• Corona-Regeln in Bayern gelten seit 21.05.2021
  • Was gilt bei Inzidenz unter 50, 50 bis 100, 100 bis 150 und über 150?
  • Alle Regelungen und Maßnahmen im schnellen Überblick
  • Achtung: neue Regeln seit 07.06.2021 - hier geht es zu den Corona-Regeln ab Montag
  • Der Inzidenzwert unter 35 hat keine Bedeutung mehr
  • Der Katastrophenfall in Bayern wird aufgehoben 

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben sich die Maßnahmen zum Kampf gegen das Virus und die Regeln für die Bürger häufig verändert. Deutschlandweit einheitlich sind die Regelungen nicht, was es für die Menschen nicht gerade leichter macht. Auch die Corona-Regeln im Freistaat Bayern haben sich immer wieder geändert. Da fällt es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten, auch wenn Städte und Landratsämter Änderungen der Regeln vor Ort jeweils umgehend bekannt geben und auch regionale Medien darüber informieren. Und auch wenn man die aktuelle Inzidenz in seiner Region kennt, heißt das nicht automatisch auch, dass einem alle dazu passenden Regeln klar sind. Deshalb zeigen wir Ihnen hier kurz und knapp, welche Corona-Regeln bei welcher Inzidenz gelten. 

Corona-Regeln in Bayern: Was gilt seit 7. Juni und was bleibt gleich?

Seit dem 21. Mai 2021 gibt es neue Corona-Regeln in Bayern. Die Regelungen sind weiterhin von der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region abhängig. Wie hoch die Inzidenz aktuell in Ihrer Region in Franken ist, können Sie in unserer Karte nachschauen. Seit Montag, dem 7. Juni, gibt es neue Lockerungen bei einem Inzidenzwert unter 50. Der Inzidenzwert unter 35 wird derweil bedeutungslos, wie Ministerpräsident Markus Söder bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag bekannt gab.

Das sind die Regeln bei einer Inzidenz über 100

Liegt die 7-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über einem Wert von 100, so treten ab dem übernächsten Tag die folgenden Regelungen der Bundesnotbremse eins zu eins in Kraft. Bayerische Sonderregelungen gibt es für diesen Fall nicht mehr.

  • FFP2-Maskenpflicht: Sie gilt unter anderem im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel. Außerdem können Städte und Kommunen weitere hoch frequentierte Orte wie zum Beispiel Innenstädte als Gebiete ausweisen, in denen eine Maskenpflicht gilt. Die FFP2-Maskenpflicht gilt für Kinder erst ab 15 Jahren. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren müssen keine FFP2-Maske tragen, ab einem Alter von 6 Jahren aber einen Mund-Nasen-Schutz (Community-Maske). 
  • Ausgangssperre: Es gilt eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr - außer für Geimpfte und Genesene. Sport alleine im Außenbereich ist bis 24 Uhr erlaubt. Lesen Sie dazu auch: Ab wann gilt man als vollständig geimpft?
  • Kontaktbeschränkungen: Nur 1 Haushalt plus 1 weitere Person sind erlaubt (Kinder unter 14 Jahren, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit).
  • Einzelhandel:
    Bei Inzidenz von 100 bis 150: Ladengeschäfte des Einzelhandels mit Click & Meet, mit negativem Test und Termin. 
    Bei Inzidenz von über 150: Ladengeschäfte können nur Click & Collect anbieten.
  • Gastronomie: nur Lieferung und Abholung erlaubt. Keine Abholung zwischen 22 und 5 Uhr.
  • Hotels: Beherbergungsbetriebe dürfen keine Touristen aufnehmen.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Frisöre und Fußpflege nur mit Test und Termin.
  • Schulen & Kitas
    Bei Inzidenz bis 165: In den Schulen findet Wechselunterricht statt. Kindertagesbetreuungen geöffnet in Kleingruppen ab 7. Juni
    Bei Inzidenz über165: In den Schulen findet Distanzunterricht statt. Kindertagesbetreuungen geschlossen, nur Notbetreuung möglich.
    Schülerinnen und Schüler werden 2x pro Woche getestet
    In Kitas gibt es keine Testpflicht. Es können freiwillige Tests, kindgerecht durch die Eltern durchgeführt werden.
  • Sport: Kontaktfreie Ausübung von Individualsportarten ist erlaubt. Alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands.
    Nur für Kinder unter 14 Jahren: Die Ausübung von kontaktlosem Sport im Freien in Gruppen von bis zu 5 Kindern ist erlaubt. Anleitungspersonen dürfen mit negativem Test teilnehmen.
  • Kultur und Freizeit: Öffnung der Außenbereich von Zoos und botanischen Gärten, Besucher brauchen negativen Test und Termin. Kultureinrichtungen wie Theater, Kinos oder Museen bleiben geschlossen.
    Autokinos dürfen mit Schutz- und Hygienekonzept öffnen
    Spielplätze für Kinder in Begleitung von Erwachsenen bleiben geöffnet
  • Veranstaltungen und Gottesdienste: Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind lediglich Versammlungen im Sinne des Bayerischen Versammlungsgesetzes sowie Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften.

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Das sind die neuen Regeln bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100

Im Zuge der neuesten Beschlüsse gelten seit dem 7. Juni als neue 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) für den Inzidenzbereich unter 100 folgende Maßnahmen:

  • Allgemeine Kontaktbeschränkung: 10 Personen aus max. drei Haushalten dürfen sich treffen.
  • Geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass (Geburtstags-, Hochzeits-, Tauffeiern, Beerdigungen, Vereinssitzungen etc.) werden wieder möglich: Draußen bis 50 Personen,  drinnen bis 25 Personen. Nicht Geimpfte oder Genesene brauchen einen negativen Test.
  • Schulen: Ab dem 21. Juni wieder Präsenzunterricht. Praktische Ausbildungsabschnitte sind generell inzidenzunabhängig in Präsenz möglich. Im Sportunterricht sowie im Freien entfällt die Maskenpflicht. Weiterhin sind inzidenzunabhängig zweimal wöchentliche Tests erforderlich. Das Testergebnis wird den Schülern aber auf Antrag bescheinigt und kann so auch außerschulisch genutzt werden (sogenannter „Selbsttest-Ausweis“).
  • Kindertagesstätten kehren analog zu den Schulen zum Normalbetrieb zurück.
  • Hochschulen: Präsenzveranstaltungen sind wieder möglich. Die Höchstzahl der Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums (bei 1,5 m Abstand). Studierende müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Auf dem Hochschulgelände besteht Maskenpflicht.
  • Handel und Geschäfte: Bei einer Inzidenz unter 100 wird der Handel allgemein ohne Terminvereinbarung geöffnet.
  • Märkte: Märkte können im Außenbereich wieder sämtliche Waren verkaufen.
  • Gastronomie: Die Innengastronomie wird geöffnet und kann bis 24 h (bisher 22 h) offen bleiben. Ein negativer Test ist erforderlich. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung sowie die Maskenpflicht. Schankwirtschaften bleiben im Innenraum geschlossen.
  • Hotellerie, Beherbergung: Zimmer können künftig an 10 Personen aus maximal 3 Haushalten vergeben werden. Ein Test ist weiterhin alle 48 Stunden erforderlich.
  • Freizeiteinrichtungen: Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. Es muss ein negativer Test vorgelegt werden. Prostitutionsstätten, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.
  • Wirtschaftsnahe Veranstaltungen wie Kongresse/Tagungen werden unter den gleichen Voraussetzungen wie kulturelle Veranstaltungen zugelassen.
  • Kulturelle Veranstaltungen: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind bei fester Bestuhlung und negativem Test mit bis zu 500 Personen zulässig. Für kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen können künftig nicht nur feste Bühnen, sondern wieder alle geeigneten Stätten genutzt werden, die groß genug sind.
  • Gottesdienste: Der Gemeindegesang ist wieder erlaubt (im Innenraum mit FFP2-Maske). Bei Freiluftgottesdiensten entfällt die Maskenpflicht am Platz. Auf die Anzeige- und Anmeldepflicht wird verzichtet.
  • Proben von Laienensembles im Musik- und Theaterbereich: Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums. Außerschulischer Musikunterricht wird ohne Personenobergrenze zulässig.
  • Sport: Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) innen und außen mit negativem Test ohne feste Gruppenobergrenzen möglich.

Das sind die aktuellen Regeln bei einer Inzidenz bis 50 

Seit 7. Juni gibt es vor allem für Inzidenzwerte unter 50 weitreichende Lockerungen. Künftig gilt bei Inzidenz unter 50 in Bayern:

  • Kontakte: 10 Personen aus zehn Haushalten dürfen sich treffen.
  • Handel: Mit Maske dürfen Kunden künftig wieder überall in den Handel.
  • Veranstaltungen (Hochzeiten, Partys): 100 Leute draußen erlaubt, 50 Leute im Innenraum.
  • Sport: Keine Obergrenzen mehr für Sportler im Außen- und Innenbreich.
  • Kultur: Bis zu 500 Zuschauer sind wieder möglich.
  • Der Inzidenzwert unter 35 spielt keine Rolle mehr.
  • Katastrophenfall in Bayern entfällt komplett.
  • Alten- und Pflegeheime: Die Testpflicht für Besucher entfällt. Gemeinschaftsveranstaltungen in den Heimen sind im Innenraum mit 25 Personen, im Außenbereich mit 50 Personen zulässig.
  • EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich in München am 15. Juni: 20 Prozent der Plätze der Allianz-Arena darf ausgereizt werden. Das bedeutet, dass ca. 14.000 Zuschauer das Spiel im Stadion live vor Ort verfolgen können

Inzidenzunabhängige Öffnungen

Unabhängig von der Inzidenz in einer Regionen haben folgende Geschäfte geöffnet: Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgerätakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Pfandleihhäuser, Poststellen, Reinigungen und Waschsalons, Versicherungsbüros, Tierbedarf und Futtermittel, Bibliotheken, Archive, Frisöre und Fußpflegebetriebe, Blumenläden, Gartenmärkte, Gärtnereien, Buchhandel sowie sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte.

Sonderregelung für Geimpfte und Genesene

Vollständig Geimpfte oder Genesene werden negativ getesteten Personen gleichgestellt. Für vollständig geimpfte sowie genesene Personen entfällt eine etwaige Ausgangssperre, sowie die Test- und Quarantänepflicht. Außerdem sind sie von Kontaktbeschränkungen im Allgemeinen und im Sport ausgenommen. Auch werden sie bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer nicht mitgezählt. Lesen Sie dazu auch: Geimpft oder genesen - wie weise ich das nach?

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