• Bundestagswahl Bayern 2021: Die Stimmung im Freistaat 
  • Kurz vor der Wahl: Union droht historisches Desaster - was ist mit der CSU in Bayern?
  • CSU in Bayern: Miserable Umfragewerte - unter 30 Prozent
  • Was du sonst alles zur Bundestagswahl in Bayern wissen musst 

"Die Lage ist in der Tat sehr ernst und alarmierend": Das sagte Markus Söder vor einigen Tagen bei einer Videokonferenz des CSU-Vorstands- und aktuelle Umfragen zur Bundestagswahl Bayern 2021 geben dem Ministerpräsidenten recht. Für die Christsozialen läuft der Wahlkampf alles andere als rund. In aktuellen Umfragen beispielsweise des Senders "Sat. 1 Bayern" dümpelt die Partei in Bayern mittlerweile auf unter 30 Prozentund damit auf einem extrem schlechten Niveau und deutlich unter ihrem bisherigen historischen Tiefstand von 32,9 im Jahr 2017. Viele CSUler hadern noch immer mit der Entscheidung, CDU-Chef Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten der Union zu machen, immerhin hatte ja auch ihr eigener Parteichef CSU-Chef Markus Söder seine Bereitschaft erklärt.

Bundestagswahl Bayern: Schon vor zwei Monaten bahnte sich Umfrage-Tief an

Bereits vor etwa zwei Monaten zeigte sich ein Abwärtstrend der CSU zur Bundestagswahl in Bayern in den Umfragen im Freistaat: Mit 36 Prozent kamen die Christsozialen schon damals nicht ansatzweise an einstige Zielmarken von mehr als 40 oder gar 50 Prozent. 

Die SPD ist auf Bundesebene längst an der Union vorbeigezogen: 25 Prozent sprachen sich im ARD-Deutschlandtrend für die Sozialdemokraten aus, die Union schaffte es gerade noch auf 20 Prozent. Aber wie sieht es in Bayern aus? Profitiert die SPD auch hier von der Beliebtheit des Kanzlerkandidaten Olaf Scholz?

In einer aktuellen Umfrage der Sendung "17:30 Sat.1 Bayern" kommt der SPDler mit 37 Prozent bei der Kandidatenfrage extrem gut weg und lässt Armin Laschet mit gerade einmal 22 Prozent hinter sich. Viele Wähler seien aber auch jetzt - zwei Wochen vor der Wahl - noch unentschlossen.  

CSU setzt auf Stammwähler-Mobilisierung zur Bundestagswahl Bayern 

Jetzt will die CSU im Endspurt des Wahlkampfs ihre konservativen Stammwähler zur Bundestagswahl in Bayern mobilisieren und so das Umfragetief hinter sich lassen. "Die Bundestagswahl ist für jeden Einzelnen eine echte Richtungsentscheidung", heißt es im Entwurf für den Leitantrag des CSU-Vorstandes, der auf dem Parteitag am Freitag und Samstag in Nürnberg beschlossen werden soll. Das siebenseitige Papier wurde am Mittwoch an die Mitglieder der Parteispitze versendet und liegt der Deutschen Presse-Agentur in München vor.

Im Zentrum der CSU-Kritik stehen - wie in fast allen Wahlkampfreden der Union - die politischen Hauptkonkurrenten um den Wahlsieg sowie die anschließende Regierungsbildung: "Die Folgen eines Linksrutsches wären verheerend. Schon die Umsetzung einzelner Wahlziele von SPD, Grünen und Linken gefährdet den Wohlstand unseres Landes. Betroffen wären alle Bürgerinnen und Bürger, gerade auch künftige Generationen", heißt es weiter im Entwurf.

Verhindern könne dies nur die Union, da weder SPD noch Grüne ein Linksbündnis ausgeschlossen hätten. "Olaf Scholz und Annalena Baerbock wissen genau, was ihre Parteien von ihnen erwarten. Die Programme von SPD und Grünen sind dezidiert linke Programme", heißt es im Papier. Das Personal von SPD und Grünen sei dezidiert links. Ihre Programme und Personen würden noch bis zum Wahltag versteckt. "Die Gefahr eines Linksrutsches ist keine abstrakte, sie ist eine sehr konkrete."

Bundestagswahl Bayern: Was sonst wichtig ist

Die 3G-Regel gilt im Wahllokal nicht: Aktuell steigen die Corona-Zahlen im ganzen Land. In Bayern gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 die 3G-Regel in Innenräumen. Aber dürfen auch bei der Bundestagswahl nur Geimpfte, Genesene oder Getestete die Wahllokale betreten?

Dieses Gerücht hatte in den vergangenen Wochen vor allem in den sozialen Netzwerken immer wieder die Runde gemacht. Die Antwort lautet eindeutig: Nein. Zur Bundestagswahl in Bayern 2021 gilt die 3G-Regel nicht. Was aber gilt, ist die Maskenpflicht - und zwar auch in der Wahlkabine.

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