In Deutschland sind 41.225.811 Personen mindestens einmal geimpft,  23.916.490 Menschen haben sogar schon den vollständigen Impfschutz erhalten. Laut Corona-Impfdashboard erhalten etwa 10 Personen in der Sekunde eine Impfdosis. Dieser Fortschritt zeigt sich auch in den Inzidenzzahlen. Seit Wochen sinken die Corona-Fälle im Land, weitreichende Lockerungen der Schutzmaßnahmen sind die Folge. 

Auch im Freistaat sehen die Zahlen auf den ersten Blick gut aus: 6,1 Millionen Menschen in Bayern haben bereits ihre Corona-Erstimpfung erhalten. Das sind knapp 47 Prozent der bayerischen Bevölkerung. Im Vergleich der Bundesländer ist der Impffortschritt im Freistaat - was die Erstimpfungen betrifft - allerdings ernüchternd: Bayern belegt hier den vorletzten Platz. Andere Bundesländer haben dagegen deutlich an Geschwindigkeit zugelegt. 

Corona-Impfung in Deutschland: Der Impffortschritt der Bundesländer

Wie viel Prozent der Bevölkerung ist mittlerweile mindestens einmal geimpft? Es zählen all die Personen, die eine Erstimpfung erhalten haben sowie diejenigen, die bereits vollständig geimpft sind. So sehen die Zahlen in allen Bundesländern aus:

  • Bremen: 55,6 %
  • Schleswig-Holstein: 53,1 %
  • Saarland: 53 %
  • Nordrhein-Westfalen: 52,1 %
  • Mecklenburg-Vorpommern: 50,9 %
  • Niedersachsen: 50,6 %
  • Berlin: 50,0 %
  • Rheinland-Pfalz: 49,5 %
  • Hessen: 49,2 %
  • Baden-Württemberg: 48,9 %
  • Brandenburg: 48,3 %
  • Thüringen: 47,6 %
  • Sachsen-Anhalt: 47,2 %
  • Hamburg: 46,6 %
  • Bayern: 46,6 %
  • Sachsen: 44,3 %

Impfquote in Bayern: 85.000 weniger Geimpfte von Montag auf Dienstag

Vor einigen Tagen korrigierte das Robert-Koch-Institut die Zahlen der Erstimpfungen im Freistaat plötzlich deutlich nach unten. Wie der "BR" berichtete, lag der Fehler laut Gesundheitsministerium und RKI im System. Es seien demnach Mehrfachmeldungen derselben Impfungen eingegangen. Dieses Problem habe man jetzt behoben. Auch das habe Bayern im Vergleich der Bundesländer einige Prozentpunkte gekostet - 0,6 um genau zu sein. 

Gibt es weitere Gründe?

Eine detaillierte Erklärung dafür, warum Bayern im Ländervergleich bei Erstimpfungen so schlecht abschneidet, gibt es bisher nicht. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek vermutet, dass auch die Pfingstferien in Zusammenhang mit der Impfquote stehen könnten. In diesen zwei Wochen hätten Hausärzte im Freistaat einer Mitteilung des Ministeriums zufolge, weniger Impfdosen bestellt als sonst. Das wirke sich auch auf die Gesamtimpfquote aus. 

Ein Sonderkontingent an Impfstoffen, soll dieser Entwicklung jetzt entgegenwirken.28 Regionen in Bayern sollen vom zusätzlichen Impfstoff profitieren. Holetschek betonte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (17. Juni): "Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten."