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Corona-Bußgelder: So viel kosten Verstöße gegen FFP2-Maskenpflicht und Ausgangssperre

Ausgangssperre, Kontaktbeschränkung, Maskenpflicht: Durch die Verlängerung des Lockdowns in Bayern gelten nach wie vor härtere Maßnahmen, darunter auch eine FFP2-Maskenpflicht. Ein Verstoß gegen die aktuellen Corona-Regeln kann dabei teuer werden. Wie viel Sie zahlen müssen, lesen Sie hier im Bußgelder-Überblick.
 
  • Harter Lockdown in Bayern bis Mitte Februar 2021
  • Verschärfte Corona-Regeln: Bei Verstoß gegen FFP2-Maskenpflicht drohen Bußgelder
  • Welche Strafen für welchen Verstoß ausgesprochen werden, erfahren Sie hier

Der harte Lockdown ist verlängert worden und soll nun bis 14. Februar 2021 gelten. Die wichtigste Verschärfung der Corona-Regeln in Bayern ist die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Bisherige Regelungen wie die Ausgangssperre ab 21 Uhr und  die Ein-Personen-Regel bei Kontakten gelten weiterhin - ebenso wie der Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 

Verstoß gegen FFP2-Maskenpflicht kostet 250 Euro

Bundesweit sind derzeit in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Geschäften besser schützende Masken Pflicht. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben.

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Wie BR24 berichtet, sei die Regel in Bayern strikter: Dort gilt bereits seit einigen Tagen eine FFP2-Maskenpflicht für den Nahverkehr und den Einzelhandel. Auch in Pflegeheimen müsse neben Besuchern auch das Personal eine FFP2-Maske tragen. Die FFP2-Maskenpflicht gilt seitdem auch in Gottesdiensten. Neben FFP2-Masken sind auch vergleichbare oder höhere Standards erlaubt. Das Innenministerium nennt konkret: FFP3, N95, P2, KF94, DS und KN95.

Wer diesen bestimmten Masken-Typ nicht trägt, dem drohe seit Montag (25. Januar) ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Zunächst galt eine Kulanzwoche, in der Verstöße gegen die FFP2-Maskenpflicht nicht geahndet wurden. Wer mit einer unzureichenden Maske erwischt wird, kann aber zumindest ein Stück weit auf Milde hoffen: Deren Tragen kann laut Innenministerium bei der Bemessung eines Bußgeldes berücksichtigt werden.

Bußgelder in Bayern: Was Sie bei Corona-Verstößen zahlen müssen

Wer zu der Zeit der Ausgangssperre vor die Türe geht, braucht dafür triftige Gründe. Bei den regelmäßigen Änderungen der Bestimmungen fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Für viele Verstöße werden Bußgelder fällig - doch auch hier ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Welche Bußgelder gibt es, für welche Verstöße muss man Strafen zahlen? Wir haben die momentan geltenden Bußgelder im Überblick zusammengefasst.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat bereits am 2. November den aktuell geltenden Bußgeldkatalog "Corona-Pandemie" veröffentlicht - und  am Montag (14. Dezember) eine Erweiterung beschlossen.

Grund für die Änderung ist der harte Lockdown, der in Bayern bereits am Mittwoch (16.12.2020) begonnen hat. Demnach werden bei Verstößen folgende Bußgelder fällig. Zudem ist in einigen Fällen auch alternativ ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro möglich.  

Bußgelder im Überblick:

  • Verstöße gegen die Ausgangssperre: Wer ohne triftigen Grund zwischen 21 und 5 Uhr auf der Straße unterwegs ist, muss ein Bußgeld zahlen: mindestens 500 Euro
  • Zusammenkünfte von Personen, die nicht zum erlaubten Personenkreis gehören, beziehungsweise die Zahl der erlaubten Personen überschreiten: 150 Euro
  • Feiern auf öffentlichen Plätzen : 150 Euro
  • Angabe falscher Kontaktdaten (Bei der Ermittlung von Kontaktpersonen im Falle einer Infektion): 250 Euro
  • Verstöße gegen die Maskenpflicht - die auch das Tragen von FFP2-Masken umfasst: 250 Euro
  • Entgegen den Bestimmungen Sport treiben oder Sportanlagen benutzen: 150 Euro

Diese Bußgelder betreffen Menschen (Privatpersonen), die älter als 14 Jahre sind. Für Betreiber von Kultur-, Sport- oder Gastronomiebetriebe werden teils deutlich höhere Bußgelder fällig:

  • Betreiber, die kein Hygienekonzept vorlegen können: 5000 Euro
  • Personen, die Sportstätten und Fitnessstudios trotz Verbots betreiben oder Zuschauer zulassen: 5000 Euro
  • Touristische Angebote trotz Verbote anbieten (z.B. touristische Führungen): 5000 Euro
  • Groß- und Einzelhandelsbetriebe sowie andere Dienstleister, die kein Hygienekonzept haben, den Mindestabstand nicht gewährleisten  oder deren Angestellte keine Masken tragen: 5000 Euro
  • Betreiber von Praxen, die den Mindestabstand oder die Maskenpflicht nicht einhalten: 5000 Euro
  • Gastronomiebetriebe, die nicht nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten: 5000 Euro
  • Hotelbetreiber, die Übernachtungen für nicht gewerblich notwendige Reisen anbieten: 5000
  • Beherbergungsbetriebe, die keine Kontaktdaten erheben: 1000 Euro
  • Betreiber betrieblicher Unterkünfte, die angeordnete Hygienemaßnahmen nicht einhalten oder die Nichteinhaltung zulassen: 25000 Euro
  • Personen beziehungsweise Betreiber, die zwischen 22 Uhr und 6 Uhr Alkohol verkaufen: 1000 Euro

Der Bußgeldkatalog kennt noch weitere Abstufungen und differenziert weitere Kategorien von Betreibern - eine weiterführende Liste der geltenden Bußgelder findet sich in der offiziellen Bekanntmachung des Staatsministeriums.

Alle wichtigen Informationen rund um die Entwicklung der Corona-Pandemie erfahren Sie in unserem Corona-Ticker. 

rowa/ak/nw

Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa

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