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Corona-Lockerungen

Keine Corona-Lockerungen in Bayern: Söder erwartet zweite Welle mit "voller Wucht"

Markus Söder hat sich in einem Interview skeptisch zu weieren Corona-Lockerungen in Bayern geäußert. Alle Lockerungen und Neuerungen erfahren Sie im kompakten Überblick bei inFranken.de.
Markus Söder warnt vor eine Rückkehr von SARS-CoV-2 mit voller Wucht. er rechnet nicht mit weiteren Lockerungen vorerst. Foto: Peter Kneffel/dpa/
Markus Söder warnt vor eine Rückkehr von SARS-CoV-2 mit voller Wucht. er rechnet nicht mit weiteren Lockerungen vorerst. Foto: Peter Kneffel/dpa/ Foto: Peter Kneffel (dpa/POOL)
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  • Kontaktbeschränkungen in Bayern verlängert: Allgemeinverfügung gilt jetzt bis 16. August
  • Einreise-Quarantäneverordnung ebenfalls verlängert
  • Söder: Wohl keine neuen Lockerungen im August
  • Corona-Lockerungen in Bayern: Alle aktuellen Regeln im Überblick

Weitere Corona-Lockerungen in Bayern - Maßnahmen im Freistaat erneut ausgeweitet: Das Coronavirus "Sars-CoV-2" hat weiterhin großen Einfluss auf unseren Alltag. Doch nach und nach sind immer mehr Lockerungen vorgesehen, um das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder hochzufahren.

Diese Corona-Beschränkungen werden in Bayern gelockert: Ein Überblick

Wichtig: Das Tragen eines Mundschutzes in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln muss weiterhin eingehalten werden, um diese Lockerungen verwirklichen zu können. 

Alle wichtigen Corona-Lockerungen und weitere Informationen rund um das Coronavirus in Bayern finden Sie hier im Ticker von inFranken.de.

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Update vom 02.08.2020: Söder rechnet mit Corona-Rückkehr in "voller Wucht"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnt Wachsamkeit an: In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" äußerte er sich zu möglichen weiteren Lockerungen und einer zweiten Welle des Coronavirus. Es gelte zu verhindern, so Söder, dass wir wieder eine Situation wie im März erleben. Stattdessen müsse man wachsam sein. Daher sei es aus Söders Sicht auch nicht wahrscheinlich, dass die neue Bundesliga-Saison vor Zuschauern beginne, sondern wohl weiter in Form von Geisterspielen. Auch er als Fußballfan sei da eher skeptisch.

Söder rechnet damit, dass das Coronavirus wieder "mit voller Wucht" zurückkehren könnte - wir müssten uns darauf einstellen. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Deutschland wieder gestiegen - vergangene Woche registrierte das RKI wieder bis zu 1000 neue Fälle an einem Tag - ein neuer Höchststand. Grund sind unter anderem Lockerungen, mehr Tests, aber auch Urlaubsrückkehrer und ein allgemein lockerer Umgang mit Abstandsregeln. 

Update vom 28.07.2020, 13.45 Uhr: Kontaktbeschränkungen in Bayern verlängert

Die sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis zum 16. August verlängert. Das gab der Bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann auf einer Pressekonferenz nach der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause bekannt. 

Die Einreise-Quarantäneverordnung wurde ebenfalls verlängert und soll bis 17. August gelten. Wenn auf Bundesebene die Test-Pflicht für Rückreisende aus Risikogebieten offizielle eingeführt ist, soll es jedoch möglich sein, die Quarantäne zu umgehen, wenn der Corona-Test negativ ausfällt. Ministerpräsident Markus Söder hatte sich bereits am Montag für eine solche Pflicht ausgesprochen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die bundesweite Einführung der verpflichtenden Tests wenige Stunden später angekündigt (Update vom 27.07. 17 Uhr). Laut der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml soll die entsprechende Verordnung nächste Woche festgesetzt werden.

Herrmann kündigte zudem eine vereinzelte Lockerung im Bereich Sport an: Bei Kampfsportarten soll das Training wieder mit mehr als nur fünf Personen möglich sein, solange kein ständiger Körperkontakt besteht.

Update vom 19.07.2020, 10.45 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern - was erlaubt ist und was nicht

  • Kontaktbeschränkungen: Im öffentlichen Raum dürfen sich wieder Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

  • Schulen und Kitas: Auch für die letzten Schüler im Freistaat gibt es wieder Präsenzunterricht an den Schulen. Alle Kinder dürfen zurück in Kindergärten und Krippen.

  • Feste und Veranstaltungen: Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Und die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt

  • Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Zum Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten haben sich Bund und Länder am 16. Juli auf eine gemeinsame Linie verständigt. Danach soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind. So soll zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie eingegangen werden. «Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen», heißt es in dem Beschluss. Dem Papier zufolge sollen die Länder Vorsorge dafür treffen, dass Reisende aus Regionen mit erhöhten Corona-Infektionen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden beziehungsweise ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind. In Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen, ebenso Wellnessbereiche.

  • Demonstrationen: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

 

Update vom 14.07.2020, 16.15 Uhr: Neue Corona-Lockerungen für Bayern verkündet

Bei einer Sitzung des Bayerischen Kabinetts am Dienstag (14. Juli 2020) wurden neue Lockerungen der bestehenden Corona-Maßnahmen beschlossen. "Das Infektionsgeschehen in Bayern hat sich in den letzten Wochen weiterhin positiv entwickelt. Die Strategie schrittweiser Öffnung hat sich bewährt", heißt es seitens des Ministeriums. Die Obergrenze von mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wird bayernweit in keinem Landkreis und in keiner Stadt überschritten. Eine Übersicht dazu finden Sie hier. Dies rechtfertige weitere vorsichtige Öffnungsschritte.

Folgende Lockerungen wurden verkündet:

  • Märkte ohne Volksfestcharakter, wie beispielsweise kleinere, traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte oder Flohmärkte, die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht, werden im Freien wieder unter folgenden Voraussetzungen zugelassen:
    • Wahrung eines Mindestabstands von 1,5 Metern durch organisatorische Maßnahmen (Abstände zwischen den Ständen, Besucherlenkung),
    • Maskenpflicht,
    • kein Festzelt und keine Partymusik,
    • Erstellung eines entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepts durch den Veranstalter, das auf Verlangen vorgelegt werden muss.
  • Zudem wird die bislang geltende Personenbeschränkung bei Sport-Wettkämpfen erhöht. Das bedeutet, dass auf gekennzeichneten Plätzen oder klar voneinander getrennten Aufenthaltsbereichen bis zu 200 Personen zusammenkommen dürfen. Im Übrigen ist die Anzahl auf 100 Personen beschränkt. Zuschauer bleiben weiterhin ausgeschlossen.

  • Berufliche Veranstaltungen beziehungsweise solche, die dienstlich veranlasst werden, wie Tagungen oder Kongresse, werden zu gleichen Bedingungen zugelassen, wie kulturelle Veranstaltungen. Hier gilt ab dem 15. Juli 2020 (Mittwoch): In geschlossenen Räumen dürfen bis zu 200 Personen zusammenkommen - im Außenbereich sind es bis zu 400. Ohne zugewiesene oder gekennzeichnete Sitzplätze ist die Beschränkung im Innenbereich bei 100 und outdoor bei 200 Personen.

 

 

 

jgö/tu/ak/dn/srü