Der Ministerrat verlangte am Dienstag ausreichende Sicherheiten für das geplante Darlehen der KfW-Bank, mit dem sechs Monate lang Transfergesellschaften für die Mitarbeiter finanziert werden sollen. Zweitens sollen sich alle Bundesländer beteiligen, und drittens soll nach Angaben von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) noch geklärt werden, wie hoch die benötigte Bürgschaft überhaupt sein müsste.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hatte ein Gutachten vorgelegt, das die Aussichten für die insolvente Drogeriekette skeptisch sieht. "Da ist die Frage offen geblieben, ob das Bürgschaftsvolumen richtig berechnet ist", sagte Zeil dazu. Im Kabinettsbulletin der Staatskanzlei war von einem bayerischen Beitrag von bis zu 10,6 Millionen Euro die Rede.
Anstelle einer bundesweiten Transfergesellschaft, die die "Schlecker-Frauen" - so der O-Ton von Schlecker-Betriebsrätinnen - weiter qualifizieren soll, ist an regionale Lösungen gedacht. Das hätte nach Angaben von Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) auch den Vorteil, dass sie Zuschüsse aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds geben könnte. dpa