Laden...
München
Pandemie

Söder fordert Doppeltests: Aktuelle Corona-Maßnahmen in Bayern

Am Montag rief Markus Söder zu einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts. Anschließend verkündete der Ministerpräsident einige Neuerungen in Sachen Corona-Maßnahmen. Alle Lockerungen und Neuerungen erfahren Sie im kompakten Überblick bei inFranken.de.
Aktueller Stand zum Coronavirus - Jetzt für Newsletter anmelden
  • Doppeltests für Reiserückkehrer aus Bayern beschlossen
  • Kontaktbeschränkungen in Bayern gelten vorerst bis zum 16. August
  • Einreise-Quarantäneverordnung ebenfalls verlängert
  • Corona-Lockerungen in Bayern: Alle aktuellen Regeln im Überblick

Weitere Corona-Maßnahmen in Bayern: Das Coronavirus "Sars-CoV-2" hat weiterhin großen Einfluss auf unseren Alltag. Nach und nach sind immer mehr Lockerungen vorgesehen, um das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder hochzufahren.

Diese Corona-Beschränkungen werden in Bayern gelockert: Ein Überblick

Wichtig: Das Tragen eines Mundschutzes in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln muss weiterhin eingehalten werden, um diese Lockerungen verwirklichen zu können. 

Alle wichtigen Corona-Lockerungen und weitere Informationen rund um das Coronavirus in Bayern finden Sie hier im Ticker von inFranken.de.

[Anzeige] Sommer zuhause: Die schönsten Ausflugsziele in Franken - mit praktischen Gadgets für Smartphone & Co.

Update vom 10.08.2020: Söder ruft bayerisches Kabinett zu Sondersitzung - das wurde beschlossen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montag (10. August 2020) außerplanmäßig sein Kabinett zusammen gerufen, um über die aktuellen Corona-Entwicklungen im Freistaat zu beraten. Die steigenden Infektionszahlen sind  offenbar der Grund für die Konferenz, die per Video-Schalte stattfand. Im Anschluss an die Beratungen verkünden Ministerpräsident Söder (CSU), Gesundheitsministerin Huml (CSU) und Kultusminister Piazolo (Freie Wähler) über mögliche neue Lockerungen oder Beschränkungen. Über eine Maskenpflicht während des Schulunterrichts wird am 1. September neu beraten.

Während der Pressekonfernz betonte Ministerpräsident Söder, dass das größte Corona-Infektionsrisiko im privaten Bereich stecke. "Die eigentliche Gefahr ist der Leichtsinn bei privaten Veranstaltungen", so der CSU-Chef. Dei Rückkehr von Fußballfans in Stadien zum Saisonbeginn der Bundesliga sieht Söder weiterhin äußerst skeptisch. In der letzten August-Woche werde er versuchen, in Abstimmung mit dem Bund eine Ministerpräsidentenkonferenz zum Thema Bundesliga abzuhalten.

In ganz Bayern soll es in Kürze flächendeckend Corona-Testzentren geben. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sollen solche Zentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. Damit soll den Bürgern der Gang zum Arzt erspart werden. Zudem wichtig: Es soll Doppeltests geben. Reiserückkehrer sollten sich nach Worten Söders künftig zweimal testen lassen: Einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen, und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später. Dazu sollen die Testkapazitäten in Bayern weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag". Zudem sollen die bisherigen Corona-Testzentren an der Grenze nach Worten Söders weiter professionalisiert werden, damit Testergebnisse schneller als bisher ermittelt werden und schneller übertragen werden könnten.

Hier die wichtigsten Punkte der Pressekonferenz, auf der Ministerpräsident Söder über die wichtigsten Änderungen informiert hat: 

+++ 12.55 Uhr: Söder betont auf Nachfrage noch einmal, dass es keine Planbarkeit in Sachen Corona gebe. 

+++ 12.48 Uhr: Piazolo betont am Ende, dass man im neuen Schuljahr sehr flexibel sein müsse. Gegebenenfalls müssten die Pläne nachjustiert werden.

+++ Die Maskenpflicht besteht derzeit nur bis zum Platz im Klassenzimmer. Am 1. September, eine Woche vor Schulbeginn, wird darüber neu beraten.

+++ Bei einem höheren Infektionsgeschehen wird es wieder ein Lernen im Wechsel geben. Das heißt, dass wie vor den Sommerferien, zum ein Teil der Schüler zurück ins Homeschooling/den Fernunterricht geht.

+++ 12.40 Uhr: Mehrtägige Klassenfahrten sind bis Ende Januar 2021 ausgesetzt.

+++ Das Ziel sei es weiterhin, den Regelbetrieb der Schulen unter Einhaltung der Hygieneregeln zu ermöglichen. 

+++ 12.39 Uhr: Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) spricht über den Vier-Stufen-Plan zu Schulbeginn.

+++ "Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität", sagt Huml.

+++ Geringer Anstieg von Fallzahlen soll keine "falsche Sicherheit" signalisieren. Vorsicht und Umsicht sei weiterhin maßgeblich.

+++ 12.31 Uhr: Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) spricht.

+++ 12.30 Uhr: Söder sagt: "Keiner will einen zweiten Lockdown". 

+++ Höchste Aufmerksam- und Sorgsamkeit des Freistaats. 

+++ 12.28 Uhr: Die Sorge des Freistaats sei weiterhin, dass Zahlen nicht mehr nur in einzelnen Hotspots ansteigen. 

+++ In der letzten Augustwoche soll es auf Bundesebene weitere Beratungen zur Thematik Fußballfans in Stadien geben.

+++ 12.26 Uhr: Vorerst keine Fans bei Bundesligaspielen im Fußball zu Saisonbeginn? Laut Söder "verheerende Signalwirkung" für die Öffentlichkeit. 

+++ Über Maskenpflicht im Unterricht soll ebenfalls am 1. September entschieden werden. Bis dahin wird genau beobachtet, was in anderen Bundesländern passiert. 

+++ 12.24 Uhr: Lehrer sollen regelmäßig getestet werden. Schulen sollen schnell geschlossen werden, falls es vermehrt Corona-Fälle gibt.

+++ Am 1. September 2020 soll über die schulischen Maßnahmen beraten werden. Eine Woche später geht die Schule wieder los.

+++ Neue Herausforderungen ab September durch Schulbeginn und Beginn der Grippewelle.

+++ 12.20 Uhr: Bis Ende August soll es in allen Landkreisen und kreisfreien Städten "Testzentren" geben, um sich schnell und unbürokratisch testen zu lassen. Deshalb werden die Testkapazitäten weiter hochgefahren - bis zu 200.000 Tests pro Tag.

+++ Auf Dauer soll es einen "Doppeltest" geben. Fünf bis sechs Tage nach erstem Test soll zweiter Test erfolgen. "Ein Test allein wird keine hinreichende Sicherheit geben", so Söder.

+++ Die bisherigen Tests bei Reiserückkehrern hätten gezeigt, dass viele positiv Getestete auch aus Gebieten zurückkämen, die derzeit nicht als Risikogebiete gelten. 

+++ Bis heute wurden rund 60.000 Tests an Hauptbahnhöfen, Flughäfen und an Grenzübergängen gemacht.

+++ Durch Tests in Bayern soll Sicherheit in ganz Deutschland gestärkt werden. 

+++ 12.16 Uhr: Ausweitung von Risikogebieten muss deutlich dynamischer erfolgen. Teststrategien waren erfolgreich.

+++ 12.14 Uhr: Söder ruft zu Umsicht auf. Menschen sollen nicht nachlässig werden.

+++ Corona sei laut Söder "viel heimtückischer und gefährlicher", als bisher angenommen. Corona ist weiterhin auf dem Vormarsch und wird deutlich stärker werden.

+++ Corona sei nach wie vor präsent und wird immer gefährlicher. Viele Infizierte klagen immer noch über Nachwirkungen.

+++ 12.12 Uhr: Söder eröffnet die PK mit den Worten: "Corona macht keine Ferien".

+++ 12.09 Uhr: Die Pressekonferenz, die Ministerpräsident Markus Söder aus dem Heimatmuseum in Nürnberg leitet, verzögert sich offenbar noch. 

Update vom 02.08.2020: Söder rechnet mit Corona-Rückkehr in "voller Wucht"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnt Wachsamkeit an: In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" äußerte er sich zu möglichen weiteren Lockerungen und einer zweiten Welle des Coronavirus. Es gelte zu verhindern, so Söder, dass wir wieder eine Situation wie im März erleben. Stattdessen müsse man wachsam sein. Daher sei es aus Söders Sicht auch nicht wahrscheinlich, dass die neue Bundesliga-Saison vor Zuschauern beginne, sondern wohl weiter in Form von Geisterspielen. Auch er als Fußballfan sei da eher skeptisch.

Söder rechnet damit, dass das Coronavirus wieder "mit voller Wucht" zurückkehren könnte - wir müssten uns darauf einstellen. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Deutschland wieder gestiegen - vergangene Woche registrierte das RKI wieder bis zu 1000 neue Fälle an einem Tag - ein neuer Höchststand. Grund sind unter anderem Lockerungen, mehr Tests, aber auch Urlaubsrückkehrer und ein allgemein lockerer Umgang mit Abstandsregeln. 

Update vom 28.07.2020, 13.45 Uhr: Kontaktbeschränkungen in Bayern verlängert

Die sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis zum 16. August verlängert. Das gab der Bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann auf einer Pressekonferenz nach der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause bekannt. 

Die Einreise-Quarantäneverordnung wurde ebenfalls verlängert und soll bis 17. August gelten. Wenn auf Bundesebene die Test-Pflicht für Rückreisende aus Risikogebieten offizielle eingeführt ist, soll es jedoch möglich sein, die Quarantäne zu umgehen, wenn der Corona-Test negativ ausfällt. Ministerpräsident Markus Söder hatte sich bereits am Montag für eine solche Pflicht ausgesprochen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die bundesweite Einführung der verpflichtenden Tests wenige Stunden später angekündigt (Update vom 27.07. 17 Uhr). Laut der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml soll die entsprechende Verordnung nächste Woche festgesetzt werden.

Herrmann kündigte zudem eine vereinzelte Lockerung im Bereich Sport an: Bei Kampfsportarten soll das Training wieder mit mehr als nur fünf Personen möglich sein, solange kein ständiger Körperkontakt besteht.

Update vom 19.07.2020, 10.45 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern - was erlaubt ist und was nicht

  • Kontaktbeschränkungen: Im öffentlichen Raum dürfen sich wieder Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

  • Schulen und Kitas: Auch für die letzten Schüler im Freistaat gibt es wieder Präsenzunterricht an den Schulen. Alle Kinder dürfen zurück in Kindergärten und Krippen.

  • Feste und Veranstaltungen: Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Und die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt

  • Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Zum Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten haben sich Bund und Länder am 16. Juli auf eine gemeinsame Linie verständigt. Danach soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind. So soll zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie eingegangen werden. «Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen», heißt es in dem Beschluss. Dem Papier zufolge sollen die Länder Vorsorge dafür treffen, dass Reisende aus Regionen mit erhöhten Corona-Infektionen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden beziehungsweise ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind. In Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen, ebenso Wellnessbereiche.

  • Demonstrationen: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

Update vom 14.07.2020, 16.15 Uhr: Neue Corona-Lockerungen für Bayern verkündet

Bei einer Sitzung des Bayerischen Kabinetts am Dienstag (14. Juli 2020) wurden neue Lockerungen der bestehenden Corona-Maßnahmen beschlossen. "Das Infektionsgeschehen in Bayern hat sich in den letzten Wochen weiterhin positiv entwickelt. Die Strategie schrittweiser Öffnung hat sich bewährt", heißt es seitens des Ministeriums. Die Obergrenze von mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wird bayernweit in keinem Landkreis und in keiner Stadt überschritten. Eine Übersicht dazu finden Sie hier. Dies rechtfertige weitere vorsichtige Öffnungsschritte.

Folgende Lockerungen wurden verkündet:

  • Märkte ohne Volksfestcharakter, wie beispielsweise kleinere, traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte oder Flohmärkte, die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht, werden im Freien wieder unter folgenden Voraussetzungen zugelassen:
    • Wahrung eines Mindestabstands von 1,5 Metern durch organisatorische Maßnahmen (Abstände zwischen den Ständen, Besucherlenkung),
    • Maskenpflicht,
    • kein Festzelt und keine Partymusik,
    • Erstellung eines entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepts durch den Veranstalter, das auf Verlangen vorgelegt werden muss.
  • Zudem wird die bislang geltende Personenbeschränkung bei Sport-Wettkämpfen erhöht. Das bedeutet, dass auf gekennzeichneten Plätzen oder klar voneinander getrennten Aufenthaltsbereichen bis zu 200 Personen zusammenkommen dürfen. Im Übrigen ist die Anzahl auf 100 Personen beschränkt. Zuschauer bleiben weiterhin ausgeschlossen.

  • Berufliche Veranstaltungen beziehungsweise solche, die dienstlich veranlasst werden, wie Tagungen oder Kongresse, werden zu gleichen Bedingungen zugelassen, wie kulturelle Veranstaltungen. Hier gilt ab dem 15. Juli 2020 (Mittwoch): In geschlossenen Räumen dürfen bis zu 200 Personen zusammenkommen - im Außenbereich sind es bis zu 400. Ohne zugewiesene oder gekennzeichnete Sitzplätze ist die Beschränkung im Innenbereich bei 100 und outdoor bei 200 Personen.

 

jgö/tu/ak/dn/srü