Zusätzlich erhalten sechs weitere bayerische Hochschulen Gelder aus der Exzellenzinitiative.
Dabei handelt es sich um ein milliardenschweres Programm von Bund und Ländern zur Stärkung der Spitzenforschung in Deutschland. Über die weitere Förderung bis zum Jahr 2017 wurde am Freitag in Bonn entschieden.


17 von 20 bayerischen Anträgen bewilligt



Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) sagte: "Das ist eine überragende Leistung unserer Hochschulen, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft international anerkannt und entsprechend gewürdigt wird." Der Freistaat habe das sehr gute Ergebnis aus dem Jahr 2006/2007 nochmals steigern können. Insgesamt fließen dem Minister zufolge rund 450 Millionen Euro aus der Exzellenzinitiative nach Bayern. Die beiden Münchner Universitäten hätten ihre "nationale Spitzenstellung" untermauert.

Neben den beiden Förderzusagen für die LMU und die TUM als Exzellenz-Universitäten gehen sechs Exzellenzcluster und neun Graduiertenschulen an bayerische Universitäten. Insgesamt erhielten 17 von 20 Anträgen der bayerischen Hochschulen einen Zuschlag. "Die Förderanträge der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Würzburg, Regensburg, Bayreuth und Bamberg sind allesamt bewilligt worden", betonte Heubisch. "Auch die Universität Augsburg ist an einem Exzellencluster maßgeblich beteiligt. Somit werden acht von neun staatlichen Universitäten bei der Exzellenzinitiative gefördert."


"Sensationeller Erfolg"



Der Präsident der LMU, Bernd Huber, sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Das ist für uns ein sensationeller Erfolg." Alle acht Anträge der LMU in verschiedenen Sparten sowie der Antrag auf eine weitere Förderung als Elite-Universität seien bewilligt und die Erwartungen der Hochschule damit "weit, weit übertroffen" worden. Es handle sich bei der Exzellenzinitiative um einen "harten, anspruchsvollen Wettbewerb". Die LMU hatte sich um insgesamt 300 Millionen Euro beworben. Über die genaue Bewilligungssumme bekommt sie erst in einigen Tagen Bescheid.

Bei der Exzellenzinitiative werden drei Bereiche gefördert: Graduiertenschulen zur Betreuung von Doktoranden, ressortübergreifende Forschungsprojekte - und der Ausbau von Hochschulen zu "Elite-Unis". In einer ersten Runde hatte der Staat dafür bis 2012 rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. In der zweiten Phase bis 2017 geben Bund und Länder ausgewählten Hochschulen nun noch einmal 2,7 Milliarden Euro.
Bislang hatte es in Deutschland neun Elite-Universitäten gegeben, künftig sind es elf. Göttingen, Freiburg und Karlsruhe verloren den Sonderstatus, dafür kamen die Unis in Bremen, Köln und Tübingen, die Humboldt-Universität Berlin und die Technische Universität Dresden dazu.