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Bayern: Wohnen doppelt so teuer als vor zehn Jahren - Preise sollen 2019 nicht mehr ganz so rasant steigen

Der Immobilienverband Süd (IVD) stellte in München die neuesten Entwicklungen der Immobilienpreise vor. Dabei wurde deutlich, dass das Wohnen mittlerweile doppelt so teuer ist als noch vor zehn Jahren.
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Vor zehn Jahren ließ es sich laut dem Bericht des Immobilienverbandes Süd noch um die Hälfte günstiger leben. Symbolbild:  Silas Stein, dpa
Vor zehn Jahren ließ es sich laut dem Bericht des Immobilienverbandes Süd noch um die Hälfte günstiger leben. Symbolbild: Silas Stein, dpa

Häuser, Wohnungen und Baugrundstücke sind in Bayern mittlerweile mehr als doppelt so teuer wie vor zehn Jahren. Das berichtete der Experte Stephan Kippes , Experte des Immobilienverbands Süd (IVD), am Dienstag, dem 28. Mai, in München. Nach einer neuen Auswertung des IVD kosten Baugrundstücke für frei stehende Einfamilienhäuser inzwischen im Schnitt zweieinhalb Mal so viel wie 2009.

Einfamilienhäuser teurer als noch vor zehn Jahren

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen liegt der Preisanstieg bei 117 Prozent, neue Einfamilienhäuser sind in diesem Frühjahr 104 Prozent teurer als noch vor zehn Jahren, Doppelhaushälften 105 Prozent. Nur bei Reihenhäusern haben sich die Preise mit einem Anstieg von knapp 98 Prozent nicht ganz verdoppelt.

Preise steigen in diesem Jahr nicht mehr so rasant

Jedoch gibt es auch Anzeichen, dass die Preise in diesem Jahr nicht mehr ganz so rasant steigen werden - aber weiterhin die allgemeine Teuerungsrate, also die Preisentwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraums, immer noch bei weitem übertreffen. Die durchschnittlichen Preiszuwächse innerhalb der vergangenen sechs Monate lagen zwischen 3,4 und 5,4 Prozent bei Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser.

In München, wo Immobilien besonders teuer sind, hat sich der Preisanstieg seit Herbst 2018 "deutlich abgeschwächt", wie Kippes berichtete. Allein von Frühjahr bis Herbst 2018 waren die Immobilienpreise in der Landeshauptstadt noch um acht Prozent in die Höhe geschossen.

Seit dem vergangenen Herbst jedoch legten die Preise zumindest für manche Immobilien um weniger als drei Prozent zu. Außerdem wurden im ersten Quartal bayernweit weniger Immobilien ge- und verkauft als zu Jahresbeginn 2018: Die Umsätze im Freistaat sanken um 1,3 Prozent auf geschätzt 14 Milliarden Euro.

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