Diesen Montag (07.06.2021) treten in Bayern etliche Corona-Lockerungen in Kraft. Sofern die Inzidenz in einer Region unter 50 liegt, sind einige Erleichterungen vorgesehen - bei Kontaktbeschränkungen, Sport und in der Gastronomie.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erläutert die ab Montag geltenden neuen Regelungen - ruft aber auch zu weiterer Vorsicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf. „Ich freue mich, dass Öffnungen und Lockerungen möglich sind. Die niedrigen Inzidenzen zeigen, wie erfolgreich unsere Strategie im Kampf gegen die Pandemie ist", sagte Holetschek. Inzwischen sei jeder fünfte Bewohner in Bayern vollständig geimpft, auch die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern gehe zurück. "Ich sage klar: Wir können uns wieder ein gutes Stück mehr  Normalität leisten! Dennoch ist es wichtig, weiterhin Vorsicht und Umsicht walten zu lassen. Wir müssen wachsam bleiben, und die neuen Regelungen helfen uns dabei, Vorsicht und Zuversicht zu vereinen", so der Minister.

Zwei-Stufen-Konzept für Lockerungen in Bayern - Inzidenz bleibt entscheidend

Die neuen Corona-Regelungen im Freistaat sehen unter anderem Erleichterungen bei den Kontaktbeschränkungen vor. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sich nunmehr 10 Personen aus höchstens drei Haushalten, bei Inzidenz von unter 50 dann 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen. Geimpfte und Genesene zählen bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten nicht mit.

Auch geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis, wie etwa Geburtstags-, Hochzeits- oder Tauffeiern, aber auch Vereinssitzungen werden wieder mit größerer Teilnehmerzahl möglich: Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 können im Freien 50 Personen teilnehmen, in Innenräumen bis zu 25 Personen, die allerdings einen negativen Test benötigen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Liegt die Inzidenz unter 50 können im Freien sogar 100 Personen teilnehmen, in Innenräumen bis 50. Geimpfte und Genesene nach den Vorgaben des Bundesrechts zählen bei den privaten Veranstaltungen zur Gästezahl ebenfalls nicht mit.

Auch für Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen ergeben sich Neuerungen: So entfällt die Pflicht zur FFP2-Maske bei geimpften und genesenen Besuchern und den Beschäftigten in den genannten Einrichtungen. Diese müssen lediglich eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Die weiteren Schutzmaßnahmen, wie die Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzepts inklusive Testkonzept, soweit möglich die Einhaltung des Mindestabstands und die Testung aller Besuchspersonen, welche nicht bereits vollständig geimpft oder genesen sind, bleiben dabei vorerst bestehen.

In Alten- und Pflegeheimen: Erleichterungen für Bewohner und Mitarbeiter

Gesundheitsminister Holetschek betont: "Die Erleichterungen sind ein Schritt zu mehr Normalität in den Einrichtungen und ermöglichen wieder mehr Gemeinschaft, Beisammensein und Austausch." Die Schritte seien vertretbar, da man in Bayern derzeit sehr wenige Infektionen in Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen habe. Das liege insbesondere an der hohen Impfquote der Bewohner: "Mehr als 80 Prozent sind geimpft, das ist eine bemerkenswerte Quote. Und wir sehen in den wenigen Fällen, wo Impfdurchbrüche stattfinden, einen sehr milden, meist symptomlosen Verlauf", sagte Holetschek.

Alle Corona-Lockerungen in Bayern im Überblick finden Sie hier.