Internetkriminelle haben im vergangenen Jahr in Bayern einen Schaden von 28,8 Millionen Euro angerichtet. Das seien 9,9 Millionen Euro mehr als 2019, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik in München. 2020 registrierte die Polizei mehr als 35 000 Online-Straftaten, 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, sagte Herrmann. Hoffnungen setzt die Polizei deshalb in ein Spezialfahrzeug. Das mobile IT-Forensiklabor sei deutschlandweit einmalig. Eingesetzt werden soll der mit Technik und Software ausgestattete Transporter zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts in Oberfranken.

Kriminalstatistik Bayern 2020: Höchste Aufklärungsquote und niedrigste Belastung

Insgesamt zeigte sich Herrmann mit der Entwicklung zufrieden. «Wir hatten 2020 die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 41 Jahren», sagte Herrmann. Zudem sei die Aufklärungsquote mit 68,1 Prozent so hoch wie zuletzt vor 26 Jahren.

Zurückgegangen ist laut Statistik die Zahl der Diebstähle und der Wohnungseinbrüche. Hier sprach Herrmann auch von einem «gewissen Corona-Effekt», da viele Läden geschlossen hatten und durch Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen viel mehr Menschen zu Hause waren.

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