• Lockdown in Bayern verlängert und verschärft
  • ab 11. Januar gelten weitere Kontaktbeschränkungen
  • Kitas bleiben zu, Schulen gehen in Distanzunterricht

Nachdem Bund und Länder eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar beschlossen haben, wurde im bayerischen Kabinett am Mittwoch (06.01.2021) über die Umsetzung im Freistaat beraten. Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatskanzleiminister Florian Herrmann haben die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Lockdown in Bayern: Neue Regeln gelten bis Ende Januar

Es gelten ab Montag, dem 11. Januar 2021, bis vorerst 31. Januar alle bisherigen Regeln, sowie die folgenden verschärften Maßnahmen:

  • Kontaktbeschränkung: Es gilt eine Ein-Personen-Regel, ein Hausstand darf sich also nur noch mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person treffen.
  • Hotspots mit Inzidenzwerten über 200: Die Einwohner der betroffenen Landkreise und Städte dürfen keine touristischen Tagesausflüge unternehmen, die über einen Umkreis von 15 Kilometer hinausgehen. Gemessen wird erst ab der Ortsgrenze. Arbeit, Einkaufen und Besuche bei der Familie sind davon ausgenommen
  • Schulen: Die Schulferien werden nicht verlängert, es wird jedoch bis 31. Januar keinen Präsenzunterricht geben. Die Faschingsferien sollen in diesem Jahr ausfallen, um Unterricht nachzuholen.
  • Kitas: Die Betreuungseinrichtungen bleiben geschlossen. Für Kindergartenkinder sowie Schüler bis zur 6. Klasse wird jedoch eine Notbetreuung eingerichtet. Diese ist für alle Eltern, die sie benötigen, nicht nur Eltern mit "systemrelevanten" Berufen.
  • Betreuungsgemeinschaften: Familien erhalten eine Ausnahmeregel bei der Kontaktbeschränkung. Die familiäre oder nachbarschaftliche Betreuung von Kindern bis 14 Jahre ist in Gemeinschaft mit einer weiteren Familie erlaubt. Die Kinder dürfen also nicht aus mehr als zwei Hausständen stammen.
  • Unternehmen: Betriebskantinen müssen schließen, dürfen jedoch weiter Speisen zum Mitnehmen anbieten.
  • Einzelhandel: Geschäfte dürfen den Service "Click and Collect" anbieten. Kunden können dabei die Waren online bestellen und vor Ort abholen. Das soll vor allem kleineren Einzelhändlern zugutekommen.

"Die Lage ist weiter sehr ernst und braucht höchste Sorgfalt", so Söder. Der CSU-Chef verteidigte zudem die bisherigen Maßnahmen, diese hätten erreicht, dass die Corona-Zahlen vor den Feiertagen nicht "durch die Decke gegangen sind". Die konkreten Auswirkungen der Feiertage auf das Infektionsgeschehen werden sich erst Mitte oder Ende nächster Woche zeigen.

Zudem bestehe nun ein Zusatzrisiko in Form des mutierten Virus. Laut Söder habe das Gesundheitsministerium am Dienstag (05.01.2021) den ersten Fall der mutierten Corona-Variante in Bayern bestätigt. Die Mutation kann sich schneller Ausbreiten und ist daher besonders gefährlich.

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Ob der Lockdown im Februar gelockert werden kann, ist weiter ungewiss. "Ich verspreche nichts, was wir nicht halten können", kommentierte Söder. Die harten Maßnahmen seien momentan die einzige Möglichkeit, vor allem jetzt in den Wintermonaten. "Wir hoffen auf das Beste, bereiten uns aber weiter auf das Schlimmste vor", so der Ministerpräsident.

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