern befindet sich weiterhin im Krisen-Modus: Die Corona-Pandemie steht vor einer möglichen zweiten Welle. Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, könnten nun Alkoholverbote im öffentlichen Raum folgen - das oberfränkische Bamberg könnte dem Freistaat als Vorbild dienen.
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Alkoholverbot in Bayern
Folgen bald Alkoholverbote an öffentlichen Plätzen in Bayern? Die neuesten Aussagen der Staatsregierung lassen das vermuten. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa

Alle Diskotheken und Clubs sowie zahlreiche Bars dürfen weiterhin nicht öffnen. Das ändern auch die neuesten Beschlüsse der Corona-Maßnahmen durch die Bayerische Staatsregierung nicht. Deshalb treffen sich viele Menschen an lauen Sommerabenden an öffentlichen Plätzen, um anzustoßen. 

Oftmals enden die Versammlungen durch Polizeieinsätze: Anwohner beschweren sich über die Lautstärke und den Müll. In Bamberg wurde beispielsweise ein Stehbier-Verbot im Sandgebiet beschlossen. Derartige Verbote sind laut Angaben der Staatsregierung in ganz Bayern denkbar. "Die kreisfreien Städte und Landkreise werden nachdrücklich ermuntert, an einschlägigen Örtlichkeiten Alkoholverbote im öffentlichen Raum zu prüfen", hieß es am Dienstag (28. Juli 2020).

Alkoholverbote in Corona-Krise: Bamberg als Vorbild für ganz Bayern?

Für die Politik sind aber nicht nur die Verschmutzung und die Lautstärke solcher Treffen problematisch. Die Regierung um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wertet die Versammlungen an öffentlichen Plätzen und in Parks als "erhebliche Ansteckungsquelle" mit dem Coronavirus "Sars-CoV-2". Dabei stehe "insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum" im Fokus. Dass die Infektionsschutzregeln missachtet würden, könne nicht toleriert werden.

"Die vom 'Robert-Koch-Institut' in den letzten Tagen angezeigte Erhöhung der Ansteckungsrate innerhalb Deutschlands zeigt, dass bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch im Hinblick auf weitere Lockerungen höchste Wachsamkeit geboten ist", so die Staatsregierung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Infektionsgeschehen in Bayern weiterentwickelt. Alkoholverbote an öffentlichen Plätzen auszusprechen, ist den neuesten Aussagen der Staatsregierung eine Antwort auf neue Corona-Hotspots, die wahrscheinlicher geworden ist. 

Die Kontaktbeschränkungen in Bayern wurden verlängert. Damit reagiert der Freistaat auf die Warnungen des "RKI". Institutschef Lothar Wieler mahnte zuletzt, die "AHA"-Regeln einzuhalten: "Halten sie Abstand, mindestens 1,5 Meter. Beachten Sie die Hygieneregeln und tragen sie in bestimmten Situationen zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung", so der 59-Jährige. 

Alle aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise in Deutschland lesen Sie im News-Ticker von inFranken.de. Was passiert eigentlich bei einer Corona-Infektion in der Lunge? Ein Arzt klärt auf. 

tu