• Bayerisches Kabinett hat über die Corona-Krise beraten
  • Experten waren per Video zugeschaltet
  • Söder und Holetschek verkünden Beschlüsse
  • Söder stellt Schul-Öffnungen in Aussicht

Update vom 26.01.2021, 16.40 Uhr: Söder stellt Schul-Öffnungen in Aussicht

Trotz weiter sinkender Infektionszahlen in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder vor voreiligen Corona-Lockerungen gewarnt - zugleich aber Öffnungen für Schulen und Kitas ab Mitte Februar in Aussicht gestellt. "Fakt ist, wenn keine höheren Einträge kommen, die Zahlen sinken, wenn es kein Durchlaufen von Mutationen gibt, dann gibt es auch eine Aufhellung im Februar", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

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Für die Staatsregierung hätten in dem Fall Schulen und Kitas Priorität, "weil es für die Schüler ganz wichtig ist, doch wieder einen geregelten und vernünftigen Unterrichtsmodus auf den Weg zu bringen", sagte Söder. Er kündigte daher für Anfang Februar einen Schulgipfel mit Eltern, Lehrern, Schülern und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an. Hier solle über die weiteren Schritte ab Mitte Februar gesprochen werden. Dazu gehöre übrigens nicht nur die Frage, welcher Unterricht wo und in welcher Form stattfinde, sondern auch eine Debatte um ein Testkonzept für Lehrer und Schüler.

Insgesamt sei die Tendenz bei den Zahlen positiv, sagte Söder. Unter Verweis auf das mutierte Virus warnte der CSU-Chef aber, "toxisch" wäre eine Verbreitung der Mutation parallel zu einer überstürzten Lockerung. "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, es ist noch nicht vorbei", betonte Söder. "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen."

Bayern sei aber auf einem guten Weg, sagte der 54-Jährige. "Die Zahlen gehen Stück für Stück zurück." Zuletzt habe es 801 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Bayern gegeben - halb so viele wie vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner, sei landesweit von 217 auf 104 gesunken. Die Strategie sei also komplett richtig, die Maßnahmen wirkten, sagte Söder. "Wir sind mitten in einer ganz erfolgreichen Therapie."

Zugleich zeigten die Zahlen aber auch, dass Bayern noch viel zu weit von der Inzidenz-Marke 50 entfernt sei. Dieser Wert gilt deutschlandweit als Zielmarke. Diese sei nicht willkürlich gewählt, da darüber keine Nachverfolgung der Infektionsketten möglich sei.

Söder warnte deshalb vor einer Debatte über vorschnelle Lockerungen. Auch in anderen Ländern zeige sich, dass gerade die "letzten Meter" im Kampf gegen hohe Infektionszahlen schwierig und anstrengend seien. Es gelte daher der Rat, "das Wasser zu halten, anstatt den Mund wässrig zu machen". Jeder wolle Öffnungen, jeder wolle Erleichterungen, jeder wolle gerne Normalität - aber an erster Stelle stehe eben die Verantwortung, mahnte Söder. Zudem wolle niemand einen "Jo-Jo-Effekt". Ein schnelles Hin und Her habe fatale Folgen für die Akzeptanz der Bevölkerung und für die Wirtschaft.

Zusammenfassung zu den Beratungen vom 26.01.2021, 14.00 Uhr: Prognosen und Unterstützung für Eltern

Am Dienstag (26. Januar 2021) hat das bayerische Kabinett zur Corona-Krise beraten. Im Anschluss traten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner vor die Presse. Söder zeigte sich positiv gestimmt, denn die Corona-Zahlen in Bayern sinken. "Die Maßnahmen zeigen Wirkung", erklärte er, dennoch sei "keine Zeit für Lockerungen". Vorschnelle Lockerungen könnten schnell zu einem "Jo-Jo-Effekt" führen. Söder erläuterte, dass die aktuell laufenden Lockdown-Maßnahmen bis zum 14. Februar bestehen bleiben, danach werde man weitersehen. 

Der Ministerpräsident rät weiterhin zu "maximaler Vorsicht" und "hoher Ernsthaftigkeit". Im Anschluss verkündete Sozialministerin Carolina Trautner, dass Eltern finanziell unterstützt werden sollen. Demnach bekämen Eltern die Kita-Gebühren für Januar und Februar rückwirkend erstattet, wenn das Kind Zuhause war, anstatt in einer Notbetreuung. Eine Klausel soll regeln, dass Eltern, deren Kinder nur vereinzelte Tage in der Kita waren, auch einen Anspruch auf die Erstattung der Gebühren haben. Die Träger der Kitas erhalten die Gebühren in Form einer Pauschale zu 30 Prozent von den Kommunen und zu 70 Prozent vom Freistaat. Selbes gelte für die Mittagsbetreuung.

Im Zuge der Impfungen ergriff Gesundheitsminister Klaus Holetschek das Wort. Laut Experten wirken die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer auch gegen die Corona-Mutation. Er erklärte, dass bis jetzt 351.000 Menschen eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. 

Update vom 26.01.2021, 13.00 Uhr: Söder und Holetschek geben eine Pressekonferenz ab - jetzt live

Das bayerische Kabinett hat am heutigen Dienstag (26. Januar 2021) gegen 10.00 Uhr begonnen über die Corona-Krise zu beraten. Ab 13.00 Uhr treten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek vor die Presse. Hier erhalten Sie ab 13.00 Uhr alle Informationen im Live-Ticker von inFranken.de. 

++ 13.35 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. 

++ 13.28 Uhr: Söder: "Mitte Februar schauen wir weiter. Corona lehrt einen eher Demut als Hochmut. Ich freue mich, wenn wir bessere Zahlen haben. Ich rate dennoch zu maximaler Vorsicht und hoher Ernsthaftigkeit" - die Zahlen können auch schnell wieder ansteigen. 

++ 13.26 Uhr: Söder "Sind in einer Situation der gemischten Gefühle."

++ 13.22 Uhr: Die Impfungen von Moderna und Biontech helfen auch gegen Mutation, so die Experten laut Holetschek

++  13.21 Uhr: Wenn kein Impfstoff da ist "verspielen wir unser Vertrauen"

++ 13.20 Uhr: Thema Impfen: 351.000 Menschen sind bereits geimpft

++ 13.19 Uhr: "Müssen die Regelungen klar und deutlich halten, damit sich die Mutation nicht ausbreitet."

++ 13.18 Uhr: Gesundheitsminister Klaus Holetschek übernimmt das Wort

++ 13.16 Uhr: "Wichtig war es uns, dass die Eltern keine Beiträge zahlen müssen." - Weniger Kinder werden so auch in die Kita gebracht, was dem Infektionsschutz dient.

++ 13.15 Uhr: Den Trägern der Kitas werden die entsprechenden Beiträge pauschal ersetzt

++ 13.14 Uhr: Eltern werden von den Elternbeiträgen der Kita für Januar und Februar befreit - selbes gelte für die Mittagsbetreuung

++ 13.13 Uhr: Sozialministerin Carolina Trautner übernimmt das Wort

++ 13.12 Uhr: Eine Bitte: "Wir sind auf einem guten Weg. Aber jetzt nicht in extremen Lockerungsdebatten verheddern. Lieber die nächsten Wochen nochmal konzentriert arbeiten. Es bleiben viele Risiken."

++ 13.11 Uhr: Nächste Woche großer "Runder Tisch" zur Corona-Krise mit etlichen Experten

++ 13.10 Uhr: Wie gehts es weiter? - "Setzen unsere Maßnahmen bis Mitte Februar fort." 

++ 13.10 Uhr: Impfen entscheidet nicht nur über Leben, sondern auch über Normalität. 

++ 13.08 Uhr: Thema Impfen: "Es wird versucht, was nur geht." - Allerdings Problem: Zu wenig Impfstoff, Impfen geht zu langsam. 

++ 13.07 Uhr: Gute Nachricht für Eltern: Wenn das Kind Zuhause bleibt, müssen Eltern keine Gebühren für die Kita zahlen - gilt rückwirkend

++ 13.06 Uhr: Schulen hätten bei der Öffnung Vorrang 

++ 13.06 Uhr: "Wenn es kein Durchlaufen der Mutation gibt und die Zahlen niedriger werden, könnte es im Februar möglicherweise Lockerungen geben. Doch Corona hält sich nicht an kein Datum." 

++ 13.06 Uhr: Überstürzte Lockerungen wären im Blick auf die Corona-Mutation nicht richtig

++ 13.05 Uhr: Es gebe keinen Anlass zur Panik, aber zur Vorsicht. Lockdown-Maßnahmen helfen.

++ 13.04 Uhr: "Haben 20 Fälle in Bayern der Corona-Mutation." - Politik in Alarmbereitschaft

++ 13.03 Uhr: Söder: "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen. Wir setzen die Maßnahmen bis 14. Februar fort."

++ 13.02 Uhr: Söder möchte eine klare Linie weiter behalten - "Verstehe, dass jeder genervt ist. Doch es hilft alles nichts - wir müssen dranbleiben."

++ 13.01 Uhr: "Wenn wir zu schnell entscheiden - zu schnell lockern  - besteht die Gefahr eines Jojo-Effektes"

++ 13.01 Uhr: Söder: "Das zeigt: Die Maßnahmen wirken" - allerdings gebe es noch keinen Anlass zur Entwarnung, sind noch weit von einer Inzidenz von 50 entfernt

++ 13.00 Uhr: Die Positiv-Rate der Tests ist ebenfalls zurückgegangen

++ 13.00 Uhr: "Die Zahlen gehen Stück für Stück zurück." - Heute haben wir einen der niedrigsten Werte seit Monaten

++ 13.00 Uhr: Markus Söder beginnt die Pressekonferenz

Erstmeldung vom 26.01.2021, 10.15 Uhr: Bayerisches Kabinett berät über Corona-Krise

Das bayerische Kabinett berät am heutigen Dienstag (26. Januar 2021) gegen 10.00 Uhr wie jede Woche über die Corona-Krise - wie üblich per Video. Diesmal sollen auch mehrere Experten zugeschaltet werden, darunter der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Im Zentrum steht derzeit unter anderem die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus, die inzwischen als deutlich ansteckender gilt.

Beratung über Kita-Gebühren: Werden diese erstattet?

Über die Ergebnisse der Beratungen wollen Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU) informieren. Möglicherweise könnte dabei auch die Erstattung von Kita-Gebühren thematisiert werden, wenn Eltern ihre Kinder wegen des Corona-Lockdowns nicht betreuen lassen. 

 

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