• Aufgrund der Corona-Pandemie sollen die Weihnachtsferien für Schüler nach vorne verlegt werden.
  • Laut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollen die Ferien bereits am 19. Dezember 2020 beginnen.
  • In fast allen Bundesländern finden die Ferien früher statt: Nur Bremen und Thüringen wählen eine "länderindividuelle" Lösung.

Wegen der Corona-Pandemie sollen die Weihnachtsferien in diesem Jahr früher beginnen. Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bereits vorab verkündet hat, wird der 18. Dezember (Freitag) in den meisten Bundesländern der letzte Schultag sein.

Update vom 25.11.2020, 23.00 Uhr: Weihnachtsferien beginnen fast überall am 19. Dezember

Die Weihnachtsferien sollen in diesem Jahr fast überall in Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz verständigt.

Neue Tatsachen werden damit nicht geschaffen. Bereits vor dem Gespräch mit Merkel hatten Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg angekündigt, ihre Ferien auf den 19. Dezember vorzuziehen. In den meisten übrigen Bundesländern stand dieser Termin schon lange vor Corona als Ferienstart fest. Der 19. Dezember ist der Samstag vor Heiligabend, der in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt.

Bis auf Bremen und Thüringen sollen die Ferien nun überall an diesem Tag beginnen. Die beiden Länder behalten sich laut Beschluss vom Mittwoch "eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns" vor.

Update vom 25.11.2020, 6.00 Uhr: Heute "Tag der Entscheidungen" - setzt sich dieser Ferien-Vorschlag durch?

Heute, 29 Tage vor Weihnachten, sollen zahlreiche Entscheidungen in Berlin fallen. Bei den Beratungen der Ministerpräsidenten wird es um die Fortsetzung des Lockdowns gehen. So viel scheint sicher. Doch was passiert mit den Schulen? Dazu sind gestern erste Beschlussvorlagen durchgesickert. Die Meldung, es gebe eine Einigung der Minister auf den 16. Dezember als bundesweiten Start in die Weihnachtsferien, stellte sich später als Falschmeldung heraus.

Lediglich die Bundesregierung möchte die Ferien bereits in drei Wochen beginnen lassen, und somit fast eine Woche früher als normal. Die Länder wollten bisher die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien am 19. Dezember starten. Das wäre der Samstag vor Weihnachten.

Am frühen Abend kann mit Ergebnissen aus Berlin gerechnet werden. Dort beraten die Kanzlerin, Angela Merkel, mit den Chefs der Länder. Die letzte Konferenz dieser Art vom 16. November verlief ergebnislos. Heute sollte es aber zu Beschlüssen kommen - am Montag läuft der Teil-Lockdown mit Ende des Monats aus.

Update vom 24.11.2020, 19.40 Uhr: Ferien ab 16. Dezember?

Die Weihnachtsferien sollen bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend und bezog sich auf einen Vorschlag des Kanzleramtes. Beschlossen ist derzeit noch nichts. Die Beratungen von Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel finden am Mittwochnachmittag statt.

Bisher wollten die Länder die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien bundesweit am 19. Dezember beginnen. Bei Erkältungssymptomen vor Weihnachten soll darüber hinaus eine großzügigere Testmöglichkeit geboten werden, um die Begegnungen zur Weihnachtszeit so sicher wie möglich zu machen. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte bereits verkündet, dass der 18. Dezember (freitag) der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien sei.

Ursprüngliche Meldung vom 24.11.2020, 13.30 Uhr: Weihnachtsferien in Bayern ab 18. Dezember

Nun ist es endgültig: Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist damit Freitag, der 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will den betroffenen Eltern unter die Arme greifen.

"Das Infektionsrisiko wird durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten erheblich gesenkt, damit Familien gesund und unbeschwerter feiern können", twitterte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können", argumentierte der Ministerpräsident, der bereits in den vergangenen Tagen immer wieder betont hatte, wie wichtig ihm die Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie sei.

Infektionsrisiko "erheblich gesenkt": Weihnachtsferien in Bayern beginnen schon am 18. Dezember

Kritik kommt unter anderem vom Deutschen Philologenverband. Aber auch viele Eltern, die in der Corona-Krise schon den einen oder anderen Urlaubstag der Kinderbetreuung wegen opfern mussten, dürfte die kurzfristige Ferienverlängerung nicht gefallen. Dieser Kritik will Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nun mit einem Programm zur Notbetreuung begegnen. 

Wie genau das Angebot für die Schüler aussehen werde, deren Eltern an den zusätzlichen Ferientagen 21. und 22. Dezember arbeiten, müsse in den nächsten Tagen noch geklärt werden, sagte Piazolo am Dienstag in München. Es sei aber geplant, dass die Lehrkräfte an beiden Tagen im Dienst seien und so zur Verfügung stünden.

Der Deutsche Philologenverband sprach unterdessen  von einem "Planungschaos". Lehrerinnen und Lehrer wollten ihren Unterricht vernünftig planen, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Unter kurzfristigen Ferienverlängerungen hätten im Zweifel insbesondere diejenigen zu leiden, die bald Abitur machen oder bei denen andere Prüfungen anstehen" Statt eines hektischen Herumdokterns an den Ferienzeiten brauche es vielmehr Reihentestungen zum Schulbeginn im neuen Jahr - also freiwillige Corona-Tests für alle Schüler und Lehrer.

Söder sagte hingegen, mit dem früheren Ferienbeginn "verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können". Hintergrund ist, dass die Menschen einige Tage vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschränken sollten, damit es bei den Familienfeiern nicht zu Ansteckungen kommt. Dies betonte auch Piazolo: Er appellierte an die Schüler, sich an den zusätzlichen freien Tagen wirklich Kontaktbeschränkungen aufzuerlegen und diese Tage nicht etwa im großen Maße zu nutzen, um in der Fußgängerzone einkaufen zu gehen.

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die unionsregierten Länder für eine solche Verlängerung der Ferien ausgesprochen - so stand es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier. Zunächst war Nordrhein-Westfalen in Vorlage gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten. Protest gab es unter anderen von der Lehrergewerkschaft GEW und dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter in NRW.

Alle aktuellen Corona-Regeln an Bayerns Schulen im Überblick.