• Bayerisches Kabinett hat über weitere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie beraten
  • Weitreichende Lockerungen beschlossen: ab Montag (7. Juni 2021) werden Kontaktbeschränkungen reduziert 
  • Erleichterungen für Bürger bei Einkauf, Sport und Kultur
  • Innengastronomie darf wieder öffnen, Clubs und Discotheken bleiben aber geschlossen
  • Bayern hebt Katastrophenfall auf 
  • Inzidenzwert 35 künftig bedeutungslos

Das bayerische Kabinett hat am Freitag (4. Juni 2021) umfassende Lockerungsschritte in zahlreichen Bereichen des Freistaats beschlossen. Unter anderem können sich die Bürger über weitreichende Reduzierung der Kontaktbeschränkungen, die Öffnung der Innenräume in Speisegaststätten und Erleichterungen beim Einkaufen freuen. Vorangegangen war eine Corona-Beratung der Staatsminister unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Corona-Lockerungen in Bayern im Überblick: Das gilt ab Montag bei Inzidenz unter 50

Nachdem die Infektionsszahlen in Bayern zuletzt stark zurückgegangen sind und die Inzidenz aktuell vielerorts bei unter 50 liegt, hat inFranken.de die entsprechenden Lockerungen in aller Kürze zusammengefasst. Sie gelten ab diesem Montag (7. Juni 2021).

Künftig gilt bei Inzidenz unter 50 in Bayern:

  • Kontakte: 10 Personen aus zehn Haushalten können sich treffen
  • Handel: Mit Maske künftig wieder überall in den Handel
  • Veranstaltungen (Hochzeiten, Partys): 100 Leute draußen erlaubt, 50 drinnen
  • Sport: Keine Obergrenzen mehr für Sportler
  • Kultur: Bis zu 500 Zuschauer möglich
  • Der Inzidenzwert unter 35 spielt keine Rolle mehr
  • Katastrophenfall in Bayern entfällt
  • EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich in München am 15. Juni: 20 Prozent der Zuschauerkapazität der Allianz-Arena darf ausgereizt werden. Das bedeutet, dass ca. 14.000 Zuschauer das Spiel im Stadion verfolgen können.

Umfangreiche Öffnungen: die Beschlüsse im Detail

Die Staatsregierung hat unmittelbar nach der Bekanntgabe der Beschlüsse eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der die einzelnen Entscheidungen im Detail aufgelistet werden. Darin heißt es: "Es ist Zeit für einen großen Schritt in Richtung Normalität."

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Vier Beschlüsse mit zahlreichen Unterpunkte - diese Corona-Regeln gibt die Staatsregierung bekannt: 

1. Der Katastrophenfall in Bayern wird zum 7. Juni aufgehoben

2. Nur noch zwei Inzidenzschwellen (50 und 100): Es gibt nur noch zwei Inzidenzkategorien: Gebiete mit Inzidenz unter 50 und Gebiete mit Inzidenz zwischen 50 und 100. Der bisherige Inzidenzbereich unter 35 entfällt. Das macht es allen leichter, sich auf klare Regelungen vor Ort einzustellen.

3. Vor diesem Hintergrund gelten ab dem 7. Juni als neue 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) für den Inzidenzbereich unter 100 folgende Maßnahmen:

  • Allgemeine Kontaktbeschränkung: Bei Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sich 10 Personen aus max. drei Haushalten, bei Inzidenz unter 50 dann 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten gemeinsam aufhalten. Wie bereits bisher zählen Geimpfte und Genesene nach Vorgabe des Bundesrechts bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten nicht mit.
  • Geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass (Geburtstags-, Hochzeits-, Tauffeiern, Beerdigungen, Vereinssitzungen etc.) werden wieder möglich: Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 draußen bis 50,  drinnen bis 25 Personen - bei einer Inzidenz unter 50 draußen bis 100, drinnen bis 50 Personen (zuzüglich Geimpfte und Genese nach Vorgabe des Bundesrechts). Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bedürfen nicht Geimpfte oder Genesene eines negativen Tests.
  • Schulen: Ab dem 7. Juni findet in Gebieten mit Inzidenz unter 50 wieder einschränkungsloser Präsenzunterricht für alle Schulen statt. Ab dem 21. Juni gilt das auch für alle Gebiete mit Inzidenz unter 100. Bei entsprechend niedrigen Inzidenzen kehrt damit dann fast ganz Bayern zum normalen Schulbetrieb zurück. Praktische Ausbildungsabschnitte sind generell inzidenzunabhängig in Präsenz möglich. Im Sportunterricht kann auf die Maskenpflicht verzichtet werden. An den Schulen sind weiterhin inzidenzunabhängig zweimal wöchentliche Tests erforderlich. Das Testergebnis wird den Schülern aber auf Antrag bescheinigt und kann so auch außerschulisch genutzt werden („Selbsttest-Ausweis“).
  • Kindertagesstätten kehren – soweit noch Einschränkungen bestehen – analog zu den Schulen zum Normalbetrieb zurück, bei Inzidenz unter 100 also ab dem 21. Juni.
  • Hochschulen: Die Hochschulen können wieder Präsenzveranstaltungen anbieten (Vorlesungen, Seminare). Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums (bei 1,5 m Abstand). Zugelassen werden Teilnehmer, die sich zweimal wöchentlich testen lassen. Wie in der Schule besteht auf dem Hochschulgelände Maskenpflicht.
  • Handel und Geschäfte: Bei einer Inzidenz unter 100 wird der Handel allgemein geöffnet. Die für alle Geschäfte bestehenden Auflagen (Hygienekonzept, Kundenbegrenzung auf einen Kunden je 10 qm für die ersten 800 qm der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche) bleiben bestehen. Die Notwendigkeit von Terminvereinbarungen entfällt.
  • Märkte: Märkte können outdoor wieder sämtliche Waren verkaufen.
  • Gastronomie: Die Innengastronomie wird geöffnet und die Gastwirtschaften können drinnen wie draußen bis 24 h (bisher 22 h) bei einer Inzidenz unter 100 offenbleiben. Ein negativer Test ist nur bei Inzidenz zwischen 50 und 100 erforderlich. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung. Die Regelungen zur Maskenpflicht bleiben bestehen. Reine Schankwirtschaften bleiben indoor geschlossen.
  • Hotellerie, Beherbergung: Zimmer können künftig an alle Personen vergeben werden, die sich nach den neuen allgemeinen Kontaktbeschränkungen zusammen aufhalten dürfen (10 Personen, bei Inzidenz zwischen 50 und 100 aus max. drei Haushalten). In Gebieten mit einer Inzidenz unter 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft (nicht mehr wie bisher alle 48 Stunden) einen negativen Test vorweisen, in Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei Tests alle 48 Stunden.
  • Freizeiteinrichtungen: Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerke, Stadt- und Gästeführungen, Spielbanken/Spielhallen und Wettannahmestellen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist ein negativer Test erforderlich. Prostitutionsstätten, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.
  • Wirtschaftsnahe Veranstaltungen wie Kongresse/Tagungen werden unter den gleichen Voraussetzungen wie kulturelle Veranstaltungen zugelassen.
  • Flusskreuzfahrten werden ab dem 7. Juni wieder möglich unter der Voraussetzung eines negativen Tests vor jedem Landgang in Bayern und bei der Einschiffung, wenn diese in Bayern erfolgt.
  • Kulturelle Veranstaltungen: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind ab dem 7. Juni bei fester Bestuhlung mit bis zu 500 Personen zulässig. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bedarf es eines Tests. Für kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen können künftig nicht nur feste Bühnen, sondern wieder alle geeigneten Stätten genutzt werden (Hallen, Stadion etc.), wenn sie ausreichend Platz bieten, um einen sicheren Abstand der Besucher zu gewährleisten.
  • Gottesdienste: Ab dem 7. Juni ist in Gebieten mit einer Inzidenz unter 100 der Gemeindegesang wieder erlaubt (indoor mit FFP2-Maske). Bei Freiluftgottesdiensten entfällt die Maskenpflicht am Platz. Auf die Anzeige- und Anmeldepflicht wird verzichtet.
  • Proben von Laienensembles im Musik- und Theaterbereich sind künftig indoor und outdoor ohne feste Personenobergrenze möglich. Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums (bei Mindestabstand nach Hygienerahmenkonzept). Außerschulischer Musikunterricht wird ohne Personenobergrenze (mit Abstand) zulässig.
  • Sport: Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) indoor wie outdoor in allen Gebieten mit einer Inzidenz unter 100 ohne feste Gruppenobergrenzen möglich, in Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 allerdings nur für Teilnehmer, die einen aktuellen negativen Test vorweisen können. Es ist die gleiche Anzahl an Zuschauern möglich wie bei kulturellen Veranstaltungen, unter freiem Himmel also 500 Personen (bei fester Bestuhlung). Auf Sportanlagen wird die Zahl der Teilnehmer im Rahmenkonzept nach der Größe der Sportanlage sachgerecht begrenzt.
  • Fußball-EM: München wird der einzige deutsche Austragungsort im Rahmen der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft sein. Die Staatregierung unterstützt ausdrücklich Überlegungen, als Testlauf und Pilotprojekt für den Sport die Spiele der Fußball-Europameisterschaft unter strengen Hygienevorgaben und mit einer erweiterten Zuschauerzahl zuzulassen. Es ist jetzt zu entscheiden, inwieweit unter den Voraussetzungen (1) vorbildlicher Infektionsschutzkonzepte der Spielveranstalter, (2) eines negativen aktuellen PCR-Tests jedes einzelnen Zuschauers und (3) einer gesicherten Zerstreuung der Zuschauer vor und nach dem Spiel ausnahmsweise erhöhte Zuschauerzahlen von bis zu 20 % der Kapazität (das sind ca. 14.000) zugelassen werden können.
  • Alten- und Pflegeheime: Die Testpflicht für Besucher entfällt in Gebieten mit Inzidenz unter 50. Gemeinschaftsveranstaltungen in den Heimen sind indoor mit 25 Personen, outdoor mit 50 Personen zulässig.

4. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird die nötigen Rechtsänderungen vornehmen. Die zuständigen Staatsministerien werden beauftragt, die geltenden Hygienerahmenkonzepte entsprechend anzupassen.

  • Bundesnotbremse eins zu eins: In Gebieten  mit einer Inzidenz > 100 gilt die Bundesnotbremse künftig eins zu eins. Es gibt keine ergänzenden bayerischen Regelungen mehr. Für die Ausgangssperre heißt das, dass – wie vom Bund vorgesehen – zwischen 22 und 24 Uhr im Freien künftig körperlichen Bewegung erlaubt ist („Hamburger Modell“). Es besteht die Hoffnung, dass die Inzidenzen dauerhaft und flächendeckend so stark sinken, dass es künftig nur wenige Gebiete gibt, die noch von der Bundesnotbremse erfasst werden.
  • Entbürokratisierung: Zusätzliche Allgemeinverfügungen der Kreisverwaltungsbehörden sind nicht mehr erforderlich. Alle Regelungen ergeben sich direkt aus der Verordnung selbst.

Die Pressekonferenz mit Söder zum Nachlesen

+++ 13.17 Uhr: Söder: "Wir gehen es Stück für Stück an." Schwung durch Betriebsimpfungen. Corona-Mutationen "einzige Riesensorge". Gefahr bei Mutation: Impfung wirkt nicht.

+++ 13.15 Uhr: Perspektive bei Maskenpflicht bei Hochzeiten etc. - Söder: Nicht nicht absehbar, wann hier Lockerung möglich ist. "Alles, was wir jetzt ein Freiheiten haben, verdanken wir gutem politischen Konzept aus Vorsicht und Impfungen." Mit jeder Impfung mehr gibt es mehr Freiheiten. 

+++ 13.12 Uhr: Antworten auf Journalistenfragen: Lokale Sperrstunde gilt für Gaststätten. Zahl der geimpften Lehrer nicht bekannt.  

+++ 13.11 Uhr: Aktuelle StiKo-Empfehlung: Kinder mit Vorerkrankungen sollen geimpft werden.

+++ 13.09 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek: "Die Richtung stimmt". 4,7 Prozent in Bayern sind genesen. Öffnungen sind vertretbar. Wichtiger Wert ist Belegung der Intensivbetten, deutlicher Rückgang. Alten- und Pflegeheime: bei Inzidenz unter 50 keine Testpflicht mehr für Besucher. Keine FFP2-Maskenpflicht mehr, sondern Pflicht von medizinischen Masken.  

+++ 13.07 Uhr: Jugendliche sind in den vergangenen Monaten an ihre Grenzen gegangen. "Man möchte auch Feiern." Möglichkeiten sollen eröffnet werden. 

+++ 13.05 Uhr: Präsenzunterricht auch bei beruflichen Schulen. Corona-Selbsttest-Ausweis im Bereich der Schulen und Hochschulen: "Wer getestet wird, erhält einen Ausweis. Mit diesem Ausweis kann man in der Freizeit entsprechende Angebote nutzen". Gilt auch für Lehrkräfte. Schulsport: Auch im Innenbereich keine Maskenpflicht mehr. Schwimmunterricht auch wieder möglich.

+++ 13.03 Uhr: ab Montag (7. Juni): bei einer Inzidenz bis 50 voller Präsenzunterricht, über 50 Wechselunterricht oder Präsenzunterricht wenn Abstände möglich. Ab 21. Juni auch bis 100 voller Präsenzunterricht.

+++ 13.01 Uhr: "Entlastung bei Betreuung für Eltern."  

+++ 12.59 Uhr: Kultusminister Piazolo spricht: Nach den Pfingstferien am Montag werden die meisten bayerischen Schüler wieder im vollen Präsenzunterricht sein.

+++ 12.58 Uhr: Bundesnotbremse läuft Ende Juni aus: Bayern kann dann wieder bei lokalen Ausbrüchen eigenständig agieren. 

+++ 12.56 Uhr: Fußball-EM: "Wir wären ein schlechter Gastgeber, wenn wir die Zuschauer nicht zugelassen hätten". 

+++ 12.55 Uhr: 500 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen ein "wichtiger erster Schritt".

+++ 12.54 Uhr: Verbesserungen bei Übernachtungen. Alle 13 Freizeitparks in Bayern ab Montag ohne Maskenpflicht im Freien. 

+++ 12.53 Uhr: Aiwanger: "Durchschnittliche bayerische Hochzeit wieder möglich". Vereinsleben wird normalisiert. Jede normale Feuerwehrversammlung wieder möglich. Kitas kehren zurück zur Normalität. Handel: Problem bei Click&Meet, jetzt bei unter 100 Öffnungen möglich. "Damit kann der Handel sehr gut leben". Wünsche der Diskothekenbetreiber sind bekannt, hier aber noch keine Änderungen.

+++ 12.51 Uhr: Wirtschaftsminister Aiwanger spricht: Maske als sichtbare Einschränkungen, aber durchaus nennenswerte Lockerungen. Bei Inzidenz unter 50 wieder zehn Menschen bei Treffen zugelassen. 

+++ 12.49 Uhr: Söder: Weiter Vorsicht walten lassen, Regelungen greifen ab 0 Uhr

+++ 12.47 Uhr: Söder spricht von "deutlichen Erleichterungen für Bayern". Breitgefächertes Angebot. "So lange sich keine neue Mutation durchsetzt und die Impfstoffe wirksam sind, muss der Fortschritt beim Impfen Früchte tragen". Freiheiten wieder zurückgeben.

+++ 12.46 Uhr: Sondersituation Fußball-EM: "Pilot- und Probelauf der Spiele in München." Mit Test und Maske werden ca. 14.000 Zuschauer zugelassen.  

+++ 12.45 Uhr: Sport: bis 500 Zuschauer außen, bei aktivem Sport keine Gruppenobergrenzen mehr.  Amateurfußball möglich - in Regionen über 50 mit Test.

+++ 12.44 Uhr: Kultur: Bis zu 500 Zuschauer mit Maske und sitzend im Freien möglich. Gottesdienst: Singen künftig mit Maske erlaubt. Laienmusik: Proben möglich. 

+++ 12.43 Uhr: Handel unter 100 keine Terminvereinbarung mehr; Gastronomie: Speisegastronomie innen bei Inzidenz unter 100 zugelassen; innen und außen bis 24 Uhr. Testverpflichtung bei Inzidenz zwischen 50 und 100, unter 50 ohne Test. Thermen, Saunen, Freizeitparks analog.

+++ 12.42 Uhr: Neuerungen in Schulen erst in zwei Wochen, um in den Bereich weiter vorsichtig zu sein

+++ 12.41 Uhr: Schulen und Kita: Ab 21. Juni unter 100 normaler Unterricht. Hochschule: Präsenzveranstaltungen mit Begrenzungskonzept zugelassen, Masken- und Testpflicht.

+++ 12.38 Uhr: Zwischen 50 und 100: Maximal zehn Personen aus drei Haushalten. Unter 50: auch Treffen von 10 Einzelpersonen möglich. Für Feiern und Veranstaltungen: 50 bis 100 - 50 außen, 25 innen beides mit Test. Unter 50: 100 Personen außen, 50 innen ohne Test. Geimpfte und Genesene zählen nicht dazu.

+++ 12.36 Uhr: Kein Katastrophenfall mehr ab Montag. Keine Allgemeinverfügungen für Kreis mehr. 

+++ 12.35 Uhr: 13. Infektionsschutzverordnung ab Montag. Motto: Mehr Normalität

+++ 12.35 Uhr: Bei Infektionen Zahlen, die so gut sind wie seit Mitte Oktober nicht mehr. Positive Entwicklung bei den Krankenhauszahlen. Impfungen weiter beschleunigen.

+++ 12.34 Uhr: "Es ist an der Zeit (...) mehr Möglichkeiten zu schaffen": Inzidenz bei 29 in Bayern, am 1. Mai war die Inzidenz bei 150. 

+++ 12.32 Uhr: Umfangreiches Öffnungspaket ab Montag, Zeit für mehr Freiheit. Wegen Impfungen mehr Lockerungen als im vergangenen Jahr möglich.

+++ 12.31 Uhr: Söder: Gute Nachrichten,  Normalität kehrt zurück.

+++ 12.30 Uhr: Die Politiker nehmen ihre Plätze ein, die PK soll in Kürze beginnen.  

Die mit Spannung erwartete Pressekonferenz zu neuen Corona-Beschlüssen für Bayern ist für 12.30 Uhr im Prinz-Carl-Palais terminiert. Über die (PK) mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Gesundheitsminister Klaus Holetschek, dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (beide CSU), und Kultusminister Michael Piazolo (FW) berichtete inFranken.de im Live-Ticker.

Mögliche Öffnungsschritte: Diese Entscheidungen des Kabinetts stehen an

Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen an diesem Sonntag (6. Juni) aus. Aus Regierungskreisen war im Vorfeld der Kabinettsberatungen zu hören, dass aufgrund rapide gesunkener Inzidenzwerte größere Öffnungsschritte möglich seien. Am Freitag (4. Juni 2021) hatte das Robert Koch-Institut (RKI) für Bayern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 29,0 bekannt gegeben, leicht unterhalb des Bundesdurchschnitts. Kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt in Bayern wiesen eine Inzidenz von mehr als 100 auf. Nur noch neun der 96 Regionen lagen über 50.

Erwartet wird unter anderem eine Entscheidung darüber, ob künftig neben der Außengastronomie auch die Innengastronomie unter bestimmten Bedingungen öffnen kann. In anderen Bundesländern dürfen Wirte die Innengastronomie bereits wieder öffnen. Möglich erscheint im Kabinett auch eine Entscheidung über die Frage, ob bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft in München Zuschauer mit von der Partie sein dürfen. Dem BR zufolge ist derzeit noch unklar, wie viele Zuschauer in der Allianz-Arena beim ersten Spiel gegen Frankreich am 15. Juni (21 Uhr) im Stadion sitzen können. Die UEFA fordere mindestens 14.500 Zuschauer im Stadion. So viele Tickets seien bisher für die Spiele ausgegeben worden. Nach der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzverordnung wären allerdings nur 250 Zuschauer erlaubt.

Zudem dürften die Regierungsmitglieder unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über Öffnungen in der Kultur und im Amateursport beraten - genauso wie über die Frage, wie künftig mit Kontaktbeschränkungen zu verfahren ist. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte sich vor der Kabinettssitzung nochmals für weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen ausgesprochen:"Von der Kultur über das Thema Schule, von Märkten bis Freizeitparks, von Innen-Gastro bis Wellness."

Sperrstunde für Außengastronomie soll wegfallen

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD im Landtag, Ruth Waldmann, forderte am Donnerstag (3. Juni 2021) die Aufhebung der Sperrstunde für die Außengastronomie sowie ein verlässliches Konzept für die Öffnung der Innengastronomie. Einen Überblick über die aktuellen Regeln in der Außengastronomie finden Sie hier

"Viele Zusammenkünfte von jungen Menschen finden jetzt im Freien statt - in teilweise bedenklichen Situationen." Deswegen sei eine geöffnete Außengastronomie mit guten Hygienekonzepten und Kontaktnachverfolgung sinnvoll.

Waldmann forderte ein verantwortungsvolles Umgehen mit Öffnungen. Die Erfahrungen mit der Gastronomie im Freien müssten mit Blick auf die Öffnung der Innengastronomie genau beobachtet werden. "Die Wirte brauchen Verlässlichkeit. Viele haben derzeit nicht genug Personal. Wenn sie welches einstellen, müssen sie es auch beschäftigen können. Das Schlimmste wären Öffnungen, auf die gleich wieder Schließungen folgen."

Sofortige Öffnungen unabhängig von Inzidenz gefordert

Bayerns Dehoga-Präsidentin Angela Inselkammer hatte vergangene Woche die sofortige Öffnung der Innengastronomie für Geimpfte, Genesene und Menschen mit einem negativen Corona-Test gefordert, und zwar unabhängig von Inzidenzwerten. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind", sagte sie. Der Dehoga Bayern forderte - insbesondere mit Blick auf Randale in Innenstädten und illegale Partys - zudem eine kontrollierte Öffnung von Diskotheken und Clubs.

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Aus der politischen Landschaft in Bayern war in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von weiteren Forderungen und Vorschlägen zur Corona-Politik gekommen. Die SPD verlangt, so schnell wie möglich die Freizeitparks in Bayern zu öffnen. Die Freien Wähler hatten unter anderem gefordert, die Verteilung der Impfstoffe anders zu organisieren, um mögliche Nachteile ländlich strukturierter Regionen beim Zugriff auf Impfstoff auszugleichen.

red/mit Material von dpa

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