• Ministerpräsident Söder kündigt Änderungen in der Corona-Strategie an
  • Bayern plant Freigabe aller Impfstoffe für Impfung in Arztpraxen bereits ab kommenden Montag - was Patientenschützer prompt kritisieren
  • ab 21. Mai: Öffnungen für Freibäder und Kulturveranstaltungen im Freien
  • Nach Pfingsten sollen Lockerungen für die Innengastronomie geprüft werden

Bayern drückt bei Impftempo und bei den Lockerungen auf die Tube:  Wie Teilnehmende berichten, hat Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch (12.05.2021) bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion einige deutliche Änderungen angekündigt. So soll ab kommenden Montag (17.05.2021) Bayern die Priorisierungen für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben. 

Freigabe aller Corona-Impfstoffe für Hausärzte: Bayern schneller als der Bund - Stiftung mit harscher Kritik

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung zur Verimpfung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt - Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

Prompt hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz die Freigabe aller Corona-Impfstoffe in den Arztpraxen kritisiert. Solange es nicht genügend Impfstoff gebe, setze die Politik mit einer solchen Entscheidung einen "Spaltpilz" in die Gesellschaft, sagte Vorstand Eugen Brysch am Mittwoch in Dortmund der Deutschen Presse-Agentur. "Nicht die Priorisierung ist der Hemmschuh beim Impffortschritt, sondern einzig der Mangel an Impfstoff." Die Entscheidungen in Bayern und Baden-Württemberg, dass Hausärzte ungeachtet der staatlichen Prioritäten Menschen impfen dürfen, sei ein Beispiel dafür, "wie man sowohl den Impfdruck auf Ärzte erhöhen kann und Frust in der Gesellschaft schafft".

Das werde die Aggressionen nicht nur zwischen Arzt und Patient, sondern auch Konflikte zwischen den Generationen steigern, prophezeite Brysch. "Aber damit hat dann ein Minister oder eine Ministerin nichts mehr zu tun." Die Politiker seien weit weg von den Arztpraxen.

Freibäder sollen öffnen, Kultur im Freien unter Auflagen möglich

Zuvor hatte Markus Söder nach Teilnehmerangaben bei der CSU-Klausur die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an gekündigt: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots.

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Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden (mit bis zu 250 Personen, fester Bestuhlung, Tests und Hygienekonzepten). Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für die Innengastronomie gebe.

"Wir haben es in der Summe echt gut gemacht, trotz der ein oder anderen Beschwerde", sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte er.

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