• Aiwanger will "breit" öffnen
  • Geburtstagsfeiern, private Feiern, Hochzeitsfeiern sollen wieder möglich sein
  • Aiwanger will mehr Plätze bei EM und Open Air besetzen

Seit Monaten ist das Leben in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Nun fordert Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gegenüber dem BR, das öffentliche Leben sofort breit hochzufahren. Darunter fallen alle Sparten, sowohl Restaurants, Fußball als auch Kultur. "Wir müssen nur die Dinge zusperren, wo ein nachweisbares Infektionsrisiko besteht", bekräftigt Aiwanger am "Sonntags-Stammtisch" im BR-Fernsehen. Aufgrund des Wetters und der Impfquote entspanne sich derzeit die Infektionslage. Nach seinem Willen könne so mit Test, bei höherer Inzidenz, oder ohne Test, bei niedriger Inzidenz, vieles "sofort" wieder möglich sein. Dazu zählt Aiwanger auch private Geburtstags- und Hochzeitsfeiern, die Öffnung der Innengastronomie und Kulturveranstaltungen. Genauso soll es wieder möglich sein, Fußballstadien zu besuchen, auch im Hinblick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft. In Deutschlands Nachbarland Österreich soll das übrigens ab Juli möglich sein.

EM und Open Air: Aiwanger will mehr Plätze besetzen

Im Hinblick auf die Spiele zur EM in der Münchner Allianz Arena sprach sich Aiwanger für die geplanten 15.000 Zuschauer im Stadion aus. Gegenüber dem BR sagte der Wirtschaftsminister: "Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön. Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!"

Dabei vergleicht Aiwanger Deutschland mit anderen Ländern, die bereits höhere Zuschauerdichten beschlossen hätten und fordert: "Wir müssen das jetzt in den nächsten Tagen auf die Reihe kriegen".

Auch im Hinblick auf Open-Air-Veranstaltungen fordert Aiwanger je nach Fläche mehr Zuschauer: "Ich gehe davon aus, dass wir diese Zahl erhöhen, unbedingt." Denn im Moment sind bis zu einem Inzidenzwert von 100 in Bayern nur Open-Air-Veranstaltungen von maximal 250 Zuschauern erlaubt.

In Österreich sind ab dem 1. Juli dagegen Kulturveranstaltungen ohne Besuchergrenze und ohne Maskenpflicht möglich. Wichtig ist nur, dass die Menschen entweder getestet, genesen oder bereits geimpft zu den Veranstaltungen kommen.