• Neuzulassungen von Pkws in Bayern insgesamt rückläufig
  • Anteil der E-Autos in Bayern von 2020 auf 2021 um 86,7 Prozent gestiegen
  • Die Top 10 Automarken der Deutschen im Januar 2022
  • Erste Genehmigung für hochautomatisiertes Fahren erteilt

Die Zahl der Neuzulassungen von Autos in Bayern ist rückläufig. Das ergibt eine Auswertung der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Im Jahr 2020 wurden insgesamt 579.065 Pkws zugelassen. 2021 waren es 531.550. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, ist das eine Abnahme um 8,2 Prozent innerhalb eines Jahres. Wie groß die Anteile der verschiedenen Kraftstoffarten bei den Neuzulassungen 2021 waren, veranschaulicht die folgende Grafik.

Im ersten Reiter des Diagramms wird die Anzahl der Neuzulassungen von Pkws in Bayern nach Kraftstoffart dargestellt. Rein zahlenmäßig liegt hierbei der Benziner mit rund 194 Tausend Autos auf Platz eins. Entgegen der Erwartung folgt direkt danach nicht der Kraftstoff Diesel, sondern die Hybridtechnik. Insgesamt 163 Tausend Hybrid-Autos wurden 2021 in Bayern zugelassen. Danach folgen dann Diesel, Elektro und Plug-in. Bei der Verteilung der Kraftstoffarten hat sich innerhalb eines Jahres sehr viel geändert. Klickt man in der Grafik auf den zweiten Reiter, werden die entsprechenden Zahlen für das Jahr 2020 angezeigt. Hier lag der Diesel noch eindeutig auch dem zweiten Platz vor der Hybridtechnik. Die reine Anzahl der neu zugelassenen Benziner hat sich innerhalb eines Jahres deutlich verringert. Auch interessant zu betrachten ist die prozentuale Veränderung des Anteils der Kraftstoffarten im dritten Reiter der Grafik. Hier kann man deutlich erkennen, dass der Anteil der E-Autos von 2020 auf 2021 um ganze 86,7 Prozent gestiegen ist. Von welcher Marke der beliebtesten Autos der Deutschen aktuell die meisten E-Autos zugelassen werden, kann man aus der nächsten Grafik schließen.

Im obenstehenden Diagramm kann man von links nach rechts die Top 10 Automarken der Deutschen im Januar 2022 ablesen. Den ersten Platz belegt die Marke VW mit deutschlandweit insgesamt 36.593 Neuzulassungen im vergangenen Monat. Betrachtet man darunter die neu zugelassenen Elektro-Autos, steht VW schon nicht mehr ganz vorne. Zahlenmäßig wurden im Januar von Mercedes die meisten elektrischen Autos zugelassen (5.277). Danach folgen BMW, VW und Audi. Von der reinen Anzahl her sind die deutschen Automarken also ganz vorne dabei.

Betrachtet man den Anteil der Elektro-Autos an den Neuzulassungen gesamt, rücken die deutschen Automarken nach hinten. Der größte Anteil an E-Autos ist bei der Marke Hyundai zu verzeichnen. Sie machen 38,7 Prozent der insgesamt neu zugelassenen Autos im Januar aus. Auf dem zweiten Platz liegt die Marke Renault mit 34,1 Prozent. Danach erst folgen Mercedes (28,2 Prozent), BMW (27,3 Prozent) und Audi (23,1 Prozent). Überraschenderweise liegt VW in dieser Statistik auf dem vorletzten Platz - mit einem Anteil von nur 10,9 Prozent E-Autos. 

Erste Genehmigung für hochautomatisiertes Fahren erteilt

Nicht nur alternative Antriebsarten befinden sich derzeit auf der Überholspur - auch beim autonomen Fahren macht die Automobilindustrie Fortschritte. Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilte im Dezember die weltweit erste Typgenehmigung im Bereich des automatisierten Fahrens für ein automatisches Spurhaltesystem (Automated Lane Keeping System - ALKS). Die Genehmigung wurde erteilt für ein Modell des Herstellers Mercedes-Benz. Das automatische Spurhaltesystem kann man dem Automatisierungsgrad Level 3, dem hochautomatisiertem Fahren, zuordnen. Der Fahrer muss hierbei das System nicht mehr andauernd überwachen. Welche verschiedenen Level es gibt und wodurch sie sich auszeichnen, kann man in der folgenden Tabelle ablesen.

„Diese vom KBA erteilte Typgenehmigung zum automatisierten Fahren ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur Automatisierung", betonte Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes anlässlich der Erteilung. „Das KBA setzt bei der Verkehrssicherheit national, europaweit und international Maßstäbe auf dem Weg zum autonomen Fahren. Das ist der zentrale Punkt, denn es bedarf des Vertrauens der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Sicherheit der neuen Technologien. Um dieses Vertrauen zu schaffen, haben wir einen strengen Maßstab angewendet, den wir als Vorreiter auf diesem Gebiet auch auf dem weiteren Weg einhalten", so Richard Damm.

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